Kitanovelle Rheinland-Pfalz - und wo bleibt das Wohl des Kindes?

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Die von Bildungsministerin Stefanie Hubig vorgestellte Kitanovelle für Rheinland – Pfalz verschlechtert die Rahmenbedingungen in den Kitas noch mehr.    

Wir Erzieherinnen, die jeden Tag die Kinder in ihrer Entwicklung begleiten, sind geschockt!

Die Fachkraft-Kind-Relation, die sowohl aus wissenschaftlicher Sicht als auch aus den Erfahrungen des Praxisalltags dringend verbessert werden muss, wird in der Novelle weder den Bedürfnissen der Kinder, noch den Qualitätsanforderungen gerecht.

Die besonderen Anforderungen der Ein-und Zweijährigen werden in der personellen Ausstattung überhaupt nicht mehr berücksichtigt.

Wir fordern einen Berechnungsschlüssel, der sich am Wohl des Kindes orientiert, der Vor- und Nachbereitungszeiten mit 25%, ebenso wie Urlaubs-, Krankheits- und Fortbildungszeiten mit 10% des Personals berücksichtigt.

Der erweiterte Rechtsanspruch von sieben Stunden am Stück, inklusive Mittagessen, verändert komplett die bestehenden Tagesstrukturen der Kitas. Dieses Mehr an Leistung benötigt eine adäquate, personalintensive und anspruchsvolle Ausgestaltung.

Zum Wohl des Kindes müssen die nötigen Räume bereitgestellt werden, die den Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen und den vielfältigen Anforderungen gerecht werden. Die Kinder dürfen nicht in die bestehenden Räume eingepasst, sondern die Räumlichkeiten müssen auf die Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten werden.

Deshalb fordern wir Räumlichkeiten ohne Doppelfunktion und täglichem Umräumen mit ausreichendem Lärmschutz. Zudem müssen die Kitas an die neuen Standards angepasst werden, um die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen des Landes Rheinland-Pfalz entsprechend umsetzen zu können.

Die Freistellung der Leitung in ihrer zentralen Rolle bei der Organisation, der Planung, der Teamentwicklung und der Umsetzung der pädagogischen Bildungsarbeit braucht mehr Zeitkontingente.

Wir fordern mindestens eine 25 % Freistellung pro Gruppe und eine ständige Vertretung mit 2 Stunden pro Gruppe im Gesetz zu verankern.

All diese Maßnahmen sind notwendig, um eine qualitativ hochwertige Bildungs- und Erziehungsarbeit in der Kita zu ermöglichen.

Laut verschiedener Studien und dem Monatsbericht 10/2016 des Bundeswirtschaftsministeriums für das Gute-Kita-Gesetz ist das langfristig die beste Investition in die Zukunft mit hoher Rendite!

Daher fordern wir von Bildungsministerin Hubig eine entsprechende Überarbeitung der Kitanovelle des Landes Rheinland – Pfalz.

 

 

 

 



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