Abschiebung verhindern

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 500.


Stoppt die Abschiebungen von Sugar (bürg.: Onyedikachi Ugwu) und aller anderen betroffenen nigerianischen Geflüchteten!!

Die Sammelabschiebung am 12.11.2020 nach Nigeria muss gestoppt werden!

Nigeria ist kein sicheres Herkunftsland!

Die von der Abschiebung betroffenen Menschen sind in Lebensgefahr!

Menschenrechte werden nicht geachtet. Personen werden auf offener Straße ermordet und entführt.

Die Pandemie Covid-19 verschlechtert die Situation zusätzlich.

Es gibt genug Platz in Österreich!

Am Donnerstag, den 12.11. soll erneut versucht werden,  die Sammelabschiebung von Wien nach Lagos, Nigeria durchzuführen, obwohl deutlich ist, wie gefährlich eine Abschiebung nach Nigeria für alle betroffenen Menschen ist.

Nigeria kann nicht als sicheres Herkunftsland gelten. Die Boko Haram, der IS und weiterebewaffnete Gruppen sind in Nigeria nach wie vor aktiv. Personen werden auf offener Straße ermordet und entführt. Einzelne Dörfer werden ausgeraubt, angezündet und die Menschen vertrieben.

In den letzten Wochen und Monaten entbrannten in Nigeria abermals Protesten, die sich gegen staatliche Korruption und für eine Reformierung der Polizei einsetzten, insbesondere der als besonders brutal geltenden Polizeieinheit SARS. Die Ankündigung der Auflösung dieser Einheit seitens der Regierung kommt bereits das vierte Mal innerhalb der letzten vier Jahre und wird deshalb vom Großteil der Demonstrierenden nicht ernstgenommen. Seit dem Ausbruch der Proteste starben in Nigeria 56 Menschen. Mindestens 12 Menschen wurden von Polizeieinheiten am 20.10. beim "Lekki Toll Gate" in Lagos erschossen, Hunderte weitere verletzt - also in der Stadt, in die die Sammelabschiebung gehen soll. Zudem gab es unzählige Festnahmen friedlicher Demonstrierender. Das Vorgehen gegen die #EndSars Proteste durch die Sicherheitsbehörden und die Regierung zeigt hier beispielhaft auf, dass Nigeria nicht als sicheres Herkunftsland gelten kann. Politische Meinungsäußerung ist nicht ohne Gefahr für das eigene Leben möglich.

Wochen später hat sich die Lage vor Ort immer noch nicht beruhigt. Auch deshalb darf kein Mensch dorthin abgeschoben werden!

 

Durch die Abschiebung wird das Leben aller betroffener Menschen aufs Spiel gesetzt!

Das BmEiA (Bundesministerium für Europäische und Internationale Angelegenheiten) hat aufgrund der schlechten medizinischen Möglichkeiten und den bürgerkriegsähnlichen Zuständen in Nigeria die höchste Sicherheitstufe ausgesprochen. Es wird  vor jeglichen Reisen in das Land gewarnt.

Das heißt, Österreich kann während der Pandemie Maßnahmen durchsetzen und genug medizinische Versorgung gewährleisten, was in Nigeria aber in keinem Fall der Möglichkeit entspricht. Die Doppelmoral, in Österreich von Solidarität während der Pandemie zu sprechen, und gleichzeitig Menschen in ein Land zu deportieren, in dem sie geringe bis keine Chancen auf Schutz vor der Krankheit haben, ist menschenverachtend.

Trotz des internationalen Konsens, dass die Situation in Nigeria lebensgefährlich ist, sollen Menschen  abgeschoben werden.

Es ist verantwortungslos, ihnen Hilfe zu verweigern, jedoch noch viel schlimmer, sie absichtlich und wissentlich dieser Situation auszusetzen.

 

Zu alldem kommt unter anderem auch die Verfolgung religiöser Gruppen hinzu. Das  Hilfswerk Open Doors berichtet von unzähligen Formen der Unterdrückung der Christen in Nigeria. Diese reichen vom Ausschluss von Studiengängen, sofern der Name als christlicher und nicht als muslimischer wahrgenommen wird, bis hin zu Ermordungen der Bewohner:innen ganzer christlicher Dörfer durch islamistische Milizen.

Einer dieser Menschen, die Abgeschoben werden sollen ist Onyedikachi Ugwu, auch bekannt unter seinem Spitznamen Sugar. Auch er ist Christ.

Sugar lebt seit sechs Jahren in Österreich, die längste Zeit davon in der Gemeinde Innermanzing.

Er wurde von dort aus seinem gewohnten Umfeld gerissen, obwohl er Freunde fand, in Sportvereinen aktiv war, gemeinnützige Arbeiten leistete, Deutsch lernte.

Erst wurde er nach Schwechat, Traiskirchen und zum Bürglkopf gebracht. Anschließend kam er in Innsbruck, Wien, Vordernberg, Klagenfurt und nochmals Wien in Schubhaft - seit über 4 Monaten sitzt Sugar im Gefängnis, ohne ein Delikt begangen zu haben. Nun soll er am 12.11. nach Nigeriaabgeschoben werden.

Das bedeutet für die Gemeinde den Verlust eines herzlichen, bereichernden Menschen, für seine Freund:innen das Aus aller gemeinsamen Momente.

Für Sugar steht so viel mehr auf dem Spiel. Er wird sein gewohntes Umfeld endgültig verlieren.Aber viel schlimmer ist, das durch die Folgen der drohenden Abschiebung sein Leben aufs Spiel gesetzt wird. Es ist unbegreiflich und scheint schier absurd, einen jungen Menschen in ein Land zu deportieren, zu dem er keinen Bezug hat. In ein Land, in dem seine Eltern ermordet wurdenund aus dem er als Jugendlicher geflohen ist.

Auch die anderen, von der Sammelabschiebung betroffenen Menschen, haben Freund:innen gefunden und sich in Österreich eingelebt. Sie dürfen das nicht verlieren!

Lassen wir diese Menschen nicht alleine!

Bitte sammelt mit uns Unterschriften und Stimmen um sie dem BMI und dem BFA vorzulegen und die Abschiebungen zu verhindern!!!

mehr Informationen unter:

https://freesugar.noblogs.org/