Verhindern wir einen 5. Radweg zu Gunsten sozialer und integrativer Projekte

Verhindern wir einen 5. Radweg zu Gunsten sozialer und integrativer Projekte

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 200.


Das "Integrierte städtebauliche Entwicklunggskonzept" (ISEK) sieht für den Spandauer Stadtteil Staaken eine Vielzahl von Projekten mit über 100 Maßnahmen, wie z. B. Kita- und Bibliotheksbau, Schul-, und Sporthallensanierung vor. Hierfür wurden zeitliche und soziale Prioritäten gesetzt und ein erheblicher Teil aus EU-Töpfen finanziert. Allerdings stehen nicht für alle Projekte ausreichende Mittel zur Verfügung.

Diese Prioritäten werden jetzt voraussichtlich kurzfristig außer Kraft gesetzt, indem ein mittel- bis langfristige geplanter Rad- und Wanderweg in Kürze entstehen soll.

Es gibt allerdings bereits für die Spandauer und ihre Besucher mittlerweile auf einer Entfernung von rd. 1600 m vier nahezu parallel verlaufende Rad- und Wanderwege. So wird die Heerstraße gerade zu einem quer durch Berlin verlaufenden Schnellradweg ausgebaut (grün), der Weinmeisterhornweg soll fußgänger- und fahrradfreundlich umgebaut werden (blau), der Berliner Mauerweg wird von der Stadt in 2021 saniert werden (grün) und im gleich angrenzenden Brandenburg existiert ein asphaltierter Rad- und Wanderweg nach Seeburg (grün). Diese Bestandswege bilden bereits nahezu den vom Bezirk angestrebten Grünrundweg.

Es stellen sich nun 3 dringliche Fragen:

Wie kann man dem mündigen Bürger erklären, daß Prioritäten für dringende soziale Projekte verschoben werden, um sich den Luxus eines 5. Rad- und Wanderwegs zu leisten? Warum geht der 5. Radwegebau vor Kita- und Schulsanierung?

Wie kann man dem steuerzahlenden Bürger erklären, daß ein coronabedingtes notwendiges Umdenken durch ein gänzlich verändertes wirtschaftliches Umfeld spurlos an dem entscheidenden Bezirksstadtrat und seinen zugeordneten Abteilungen vorbeigeht und Projektschwerpunkte nicht neu überdacht werden?

Wie kann man dem verantwortungsbewußten Bürger erklären, daß Luxusprojekte dringend notwendigen sozialen und integrativen Projekten vorangestellt werden und diesen in letzter Konsequenz die Finanzierungsgrundlage entziehen?

Wenn Sie auch der Meinung sind, daß unsere Steuergelder nicht der Willkür von Lokalpolitikern unterworfen werden dürfen und die immense coronabedingte Neuverschuldung ein Umdenken der Mittelverwendung und nicht Mittelverschwendung mit sich bringen muß, würden wir uns über Ihre Beteiligung durch Ihre Unterschrift für diese Petition freuen. 

Wir sind mündige Bürger - zeigen wir es!