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Petition richtet sich an Bildungsministerium, Bildungsminsterin Wanka

Schul- und Bildungsreform, Legalisierung des Homeschooling, Möglichkeiten der Organisation von privaten kleinen Lerngruppen

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Eine Schul- und Bildungsreform ist dringend notwendig. Das Homeschooling muss legalisiert werden. Kinder müssen mit entscheiden können was, wo, wann, wie und mit wem sie lernen wollen. Kindern und Eltern muss mehr Freiheit gegeben werden die Form der Bildung zu wählen, wie es im Grundgesetz verankert ist. Der Zwang, dass Kinder staatlich anerkannte Schulen unter Strafandrohung besuchen müssen, ist nicht mehr zeitgemäß.

Ich möchte hier unser derzeitiges Schulsystem und die Folgen für unsere Kinder mit unseren Bäumen vergleichen:

- Da wäre zuerst der Anbau von Spalierobst (s. Bild), diese Anbauform nennt sich übrigens "Erziehung". Die Obstbäume werden in einer Reihe angebaut und, um sie leichter ernten und pflegen zu können, werden die Äste an einem Draht festgebunden, sodass sie sich nicht frei entfalten können, sondern nur in die vorgegebene Richtung wachsen. Die Bäume sind wenig widerstandsfähig gegen Wind und müssen wegen der Gefahr der Austrocknung regelmäßig bewässert werden. Übertragen Sie dies bitte auf unsere Kinder. Eine Erziehung in eine vom Staat vorgegebene Richtung macht Kinder wenig widerstandsfähig gegen Sturm und lässt sie seelisch austrocknen. Allerdings sind sie für den Staat einfacher zu ernten.

- Auch in einem Wald kommt es zu regelrechten Überlebenskämpfen unter den Bäumen um Wind, Regen und das Sonnenlicht, das ein Baum zum Leben braucht (in dem Film "Der Ruf des Waldes" sehr anschaulich dargestellt). Auf unsere Kinder übertragen ist das Sonnenlicht die Aufmerksamkeit und Liebe die es erhält von Lehrern und Erziehern. In der heute üblichen Massenkinderhaltung in Schulhorten - mit einem Wald vergleichbar - kann sich jeder vorstellen, dass es immer Kinder gibt die nur wenig oder keine Aufmerksamkeit erhalten, da es für die Betreuer unmöglich ist jedem Kind die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken. Die Kinder werden gezwungen sich mit auffälligem Verhalten bemerkbar zu machen, was dann wieder bestraft wird. Auch dies ist ein reiner Überlebensmechanismus des Kindes. Es muss auffallen um seine Aufmerksamkeit zu erhalten, auch wenn die Aufmerksamkeit aus Bestrafung besteht. In diesem Zusammenhang möchte ich ADHS erwähnen, es bedeutet Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom - es handelt sich dabei wohl eher um ein Aufmerksamkeitsdefizit von Seiten der Erwachsenen gegenüber dem Kind. Wir suchen die Ursache immer noch in dem Kind oder allenfalls im Elternhaus aber nicht in unserem System. Dies wäre aber dringend nötig, hier etwas zu verändern.

- Bewundern aber tun wir die Bäume, die sich frei in der Natur entfalten konnten, ihre Äste in alle Richtungen der Sonne entgegen strecken können, fest verwurzelt in der Erde, Wind und Wetter trotzen. Dies können wir bei unseren Kindern nur erreichen, wenn sie nach ihren Interessen und Fähigkeiten gefördert werden, genug Aufmerksamkeit,  Lob und Bestätigung erhalten und vor allem auch Erfahrungen machen dürfen, die ihr Selbstbewusstsein stärken.  Jede Form von Zwang, Strafen oder Beschimpfungen sowie Vergleiche mit anderen durch Notengebung oder einseitige Beurteilungen sind hier eher kontraproduktiv.

Die Realität in den Schulen sieht auch großteils noch anders aus. Immer noch dominiert in den Schulen das starre Schulsystem mit festem Stundenplan, Frontalunterricht, lernen nach starrem Lehrplan, freie Entfaltung der Persönlichkeit ist ein Fremdwort. Druck, Strafarbeiten, Beschimpfungen, Angstmache, Zwangsmaßnahmen wie Stillsitzen auf einem Stuhl oder Pausenentzug sind immer noch an der Tagesordnung. Dass unsere Kinder heute immer mehr dieses System verweigern ist kein Wunder. Die Unlust an der Schule beginnt nicht selten bereits in der ersten oder zweiten Klasse. Alternativen zur staatlichen Schule sind nicht flächendeckend vorhanden, in der Regel überfüllt und nicht für jeden finanzierbar. Neugründungen scheitern oft an der jahrelangen Bürokratie und der extremen finanziellen Belastung für die Eltern, vor allem in den ersten drei Jahren ohne staatliche Förderung.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl reformpädagogischer Ansätze, die auch Erfolg haben und den Kindern den Spaß am lernen erhalten. Es dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben, was auch die neurobiologischen Erkenntnisse der letzten Jahre immer wieder aufs Neue bestätigen: Zwang ist gewiss keine geeignete Voraussetzung für Lernen. Wieso wird es trotz besserem Wissen dem Staat erlaubt, per fragwürdiger Gesetze Millionen junger Menschen über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren regelmäßig in die Schule zu zwingen? (s. a. Freilerner-Solidargemeinschaft)

Ich fordere deshalb die Bildungsministerin auf, eine grundlegende Reform unseres Bildungswesens anzugehen, das unseren heutigen Kindern gerecht wird. Hierbei sollte auch die Möglichkeit des Homeschooling legalisiert werden, da Erfahrungen gezeigt haben, dass Kinder die frei lernen können, wesentlich mehr Wissen haben als Kinder, die in einem Schulsystem unter Zwang und Druck lernen müssen. Die Neugründung von Schulen bzw. Umstrukturierung bestehender Schulen in freie demokratische Schulen muss vereinfacht und den Lehrern entsprechende Schulungsmöglichkeiten geboten werden. Eine Beurteilung nach Noten, wie auch die Übermittlung veralteter Lehrpläne bzw. Bildungsinhalte sollten der Vergangenheit angehören, es ist nicht mehr zeitgemäß. Kinder lernen am besten individuell nach ihrem eigenen Lehrplan. Sie lernen hervorragend mit viel Freude ohne Frontalunterricht bereits in den ersten sechs Lebensjahren das Laufen, Sprechen, Singen oder sogar Lesen, Schreiben und Rechnen u. v. m., jedes Kind auf seine eigene Art und Weise. Es funktioniert weil sie lernen wollen und weil es ihnen Freude macht wenn sie für jeden Fortschritt gelobt werden. Diese natürliche Lernfreude wird mit Zwang und staatlichen Vorgaben wie das Kind sich zu entwickeln hat genommen. Nach der Schulzeit, beginnen wir, wenn es uns nicht ganz verleidet wurde, wieder individuell zu lernen nach unseren Neigungen und Interessen. Warum dürfen wir das nicht während der Pflichtschulzeit?

Ich fordere die Bildungsministerin auf, Eltern und Kindern die Freiheit zu lassen, die ihnen vom Grundgesetz zusteht, die geeignete Schulform und ihren eigenen Lernweg selbst zu wählen. Alternative Schulen sollten dabei vom Staat in gleicher Höhe finanziell unterstützt werden wie staatliche Schulen. Für alle Eltern, die Schulunterricht selbst organisieren wollen, sei es in der Familie oder in Kleingruppen mit mehreren Familien, sollte ebenfalls eine angemessene finanzielle Unterstützung  zur Organisation und Finanzierung des Schulunterrichts zur Verfügung gestellt werden. Jedes Kind hat ein Recht auf Gleichbehandlung und warum sollte der Staat Gelder für Bildung nur dann gewähren, wenn Kinder auf staatlichen Schulen lernen? Das derzeitige Vorgehen öffnet Tür und Tor für Manipulation und Gehirnwäsche durch den Staat. Von einem demokratischen Land erwarte ich auch die Freiheit des Geistes jedes einzelnen Bürgers zu achten und Andersdenkende nicht in irgendeiner Form zu sanktionieren.

Ich bitte alle, die in Zukunft Freiheit für sich und ihre Kinder wollen, sowohl was Schulform und Bildung angeht, als auch Freiheit im Geiste ohne Manipulation, diese Petition zu unterstützen.

Vielen Dank

Irmgard Lehrbach

Diese Petition wurde übergeben an:
  • Bildungsministerium, Bildungsminsterin Wanka

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