Forderung der Absage der Abschlussprüfungen und die Durchführung des Durchschnittsabiturs

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Sehr geehrte Frau Prien,

sehr geehrter Herr Günther,

wir, die Landesschüler*innenvertretungen der Gymnasien und Gemeinschaftsschulen in Schleswig-Holstein, fordern die Absage der Abschlussprüfungen und damit die Durchführung des Durchschnittsabiturs. Des Weiteren wünschen wir uns hierbei die Ergänzung der Abschlussnote um eine, beispielsweise in Form einer mündlichen Prüfung abgelegten, Eigenleistung.

Dies fordern wir aus folgenden Gründen:

1.      Die Abschlussprüfungen sind nicht als fair zu bezeichnen, da keine landes- und bundesweit vergleichbaren Lernbedingungen durch digitale Möglichkeiten etc. geschaffen werden können.

2.      Die psychische Belastung in der Vorbereitungs- und Prüfungsphase ist unzumutbar, da nicht nur familiäre Umstände sowie Unsicherheit die Situation erschweren, sondern auch das Infektionsrisiko eine Rolle spielt.

3.      Die Gesundheit des Individuums sowie der Masse muss in einer Ausnahmesituation wie dieser über den Abschlussprüfungen stehen.  Insbesondere vor dem Hintergrund, dass auch Schüler*innen durch verschiedenste Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören.

Sofern das Bildungsministerium in Schleswig-Holstein an ihrer derzeitigen Version (Stand: 01.04.2020) und der damit verbundenen Durchführung der Prüfungen festhält, fordern wir, dass Hygienevorschriften strengstens durchgesetzt werden.

Falls jedoch ab dem 21.4.2020 keine schriftlichen Prüfungen stattfinden, soll spätestens dann eine Absage der Prüfungen und keine weitere Verschiebung selbiger erfolgen. Alles andere ist für uns undenkbar.

Mit freundlichen Grüßen.