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Im Abitur 2013 in NRW gibt es immer mehr Aufruhr über die Mathe Prüfungen, da diese zu kompliziert formuliert und schwer verständlich waren.

Wir verlangen verbesserte und sinnvollere Arbeitsaufgaben, sowie eine fachkompetente Kontrolle dieser und allen zukünftigen Klausuren vor der Aushändigung an die Fachleiter der Schulen in NRW und eine Lösung bzw. eine Stellungnahme zu diesen Klausuren.

Letter to
Ministerin Löhrmann Bildungsministerium NRW
Die allgemeine Hochschulreife bescheinigt eine uneingeschränkte Studienbefähigung, damit ist sie die Grundlage für ein Studium und allgemein betrachtet für die gesamte Zukunft eines Schülers. Durch die hohe Wertung der Abiturklausuren muss sich ein Schüler darauf verlassen können faire Klausuren gestellt zu bekommen, schließlich können Abweichungen dem Schüler bereits Zukunftswege verbauen beispielsweise durch den bei immer mehr Studiengängen gegebenen Numerus clausus.

Die diesjährigen Klausuren im Fach Mathe lösten bei vielen Schülern Kopfzerbrechen aus, einige kämpften gar mit den Tränen, die Gründe dafür sind schnell auszumachen: Die Aufgabenstellungen waren teilweise verwirrend und zudem vom Schwierigkeitsgrad deutlich über dem Niveau der letzten Jahre. Doch woran soll sich ein Schüler orientieren, wenn nicht an den Aufgaben und dem Niveau der Vorjahre? Was hilft einem Schüler das gelernte Wissen, wenn er dieses nicht anwenden kann, da er durch eine verwirrende Aufgabenstellung gar nicht erst versteht, was von ihm verlangt wird? Wir sehen hier den Zweck des Zentralabiturs, einen einheitlichen Bildungsstand zu schaffen nicht mehr erfüllt!

Die Problematik wurde von etlichen Schülern sowie auch Lehrern festgestellt, was davon zeugt, dass es sich nicht um Einzelfälle oder ausschließlich um Ansichten von direkt Betroffenen handelt. Zum gleichen Urteil kam auch der Landesvorsitzende des Philologenverbandes, Peter Silbernagel, er beklagte zudem, dass einige Lehrer bereits bei der Auswahl der Aufgaben Probleme hatten, eine für die Schüler möglichst unkompliziert zu lösende Aufgabenkonstellation zu finden.

Gerade der Doppeljahrgang und insbesondere G8 wurde die letzten Jahre als Versuchskaninchen missbraucht angefangen bei einer APO-GOST (Verordnung über den Bildungsgang und die Abiturprüfung in der gymnasialen Oberstufe), die die Lehrer den Schülern nicht vermitteln konnten, da sie häufig bereits von den Lehrern nicht verstanden wurde, bis hin zu Stundenplänen, die Schülern kaum noch Freiraum für Freizeit und soziale Kontakte ließen. Da sollte man doch meinen zumindest die Abiturprüfungen könnten reibungslos gestaltet werden!

In einer ersten Stellungnahme hieß es von Ihnen, solch Diskussionen um die Mathematikklausur gäbe es jedes Jahr, doch es ist in keinem anderen Bundesland der Fall! Dementsprechend ist zu überdenken, welche Gründe dies haben könnte. Auch hieß es von Ihrer Seite: „Die Klausuren sind korrekt, und nur darum geht es.“! Dies ist so nicht hinzunehmen, denn die Lösbarkeit der Aufgaben steht nicht zur Debatte, sondern vielmehr die geschilderten Umstände.

Daher fordern wir von Ihnen eine ausführliche schriftliche Stellungnahme zu den Klausuren, die auf die kritisierten Punkte eingeht! Um ein faires Abitur zu gewährleisten, sollten die Aufgaben zudem von einer unabhängigen Kommission geprüft werden. Sollte diese zum Entschluss kommen, die Klausur habe einen verhältnismäßig hohen Schwierigkeitsgrad oder sie sei zu komplex formuliert, ist über eine freiwillige Nachschrift oder eine Lockerung in der Punktevergabe nachzudenken!