einheitlich, verschobene Abiturtermine Sachsen-Anhalt

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Mit dieser Petition wenden wir uns an das Kultusministerium im Land Sachsen-Anhalt und  unseren Minister Herr Marco Tullner (CDU):


Das Kultusministerium in Sachsen-Anhalt hat am Montag, dem 30.03.2020, neue Termine für die Abiturprüfungen 2020 veröffentlicht. In Folge stehen nun jeder Schülerin und jedem Schüler zwei mögliche Termine zur Verfügung.


Diese Wahlmöglichkeit verbessert die Situation der Schülerinnen und Schüler aus Sachsen-Anhalt nicht.


Einer dieser wurde nur um eine Woche verschoben und bietet damit nicht die Möglichkeit, fehlenden Stoff nachzuholen. Der andere liegt Anfang Juni. Hier muss dann allerdings vermutlich gleichzeitig für die mündlichen Prüfungen gelernt werden und/oder die Prüfungen müssen bei hohen Temperaturen geschrieben werden. - Eine zusätzliche Belastung für die Prüflinge.


Auch gesundheitliche Aspekte des Infektionsschutzes wurden aus unserer Sicht nicht ausreichend beachtet. 


In der Vergangenheit musste zudem oft festgestellt werden, dass die „Nachschreibeprüfung“ im Vergleich zu den regulären i.d.R als schwerer empfunden werden. Dadurch werden die Schülerinnen und Schüler indirekt (psychisch) gezwungen, den ersten Termin zu nehmen. Die Wahlmöglichkeit geht also mit weiterem zusätzlichen Stress für die Schülerinnen und Schüler einher.


Auch ist es durch die Wahlmöglichkeit noch schwerer möglich, die Abiturprüfungen innerhalb Sachsen-Anhalts geschweige denn bundesweit zu vergleichen.


Die Schülerinnen und Schüler im Land sind seit dem 16.03.2020 zu Hause und werden voraussichtlich auch bis zum 20.04.2020 zu Hause bleiben. Es gibt hauptsächlich Aufgaben per E-Mail. Dies ist nicht vergleichbar mit dem Unterricht, den die Schülerinnen und Schüler unter normalen Umständen hätten. Die Schülerinnen und Schüler sind insgesamt fünf Wochen zu Hause und müssen sich den gesamten Stoff selbst erarbeiten.


Die Digitalisierung in Deutschland ist noch nicht an den Schulen angekommen. Digitale Lernangebote können nicht sinnvoll genutzt und verwendet werden.


Unter diesen Umständen wird die aktuelle Entscheidung des Ministeriums für Bildung als inakzeptabel bewertet.


Das Abi entscheidet über die Zukunft der Schülerinnen und Schüler!


Seitens der Bildungsminister wurde oft betont: Das Abitur müsse stattfinden, um einen fairen Vergleich zu ermöglichen. Es solle für die Schülerinnen und Schüler keine Nachteil entstehen.


Aus oben beschriebener Problematik geht dies allerdings anders hervor: Es entstehen erhebliche Nachteile für die Schüler:innen.


Wir fordern: Einen einheitlich verschoben Termin, der Lehrer:innen und Schüler:innen genug Zeit gibt, Versäumtes nachzuholen. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Bildung der Abiturdurchschnitte aus den bisher erbrachten Leistungen erfolgen.


Kontaktmöglichkeiten (auch für Presseanfragen): 


Instagram: abitur2020_lsa
Mail: (folgt)