Israel: Schicke keine Asylbewerber nach Ruanda

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Sehr geehrter Herr Premierminister Netanyahu,


Als Jüdinnen, Juden und FreundInnen Israels in der Schweiz sind wir tief besorgt über Ihre jüngste Ankündigung, Zehntausende eritreische und sudanesische Asylbewerber aus Israel abschieben zu wollen.


Es erfüllt uns mit Sorge, dass die Aufnahmequote von sudanesischen und eritreischen Asylsuchenden in Israel unter 1% bleibt, während sie in den meisten westlichen Ländern durchschnittlich 56-84% beträgt.


Berichte aus zahlreichen Quellen zeigen, dass Asylsuchende, die bisher unter Druck „freiwillig“ aus Israel ausgereist sind, weder in ihren Herkunftsländern Eritrea oder Sudan, noch in Drittstaaten wie Uganda oder Rwanda, Sicherheit oder Schutz gefunden haben. Dies beunruhigt uns zutiefst, denn wir wissen, dass viele von Ihnen nicht mehr am Leben sind.


Wir sind besorgt, dass die Umsetzung dieser Pläne das Leben von tausenden von Menschen gefährden und überdies dem Ruf des jüdischen Staates und dem des jüdischen Volkes irreparablen Schaden zufügen wird.


Zahlreiche Juden und Jüdinnen waren selbst Flüchtlinge und einmal fremd in einem fremden Land. Wir glauben deshalb, dass wir eine besondere Verpflichtung Flüchtlingen gegenüber haben, unabhängig von ihrer Religion oder Ethnie. Wir sind der Meinung, dass Israel, als Unterzeichnerin des Internationalen Übereinkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (1951), und insbesondere als jüdischer Staat, der von jüdischen Flüchtlingen gegründet wurde, ein Vorbild für die humane Behandlung von Flüchtlingen sein sollte.


Wir fordern Sie daher auf, Ihre Pläne zur Abschiebung von Zehntausenden eritreischer und sudanesischer Asylsuchender zu überdenken. Wir bitten Sie eindringlich, die in der Internationalen Flüchtlingskonvention und im jüdischen Gesetz und in den jüdischen Werten verankerten Rechte von Asylsuchenden und Flüchtlingen zu achten und den in Israel lebenden Asylsuchenden ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, bis ihre Rückkehr wirklich sicher ist.
Bitte deportieren Sie keine Menschen, die im Staat, der von jüdischen Flüchtlingen gegründet wurde, Zuflucht gesucht haben. Lassen Sie uns stattdessen gemeinsam die Herausforderungen angehen, die sich aus unseren moralischen Verpflichtungen ergeben.

„Du sollst einen Sklaven, der von seinem Herrn zu dir flieht, nicht seinem Herrn ausliefern. Er soll bei dir, in deiner Mitte, bleiben dürfen an dem Ort, den er sich erwählt, in einer deiner Ortschaften, wo es ihm gefällt. Du sollst ihn nicht bedrängen.“
5. Buch Mose, 23:16-17

Mit besten Grüssen,

Jüdinnen, Juden und FreundInnen Israels in der Schweiz

 



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