Stoppen Sie „Original Play“ in unseren KITAs - kein Kind will mit Fremden kuscheln!

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Luitgard Nuß
Luitgard Nuß hat diese Petition unterschrieben.

Trigger-Warnung: Diese Petition thematisiert das Thema „Kindesmissbrauch“, was für Leser*innen verstörend sein kann. 

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„Mama ich will nicht mehr in den Kindergarten. Ich will nicht mit fremden Männern spielen. Ich habe Angst. Der Po tut weh.“

Da wird gekuschelt, gespielt, sich umarmt und „Aggression und Gewalt durch Mitgefühl und Liebe ersetzt“: So ist das Konzept und Geschäftsmodell des „Original Play“. Klingt erst mal ganz sinnvoll. Dahinter verstecken sich sexuelle Gewalt gegen Kinder, schwere Missbrauchsfälle und Vergewaltigungen. Das muss aufhören!

Mein Name ist Michaela und im Jahr 2007 outete sich mein 29-Jähriger Bruder als Opfer von sexueller Gewalt in der Kindheit. Vom 9. bis 11. Lebensjahr wurde er durch den Leiter seiner Pfadfindergruppe sexuell missbraucht. Genau 41 Tage nachdem er sein Schweigen gebrochen hatte – am 11.08.2007 – nahm er sich daraufhin das Leben.

Diese Erinnerungen brennen sich ein. Mittlerweile bin ich selbst Mutter und will auf keinen Fall zulassen, dass meinen Kindern oder anderen KITA Kindern ähnliche Schicksale widerfahren. 

Das Konzept „Original Play“, das auch in Deutschland in vielen KITAs angeboten wird, öffnet unter dem Deckmantel der Erlebnispädagogik Fremdtätern die Tür zu verschiedensten Ausprägungen von sexueller Gewalt. Ich fordere darum Familienministerin Franziska Giffey dazu auf, sich für ein sofortiges Verbot der Aktivitäten von „Original Play“ in ganz Deutschland einzusetzen! 

Es darf und kann nicht sein, dass das „Kuscheln und Raufen“ mit fremden Menschen in irgendeiner unserer Einrichtungen und Organisationen ausgeübt wird! Wer bei den „Original Play“ Spielen die sogenannten Lehrlinge und Mentoren sind, bleibt völlig unkontrolliert und wird nicht dokumentiert. So ist noch nicht einmal die Vorlage eines Führungszeugnisses verpflichtend. 

Das Geschäftsmodell „Original Play“ steht damit im völligen Gegensatz zu der Initiative des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauch „Kein Raum für Missbrauch“. Im Rahmen dieser Initiative fordern auch wir verpflichtende Schutzkonzepte gegen sexuelle Gewalt innerhalb aller Einrichtungen und Organisationen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.

Seit 2017 kämpfe ich zusammen mit meiner Schwester ehrenamtlich an der Seite von Markus Diegmann, welcher sich als selbst Betroffener auf seiner „Tour41“ durch ganz Deutschland für die Abschaffung der Verjährungsfrist, gegen Stigmatisierung und für die Enttabuisierung einsetzt und zum Thema aufklärt! Auch in unserem Fall und weiteren mir bekannten Fällen sind die Taten verjährt. Mittlerweile haben wir Kontakt zu einer Vielzahl von betroffenen Erwachsenen, die in der Kindheit sexuelle Gewalt und Missbrauch erleben mussten. Zahlreiche Projekte (#JaIchBin-Kampagne, Selbsthilfearbeit, Präventionsarbeit, Aktionsbündnis…) haben wir seither auf den Weg gebracht und wir hören nicht auf:

Kindesmissbrauch ist die sicherste Straftat in Deutschland! Ca. 29 von 30 Tätern bleiben straffrei - das können wir nicht länger einfach hinnehmen. 

Bitte teilt und unterschreibt diese Petition damit unsere KITAs nicht zum SchMutzraum werden, sondern Schutzraum bleiben. Helft mir das Original Play zu verbieten!

Kein #OriginalPlay in unseren KITAs! ✍️

Video: Kindesmissbrauch in deutschen Kitas

Vielen Dank,
Michaela