Familie Plaku zurück nach Deutschland holen!

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Sachverhalt Familie Plaku

 

Die Familie Plaku ist am 13.08.2015 aus Albanien nach Deutschland gekommen und hat einen Asylantrag gestellt, der im April diesen Jahres abgelehnt wurde. Dann kam der Abschiebungsbescheid. Daraufhin legte die Familie Widerspruch ein. Der Widerspruch gegen die Abschiebung wurde im Rahmen eines Eilverfahrens abgelehnt.

Am 11.12.2017 sollte eine Hauptverhandlung stattfinden.

 

Bei der Familie Plaku handelt es sich um den Vater und Ehemann Agim, seine Frau und Mutter ihrer Kinder - Lirie und die Kinder Kevin (17 Jahre), Napolon (15 Jahre) und die 10jährige Odeta. Die Familie wohnte in Bochum Linden bereits in einer eigenen Wohnung.

 

Nun wurden ohne eine Vorankündigung Lirie und die drei minderjährigen Kinder in der Nacht des 29. November 2017 nach Albanien abgeschoben.

Es klingelte gegen circa zwei Uhr nachts an der Haustür, schildert Agim den Vorfall, dort standen mehrere Polizisten, bewaffnet und mit schusssicheren Westen. Er musste zusehen wie seine Familie von den Beamten in Gewahrsam genommen und zum Düsseldorfer Flughafen gebracht wurde, von wo sie abgeschoben wurde.

Zusätzlich verlangte die Beamten von Agim, die Reisekosten der Abschiebung selbst zu bezahlen, wozu die Familie finanziell allerdings nicht in der Lage war.

 Gerade wegen seiner Kinder findet Agim diese Maßnahmen mehr als unangebracht. Er sagt, er habe sich gefühlt als würden diese Beamten mit kriminellen ja sogar terroristischen Vorbestraften umgehen. Dabei haben er und seine Frau sich immer redlich bemüht, die Kinder vor den negativen Emotionen vor allem der Angst einer drohenden Abschiebung, die Agims ständiger Begleiter ist, zu schonen, um sie nicht noch mehr zu belasten.

Wie kann man eine Familie behandeln wie Verbrecher? Das ist eine Frage, die Agim sich immer wieder stellt.

 

Seit 2015 Ist die Familie Plako dem CentrumCultur der Arbeiterwohlfahrt gut bekannt, da die beiden Eltern jeweils verschiedene Förderprogramme sowie Sprachkurse sehr vorbildlich absolvierten.

 

Da Agim aufgrund seines Ausbildungsplatzes als Altenpfleger vorübergehend geduldet ist, bleibt er mit der Hoffnung, seine Familie bald wieder nach Deutschland holen zu dürfen, hier. Absurderweise scheint den Behörden eine Trennung der Familie für die Zeit der Ausbildung des Vaters absolut zumutbar.

Aber wie soll Agim sich auf seine Ausbildung konzentrieren können, wenn

 

Lirie hingegen, die als bereits ausgebildete Krankenpflegerin nach Deutschland kam, als solche hier allerdings keine Beschäftigung suchen durfte, besuchte zunächst das Kursprojekt „Kommunikation für Migrant*innen“ bei der AWO in Bochum, anschließend absolvierte sie einen Sprachkurs und ging seit Februar 2017 auf eine Abendrealschule.

Agim, der in Albanien als Maler/Dekorateur und im Garten- und Landschaftsbau tätig war, machte zunächst ein Praktikum als Elektriker und dann einen Sprachkurs ebenfalls bei der AWO. Nun hat er seit dem 1.September 2017 einen Ausbildungsplatz bei der Diakonie. Sowohl er als auch seine Ehefrau waren motiviert, engagiert und bemüht darum selbstständig zu sein, Deutsch zu lernen und sich zu integrieren um ihren Kindern einen geregelten Alltag und eine Perspektive schaffen zu können.

Lirie ist zu der Zeit ihrer Abschiebung auf der Suche nach einem Arbeitsplatz gewesen und zeigte dabei viel Willen und Eigeninitiative.

 

Kevin, Napolo und Odeta gingen alle schon zur Schule. Die beiden Älteren besuchten eine weiterführende Schule, die Sibylla Merian Gesamtschule. Odeta hatte gerade die 3.Klasse hinter sich gebracht und wäre nun in die 4.Klasse gekommen.

Alle drei gingen gerne zur Schule, lernten schnell. Kevin hätte innerhalb des nächsten Schuljahres bereits seinen Abschluss machen können. Bei ihren Mitschülern waren Kevin und Napolon sehr beliebt, als diese von der Abschiebung der Familie erfahren, handelen sie sofort und starten eine Unterschriftenliste auf der Schüler aus der ganzen Schule unterschreiben. Ihre Mitschüler fordern, dass die Familie wieder nach Bochum zurückkommen dürfe, die beiden Jungen ihre Schulausbildung beenden und anschließend eine Ausbildung absolvieren sollen können.

 

Neben ihrem schulischen und beruflichen Einsatz, war die ganze Familie beim Fußballclub „SG Linden Dahlhausen“ Mitglied. Die Mitglieder des Vereins beschreiben nach der Abschiebung der Familie in einen Brief, der sie an die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration; den Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration; den Oberbürgermeister der Stadt Bochum und an den Bezirksbürgermeister des Bezirkes Bochum Süd-West geschickt wurde, sie als eine Bereicherung für den Verein und unterstreichen wie gut sie sich innerhalb kürzester Zeit in Deutschland eingelebt hatten. Sie fordern, dass die Familie zurück nach Deutschland kommen darf. Des weiteren verurteilen sie den Vorgang der unangekündigten Abschiebung und das Auseinanderreißen der Familie aufs schärfste.

Odeta, Napolon und Kevin waren in ihren jeweiligen Mannschaften sehr beliebt und waren immer zuverlässig beim Training dabei. Kevin galt als einer der besten Spieler seiner Mannschaft Auch Agim, der in der Altlige spielte und Lirie, die sich, wann immer sie Zeit hatte,  im Vereinsheim tätig gemacht hatte, waren sehr aktiv in den Verein eingebunden.

 

 

Der Gerichtstermin für die Hauptverhandlung am 11.12.2017 konnte aufgrund eines witterungsbedingten Unfalls von Agim nicht wahrgenommen werden. Ein neuer Termin steht noch aus.

Seit der Abschiebung seiner Familie leidet Agim unter ständiger Sorge um sie. Das Albanien ein sicheres Herkunftsland sein soll, ist für ihn und uns nicht nachvollziehbar. Aufgrund von ihrer Hintergrundgeschichte sind Lirie und die Kinder dort absolut nicht sicher, befinden sich in akkuter Gefahr. Gefahr, wegen der sie eigentlich nach Deutschland kamen um sich und ihren Kindern ein sicheres Leben zu schaffen.

Für großes Unverständnis sorgt auch die Art und Weise wie er in Deutschland behandelt wird und immer wieder Erfahrungen mit strukturellem Rassismus machen muss.

Und das obwohl er sich redlich darum bemüht  hier ein neues Leben aufzubauen.

Er verfolgt die Nachrichten aus Albanien über Überfälle dort mit viel Angst.

Wie soll er mit der ständigen Sorge um seine Familie weiterhin erfolgreich seine Ausbildung machen? Wie kann ein solches Vorgehen als legitim angesehen werden?

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Welchen Sinn hat es eine junge Familie mit derart guten Integrationsperspektiven, die ein Beispiel für ein mehr als gelungenes Leben und Ankommen in Deutschland darstellt, derartigen Strapazen auszusetzen?

Es darf nicht toleriert werden, dass der deutsche Staat nur um seine Abschiebeziele zu verfolgen, eine Familie so auseinanderreißt.

Was für ein Zeichen wird dadurch gesetzt, so engagierte und bemühte neue Mitbürger des Landes zu verweisen? Was sollen Einwanderer noch tun um sich hier eine Existenz zu sichern?

 

Auch wenn es sich in diesem Sachverhalt um einen Einzelfall handelt, ist es eben die Summierung solcher Fälle und persönlicher Schicksale um die es in der Asylpolitik geht.

Es geht um Menschen. Um Familien. Um Chancen.

Und um viel zu viele Menschen, denen diese Chancen verwehrt oder wieder entzogen werden.

Eine Familie auf diese Art und Weise zu trennen und verantwortungslos in Lebensgefahr abzuschieben darf unter keinen Umständen legitim sein. Wir bitten sie eindringlich darum uns dabei zu unterstützen eine Bleibeperspektive für die ganze Familie in Deutschland zu erlangen.

Das ist eine Sache von Solidarität, Humanität und Mitmenschlichkeit.

 



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