Das Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt muss bleiben!

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 5.000.


Das Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt am Oranienplatz muss bleiben!

Seit Samstag, dem 26. September 2020, steht am Oranienplatz in Berlin Kreuzberg ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt.

Unbekannte haben diesen Ort installiert, nachdem die Initiative „Wo ist unser Denkmal?“ auf das Fehlen eines solchen Gedenkortes aufmerksam gemacht hatte. So wurde aus der geplanten performativen Gedenkfeier am vergangenen Samstag überraschend eine Einweihungsfeier dieses neuen Mahnmals.

Für die anwesenden Initiativen und Einzelpersonen – von denen viele selbst Opfer rassistischer Gewalt geworden sind, auch von Seiten der Polizei, und von denen einige selbst geliebte Menschen verloren haben – war es nicht wichtig, wer das Mahnmal und die Gedenktafel installiert hatte. Für die Unterzeichnenden dieses Schreibens ist dies auch nicht entscheidend.

Entscheidend ist, dass es diesen Ort der Mahnung nun endlich gibt. Ein solches Mahnmal hat zu lange gefehlt. Und es muss bleiben.

Wir fordern den Bezirk dazu auf, diese wichtige Mahnung nicht einfach durch die Polizei entfernen zu lassen, sondern dafür Sorge zu tragen, dass dieser Ort langfristig erhalten wird.

Es ist ein Ort, der auf die Schattenseiten staatlicher Gewalt, auf die Gefahren des Wegsehens und Verschweigens und auf die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit allen Formen rassistischer Gewalt aufmerksam macht. Eine offene Gesellschaft braucht solche Orte, auch und gerade weil sie unbequeme Auseinandersetzungen einfordern und den Finger in die Wunden gesellschaftlicher Selbstverständnisse legen.

Wir fordern, dass der Bezirk die breite Unterstützung dieses Ortes der Mahnung durch zahlreiche Initiativen, zivilgesellschaftliche Gruppen und Selbstorganisationen von Betroffenen rassistischer Gewalt ernst nimmt!

Das ist unser Mahnmal. Und wir fordern, dass es bleibt.

Bisher unterzeichnet haben diesen Brief: 

about:blank
Aktionsbündnis Antirassismus
Allmende
Antirassistische Initiative
Prof. Dr. Daniel Bendix, Theologische Hochschule Friedensau
Berlin Postkolonial
Berliner VVN-BdA e.V.
VVN-BdA Friedrichshain-Kreuzberg-Mitte e.V.
Prof. Dr. Manuela Bojadzijev, Berliner Institut für empirische Migrationsforschung
Bündnis Neukölln
Daily Resistance Newspaper
Death in Custody
decolonize berlin
Die Urbane
Frauenkreise
Initiative Amed Ahmad
Initiative Burak Bektaş
Interventionistische Linke
ISD – Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland
KOP – Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt
Links*Kanax
Medibüro Berlin
Migrantifa Berlin
Oury Jalloh Initiative
Revolutionärer Jugendbund
Sabotage Collective
Seebrücke Berlin
Südblock
Theater X
Dr. Vanessa Eileen Thompson, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)
Elisabeth Voß, Berlin, Journalistin/Fachautorin
Solidarisches Wirtschaften
Jonathan Weckerle, Programmierer und Journalist, Anwohner Oranienplatz
Welcome united
Kerstin Wolter, Bezirksvorsitzende DIE LINKE Friedrichshain-Kreuzberg