FÜR die Durchführung der Abiturprüfungen 2020!

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Wir wollen ein gleichwertiges, wertschätzendes Abi 2020 trotz Corona!

 

Als wir heute morgen aufwachten, ging es durch die Medien wie ein Lauffeuer: Die Abiturprüfungen in Schleswig-Holstein sollen dieses Jahr aufgrund des Coronavirus ausfallen.
Alternative wäre ein sogenanntes Durchschnittsabitur, welches ohne Prüfungergebnisse einfach die Leistungen aus den letzten vier Halbjahren verrechnen würde. Weshalb sich bereits Tausende von Schülern in einer anderen Petition für diese Lösung ausgesprochen haben, ist klar: Vielen Schülern liegt die mündliche Leistung besser und eine schriftliche Prüfung birgt die Gefahr, den Notenschnitt zu verschlechtern.
Für uns ist diese Lösung allerdings aus mehreren Gründen eine Katastrophe:

1. Seit Wochen bereiten wir uns auf das Abitur vor, wir lernen und lernen für die Prüfungen und kämpfen teilweise bereits mit unserer Prüfungsangst, nur um jetzt gesagt zu bekommen: Alles umsonst.

2. Ein Durchschnittsabitur ändert die komplette Gewichtung unserer Abiturnote. Jedem einzelnen Schüler war von Beginn an bewusst, wie die Abiturnote zustande kommt, und dass die Prüfungen zu einem Drittel in diese Note einfließen. Eine plötzliche Änderung dieser Wertung nur ein paar Wochen vor dem Abitur ist aus unserer Sicht schlicht und ergreifend nicht legitim.
Die Abiturprüfungen bringen einen Ausgleich zwischen den mündlichen und schriftlichen Leistungen. Fallen diese weg, so haben mündlich stärkere Schüler gegenüber schriftlich stärkeren Schülern einen enormen Vorteil. Ein Durchschnittsabitur würde also in keinem Fall unsere tatsächliche Leistung widerspiegeln. Denn zu dieser Leistung zählt auch unsere Leistungsfähigkeit in Prüfungssituationen.

3. Ein Numerus Clausus könnte kaum erreicht werden. Jegliche Ergebnisse wären improvisiert und man könnte diese bundesweit überhaupt nicht vergleichen, zumal das Abitur in Hessen diese Woche bereits geschrieben wird. Schüler, die seit Jahren auf einen Schnitt hinarbeiten, stehen auf einmal da und verlieren ihre Möglichkeit, diesen zu erreichen - obwohl sie immer alles dafür gegeben haben. Ständige und talentierte Arbeit wird nicht gewürdigt und diesen Menschen wird der Bildungsweg zusätzlich erschwert.

4. Ein Durchschnittsabitur würde unsere Zukunftschancen vermindern. Gegenüber den Schülern in Bundesländern, die das Abitur schreiben, und gegenüber Personen, die es bereits geschrieben haben, wären wir immer nur diejenigen, die eine Notlösung als Abschluss haben und gar nicht wirklich etwas geleistet haben. Wir haben Angst um unsere Zukunft, denn Personen mit einem richtigen Abitur stünden gegenüber Universitäten und Ausbildungsbetrieben meilenweit besser dar.

5. Hinzu kommt, dass diese Maßnahme absolut unverhältnismäßig wäre! In Hessen wird diese Woche das Abitur geschrieben und andere Bundesländer erwägen ebenfalls die Möglichkeit, das Abitur pünktlich nach den Ferien zu schreiben. Die Schulen können weiterhin geschlossen bleiben, es müssen nur genug Lehrer da sein, die kleinere Gruppen in großen, gelüftet Räumen beaufsichtigen. Der Mindestabstand und weitere Maßnahmen können ohne Probleme eingehalten werden.
Bundesweit gehen Millionen von Menschen nach wie vor jeden Tag arbeiten und wir denken: Drei mal für sechs Stunden in die Schule zu gehen und unser Abitur unter entsprechenden Vorkehrungen abzulegen ist machbar!

Wir sehen die Problematik Corona-Virus, aber die Abiturprüfungen deswegen ausfallen zu lassen, ist absolut unverhältnismäßig und unfair.
Deswegen fordern wir: DAS ABITUR SOLL AUCH IN SCHLESWIG HOLSTEIN ALS PRÜFUNGEN DURCHGEFÜHRT WERDEN!

Rück- und Presseanfragen gerne an AbiTrotzCorona@gmx.net