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LOK Arrival - Erhalt der einzigartigen Münchner Freizeitstätte für junge Geflüchtete

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Sehr geehrte Damen und Herren,

die LOK Arrival ist die Freizeitstätte für geflüchtete Kinder und Jugendliche auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne in München. Die Bayernkaserne wurde bekannt als große Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete und beherbergt jetzt sowohl Geflüchtete als auch Wohnungslose. Obwohl das Areal bald bebaut wird, bleiben manche der Unterbringungshäuser noch bis ca. 2020 bestehen.

Die LOK Arrival ist ein einzigartiges Modellprojekt und hat sich zu einem Ort der Begegnung und zu einer Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus den Unterbringungseinrichtungen, aus dem Stadtteil und im Rahmen von Schulkooperationen sogar münchenweit entwickelt.

Zum aktuellen Zeitpunkt endet die Finanzierung zum Jahresende 2017.

Darum bitten wir Sie um Unterstützung. Setzen Sie mit Ihrer Stimme ein Zeichen für gelingende gesellschaftliche Teilhabe und ein positives Miteinander in unserer Stadt. Die LOK Arrival muss so lange weitergeführt werden, wie die Bayernkaserne als Unterkunft genutzt wird.

Im Laufe meines Praktikums im Rahmen des Studiums der Sozialen Arbeit konnte ich Einblicke in die Arbeit der Einrichtung gewinnen. Seit über 2 Jahren ist das Team auf dem Gelände der Bayernkaserne vor Ort. Tag für Tag erlebt man die Veränderungen und Entwicklungen, die die Menschen, die hier wohnen, machen. Die Kinder und Jugendlichen, die in die Einrichtung kommen, haben für ihre jungen Jahre schon viel erlebt, haben eine lange Reise hinter sich und viele Verluste erlitten. Das Haus der LOK Arrival bietet einen beständigen Schutzraum für alle, die ihn sich wünschen.

Die enge Bindung zu den Familien und jungen Erwachsenen ermöglicht den pädagogischen Kräften eine sehr intensive Vertrauensarbeit. Und die Sicherheit, die die Einrichtung für viele bedeutet, lässt einen Großteil der BewohnerInnen wieder Kraft schöpfen, um sich in den fremden deutschen Strukturen einzuleben.

Das Ziel ist es, die BesucherInnen auf das Leben vorzubereiten, aber auch einen Raum zum Kindsein zu bieten, der vielen bisher verwehrt wurde. Dafür braucht die LOK Arrival dringend die Zusage seitens der Stadt München, dass diese wichtige Arbeit auch über 2017 hinaus fortgeführt werden kann.

Helfen Sie mit und unterschreiben Sie diese Petition!

Bilden Sie sich Ihre eigene Meinung und besuchen Sie die LOK Arrival in der Bayernkaserne oder auf ihrer Webseite (http://lokarrival.kjr-blog.de/

 

Hier noch ein Auszug aus der Selbstbeschreibung der Einrichtung:

Freizeitstätte für geflüchtete Kinder und Jugendliche auf dem Gelände der Bayernkaserne:

Das Projekt „LOK Arrival“ bietet jungen Geflüchteten zwischen 0 (mit Eltern)  und  27 Jahren ein vielfältiges Angebot zur Freizeitgestaltung  in der Halle 23. Im  offenen Treff haben die Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit Fußball, Tischtennis, Kicker, Billard oder Brettspiele zu spielen.

Der Offenen Betrieb ist das Herzstück des Hauses, hier finden regelmäßige Workshops und Gruppenangebote, wie z. B. Gitarrenunterricht, Breakdance, Bastelangebot für Mädchen, spielerisches Deutschlernen, Tae Bo-Fitness, Trommelkurs oder Internetangebot statt. Vielfältige Ausflüge, Feste und kulturelle Angebote können wahrgenommen werden.

Zur Bildungsarbeit gehören auch das Schaffen von Begegnungen mit deutschen Jugendlichen, die Vermittlung von alltagspraktischen Kompetenzen, wie z. B. U-Bahn fahren, und die Förderung des Spracherwerbs. Dadurch soll die gesellschaftliche Teilnahme erleichtert und die jungen Menschen aus aller Welt willkommen geheißen werden. 

Situation:
Auf dem Gelände der Bayernkaserne leben zur Zeit ca. 800 Menschen - und die Nutzung soll noch ausgeweitet werden. Im Durchschnitt hat die LOK Arrival 80 BesucherInnen am Tag.

Die Bewohnerinnen und Bewohner befinden sich im laufenden Asylverfahren. Die LOK Arrival bietet einen zentralen Treffpunkt und sicheren Raum auf dem Gelände der auch als Rückzugsort genutzt wird, außerdem leisten die Mitarbeiterinnen niedrigschwellige Unterstützung für Fragen zu Sprachkursen, Wohnungssuche, Jobsuche und Fragen des täglichen Lebens.

Gründe für eine Weiterfinanzierung der LOK Arrival:
Voraussichtliche Nutzung der Bayernkaserne bis 2020

Die Öffnung an Wochentagen bis 21 Uhr für die offene Zielgruppe bietet die Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche (auch aus der Nachbarschaft) ihre Freizeit aktiv und sinnvoll gestalten und partizipativ passende Angebote finden.

Nicht nur der offene Betrieb ist Teil des Angebotes, es werden auch zahlreiche Feste gefeiert, zu denen neben den BewohnerInnen auch die NachbarInnen herzlich willkommen sind.

Durch die starke Vernetzung auf dem Gelände und im Sozialraum entstanden über 500 Kooperationen mit anderen Einrichtungen, Trägern und Schulen, in denen man sich gegenseitig unterstützt und die die Möglichkeit bieten Berührungs- und Schwellenängste zwischen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen bzgl. Angeboten im Sozialraum abzubauen.

Auch geschlechtsspezifische Arbeit spielt eine große Rolle. Die Rollenreflexion zu Geschlechterrollen in Deutschland ist eine Herausforderung für viele junge Erwachsene. Der besondere Schutzbedarf der Mädchen, die die LOK Arrival besuchen, wird berücksichtigt und sie haben hier feste Vertrauenspersonen (wöchentlicher Mädchentag mit bis zu 60 Mädchen).

Allgemein gibt es im Betrieb der Freizeitstätte durch die intensive Beziehungsarbeit sehr wenig Konflikte. Aufgrund dieser Basis mit den Bewohnerinnen und Bewohnern wird das Team wird vom Wachdienst häufig zur Klärung von Konflikten auf dem Gelände hinzugezogen. Durch das Vertrauen in die PädagogInnen der LOK Arrival und ihre Vermittlung können Ferienfahrten, Übernachtungsaktionen und Ausflüge realisiert werden, die sonst oft von den Eltern untersagt werden.

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben den Text zu lesen und für Ihre Unterstützung!

In der Hoffnung, dass wir es gemeinsam schaffen, verbleibe ich mit freundlichen Grüßen,

Leonardo Cocco

 

Diese Petition wird versendet an:
  • buero.ob@muenchen.de
  • mueller.pasing@t-online.de
  • csu-fraktion@muenchen.de
  • marian@offman.org
  • spd-rathaus@muenchen.de
  • dorothee.schiwy@muenchen.de

Leonardo Cocco startete diese Petition mit einer einzelnen Unterschrift und hat nun 1.016 Unterstützer/innen. Starten Sie heute eine Petition, um sich für Ihr Anliegen einzusetzen.




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