Städtebauliche Vielfalt am Molkenmarkt!

Städtebauliche Vielfalt am Molkenmarkt!

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Bei 1.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!

Benedikt Goebel hat diese Petition an Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gestartet.

Petition für einen vielfältigen Molkenmarkt!

Aufruf des Bürgerforum Berlin e.V.

Der aktuell vom Senat ausgeschriebene Städtebauliche Wettbewerb für den Molkenmarkt droht zu scheitern. Denn wichtige Fragen sind seit Jahren unbeantwortet und es fehlt an essentiellen Vor­gaben: So ist die Anzahl und Größe der zu planenden Baugrundstücke weiterhin ungeklärt. Ebenso wenig ist geklärt, ob und wie viele historische Leitbauten es geben soll. Die beiden öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften WBM und DEGEWO sollen hier möglichst kosten­bewusst bauen. Diese Vorgabe erlaubt nur sehr eingeschränkt architektonische Details, urbane Vielfalt und anspruchs­volle Fassadengestaltung. So billig und schlicht sollte man am Molken­markt, im zentralen Schaufenster Berlins, nicht bauen.

Vielfalt geht anders! Es gibt in dieser vitalen Stadt Berlin viele Akteure, Baugruppen, Genossen­schaften und engagierte Bauherrinnen und Bauherren, die hier gern ihr Bestes geben wollen. Der Stadtkern wird ohne diese Vielfalt der Eigentümerschaft nicht in der gewünschten Urbanität wiederentstehen.

Daher fordern wir eine Teilung des Areals in viele kleine und mittelgroße Grundstücke, die dann in einem Konzeptverfahren an die Wohnungsbaugesellschaften und an einzelne Bau­herren – darunter Genossenschaften, Stiftungen und Baugruppen – in Erbpacht mit einem moderaten Zins vergeben werden. Von allen Akteuren am Molkenmarkt ist ein hoher Anteil an Mietwohnungen zu quer­subventionierten Preisen von weniger als 10 EUR pro Quadratmeter zu realisieren. Nur mit einer Mischung von öffentlichen, kulturellen, nicht kommerziellen und privaten Nutzungen bekommen wir eine lebendige zukünftige Stadt, die Tag und Nacht belebt und beliebt ist.


Der Senat muss hierfür den Rahmen liefern, dem dann das Konzeptverfahren folgt. Nicht der bzw. die Meistbietende für ein Grundstück bekommt dabei den Erbpachtvertrag, sondern das über­zeugendste Nutzungs- und Gestaltungskonzept.

Wir fordern mit dieser Petition alle Beteiligten auf, den städtebaulichen Prozess zu qualifi­zieren. Wir bitten alle Bewohnerinnen und Bewohner dieser Stadt, uns in diesem wichtigen Anliegen zu unterstützen, damit der Molkenmarkt keine städtebauliche Ödnis bleibt!

Berlin, 1. Okober 2021

Dr.-Ing. Christian Müller (1. Vorsitzender)

Dr. phil. Benedikt Goebel (2. Vorsitzender)

 

Erstunterzeichnerinnen und Erstunterzeichner:

Prof. Bernd Albers

Bertram Barthel

Prof. Dr. Harald Bodenschatz

Daniel Buchholz

Dr. h.c. Friedrich Dieckmann

Prof. Dr. Eberhard von Einem

Vinzenz Freiherr von Feilitzsch

Bodo Fuhrmann

Willo Göpel

Ephraim Gothe

Volker Härtig

Karin Halsch

Thomas Harmstorf

Dr. Dieter Hoffmann-Axthelm

Frank Jahnke

Niels Jonas, Hamburg

Christina Kautz

Dr. Klaus-Henning von Krosigk

Dr. Hans-Joachim Kuke

Christian Kutzner

Max Landero

Dr. Peter Lemburg

Prof. Hildebrand Machleidt

Dr. Helmut Maier

Prof. Dr. Christoph Markschies

Lutz Mauersberger

Tobias Nöfer

Giorgio Paschotta

Lea Rosh

Ülker Radziwill

Prof. Dr. Wolfgang Schäche

André Schmitz

Marie-Luise Schwarz-Schilling

Dr. Christian Schwarz-Schilling

Iris Spranger

Wolfgang Thierse

Gerwin Zohlen

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