A-/B-Wochen statt Maskenpflicht für die Oberstufe in RLP

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Sehr geehrte Damen und Herren,

Ab Montag, dem 02.11.2020 soll die Maskenpflicht im Unterricht in Rheinland-Pfalz eingeführt werden. Wir, ein Großteil der Jahrgangsstufe 12 des Europa-Gymnasiums in Wörth am Rhein, haben beschlossen, uns dagegen einzusetzen. Als Alternativlösung bieten wir die Einführung des von Rheinland-Pfalz geplanten „Szenario 2“ für die Oberstufe (Klassen 11-13). Szenario 2 wurde vom Land Rheinland-Pfalz als Unterrichtsmöglichkeit während hoher Coronazahlen geplant, wird nun aber nicht eingeführt. Szenario 2 beinhaltet den wöchentlichen Wechsel zwischen A und B Gruppen innerhalb einer Jahrgangsstufe, wobei die jeweilige Gruppe nur 4 Tage pro Woche unterrichtet wird. Die Maskenpflicht auf den Gängen und in der Pause bleibt erhalten. In der Zeit, in der die Schüler keinen Präsenzunterricht haben, befinden sie sich im sogenannten „Home schooling“. 

Mit diesem Alternativplan wird sichergestellt, dass sich nicht zu viele Schüler gleichzeitig in einem Klassenraum bzw. an der Schule befinden, Präsenzunterricht aber dennoch stattfinden kann.

Das Bildungsministerium für Rheinland-Pfalz hat entschieden, dass Schüler sowohl während dem Unterricht als auch während Klausuren eine Maske tragen müssen. Die Maskenpflicht im Unterricht ist aus vielerlei Gründen kontraproduktiv. So sind die Schüler gezwungen, teilweise bis zu 8 Zeitstunden am Stück Masken zu tragen, und das, während sie für ihr Abitur lernen oder Kursarbeiten schreiben. Das längerfristige Tragen der Maske führt erwiesenermaßen zu Konzentrationsschwäche, Schwindel, Kopfschmerzen, (Siehe auch: https://www.openpetition.de/petition/argumente/abschaffung-der-maskenpflicht-im-unterricht-fuer-kinder-ab-der-5-klasse ), und somit zu Leistungsabfall. Außerdem müssen Brillenträger sich ständig mit beschlagenen Gläsern herumschlagen. Und so sollen die SchülerInnen ihr Abitur machen? Uns leistungsschwach in die Schule zu zwingen, statt auf Szenario 2 auszuweichen, in dem wir zwar weniger oft präsent, aber mit unserer vollen Konzentration arbeiten, ist die falsche Entscheidung. 
Wenn das Infektionsrisiko in der Schule so hoch ist, dass wir schon Masken während dem Unterricht tragen und die Fenster dauerhaft geöffnet sein müssen, dann stellt sich die Frage, warum dann unbedingt alle gleichzeitig in die Schule gehen müssen?

Zudem ist das Tragen einer Maske während des Lehrens für die LehrerInnen sehr unangenehm und schädlich. Man kann nicht erwarten, dass Personen einen Mundschutz tragen, während sie 45 Minuten lang reden und versuchen, Schüler (welche aufgrund der Maske konzentrationsschwach sind) auf das Abitur vorzubereiten. Solche Umstände sind unzumutbar.

Außerdem hat sich in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Online Unterricht, insbesondere der Wechsel mit Präsenzunterricht, in der Oberstufe funktioniert. Außerdem können Oberstufenschüler auch alleine Zuhause bleiben und brauchen kein betreutes Lernen mit den Eltern. Zusätzlich würde das Ausbreitungsrisiko in der Schule aufgrund von mehr Abstand und der Präsenz von nur der Hälfte der Schüler sinken.

 

Deshalb bitten wir das Bildungsministerum und das Gesundheitsministerium in Rheinland-Pfalz um die Einführung von „Szenario 2“ ohne das Maske Tragen im Unterricht in den Oberstufenklassen.