Endlich Inklusion! Oder Änderung der Schulpflicht für Behinderte in eine Bildungspflicht.

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Endlich Inklusion! Oder die Änderung der Schulpflicht für Behinderte in eine Bildungspflicht, damit wir Eltern endlich ein wirklich freies Wahlrecht erhalten.

Denn es fehlt bisher der politische Wille, Bildung ausreichend zu finanzieren. Dabei wird die UN-Behindertenrechts-konvention nun bald 10 Jahre alt. Die Entwicklung einer inklusiven Schule wird bisher nicht genutzt, um unser Bildungssystem zu modernisieren. 

UN-BRK / UN-Behindertenrechtskonvention
Eine Konvention ist ein Abkommen/Vertrag zum Schutz der Menschenrechte.

Inklusion ist, wenn anders sein normal ist.

Was heute an vielen Grundschulen versucht wird, ist dagegen Integration bzw. die erste Stufe des Versuchs von Inklusion. Diese 1. Stufe ermöglicht es Kindern mit "festgestellter Schwerbehinderung von mindestens 50%" (denn für diese Kinder wurde die UN-Behindertenrechtskonvention nämlich gemacht und nicht für die Integration von NICHTBEHINDERTEN Kindern).
Es heißt ja auch nicht 
"UN-Mit_festgestellten_sonderpädagogioschen_Förderbedarf-Konvention", den Besuch an einer Regelschule unter den bisherigen Rahmenbedingungen, die ursprünglich für Nichtbehinderte entwickelt wurden.

Für die wirklich behinderten Kindern, reicht diese Form der Integration jedoch nicht aus, weil es kein "offenens Lernen" gibt, die Regelschullehrer/innen keine sonderpädagogische Ausbildung haben, es in den Inklusionsklassen keine Sonderpädagogin für die gesamte Unterrichtszeit gibt, es keine "schulischen Assistenzkräfte" in ausreichender Form gibt und der Lehrplan nicht entsprechend den inklusiven Bedingungen angepasst werden. Die Schulgesetze wurden bisher nicht ausreichend novelliert. Die bisherigen Schulgesetze wurden ursprünglich für die nichtbehinderten Kinder entwickelt.

Wenn richtige Inklusion gelebt wird, lernen Kinder im "offenen Unterricht". Hier lernen jüngere und ältere Schüler aus 3 Jahrgängen gemeinsam in wechselnden gemischten Lerngruppen. Es gibt keine Schulklassen mehr. Jeder Schüler verfolgt seinen ganz individuellen Lehrplan. Dies funktioniert mit der Wochenplanarbeit. Mit der Wochenplanarbeit bekommt jedes Kind seinen eigenen Lehrplan, dieser kann dann im eigenen Tempo abgearbeitet werden. Dadurch verringern sich Schulängste und der Leistungsdruck und die soziale Kompetenz wird dadurch verbessert.

Natürlich müssen auch die nichtbehinderten Kinder ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend begleitet werden, aber bei "richtiger" Inklusion, wäre das automatisch der Fall. So würden alle Kinder individuell unterrichtet und Lehrer würden zu Lernbegleitern werden.

Dafür benötigen die Schulen mehr finanzielle Unterstützung vom Bund und Lehrerausbildungen im sonderpädagogischen Bereich. Solange es auf Länderebene bleibt und die kalten selektiven Systeme erhalten bleiben und diese Einrichtungen durch genügend Nachschub bestehen bleiben dürfen, werden sich die Regelschulen nicht inklusiv ausreichend entwickeln können.

Nur wir Eltern können durch Aufklärung in der Gesellschaft einen Bewußtseinswandel bewirken. Denn Italien hat es doch auch geschafft und lebt "schulische Inklusion" bereits seit über 35 Jahren erfolgreich. Dort gehen die Kinder gemeinsam 5 Jahre zur Grundschule. Danach gehen alle für 3 Jahre zur Mittelschule und danach wird entschieden, wer das Abitur machen möchte. In Italien gibt es keine Förderschulen mehr.

Wir, von der Inklusionsbewegung Starnberg, beraten andere Familien in ganz Deutschland nun seit einigen Jahren und es ist immer der gleiche Ablauf. Die Mitarbeiter verschiedener Institutionen wissen nicht genau was "schuliche Inklusion" ist und kennen die Rechte der betroffenen Eltern nicht, die durch die UN-Behindertenrechtskonvention 2009 geschaffen wurden. Da müssen wir nachhelfen, es wird sonst kein anderer für unsere Kinder tun, da es keine Lobby für Behinderte gibt.

Ihr könnt selbst diese "Selbsthilfegruppen" regional gründen und sie "Inklusionsbewegung Hamburg", "Inklusionsbewegung Stuttgart", "Inklusionsbewegung Frankfurt", "Inklusionsbewegung Magdeburg", "Inklusionsbewegung Berlin" usw. nennen.

Ihr habt viel mehr Möglichkeiten, als Ihr denkt und natürlich gibt es auch bereits gute Schulen und einzelne Erfolge, aber es sind Ausnahmen. Noch!

Gebt nicht auf. In jeder Regelschulklasse in Bayern sind derzeit bis zu 5 Kinder mit festgestellten sonderpädagogischem Förderbedarf. Davon sind unter 1 % Kinder mit einer echten anerkannten Schwerbehinderung (größer GdB 50%=Grad der Behinderung).

Würden nun alle Schulen Inklusion machen, wären in jeder Klasse ca. 1-2 Kinder mit einer festgestellten Schwerbehinderung.

Wenn der Freistaat weiterhin keine erfolgreiche schulische Inklusion ermöglicht, dann werden wir unsere eigenen Schulen gründen und zeigen wie Inklusion möglich ist und welche großartigen Erfolge diese Kinder erreichen können, wenn man ihnen mehr Zeit gibt und neue Lernmöglichkeiten und vor allem mehr Verständnis und Vertrauen in ihre Fähigkeiten und sie annimmt wie sie sind.

Die inklusiven Schulbedingungen haben sich an vielen Schulen kaum verbessert. Das führt oft zu Schwierigkeiten in der Umsetzung von Integration und Inklusion, da es an den Regelschulen in Bayern auch keine einheitlichen "pädagogischen Inklusionskonzepte" gibt und keine fest angestellten Sonderpädagogen in allen Inklusionsklassen und die Regelschullehrer keine sonderpädagogische Ausbildung haben um die Vielzahl der verschiedenen Behinderungen richtig einschätzen und begleiten zu können. Die wenigen Stunden die der MSD (Mobile Sonderpädagogische Dienste) an den Schulen ist, reicht da nicht aus. Sie sind viel zu selten an den Schulen und betreuen dort mehrere Kinder gleichzeitig. 

Wir bitten die Gesellschaft daher um Unterstützung. Bitte unterzeichnen Sie unsere Petition und leiten Sie diese in den Netzwerken weiter, damit die Menschenrechte für behinderte Kinder in Zukunft auch eingehalten werden können.
Vielen Dank 
Susann Dohm

Inklusionsbewegung Starnberg, Elterninitiative
http://www.inklusionsbewegung-starnberg.de/

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-quarks--co-inklusion---behindertes-lernen-100.html

http://www.bllv-starnberg.com/single-post/2018/02/20/Presseerkl%C3%A4rung-des-BLLV-Starnberg-zum-Stand-der-Inklusion-in-Starnberg-%E2%80%9ELehrer-werden-allein-gelassen%E2%80%9C-%E2%80%9EDie-Rahmenbedingungen-stimmen-hinten-und-vorne-nicht%E2%80%9C

https://www.merkur.de/lokales/starnberg/starnberg-ort29487/eine-petition-fuer-recht-auf-inklusion-9617957.html

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/starnberg/engagement-ein-weiter-weg-zur-inklusion-1.3872647



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