Erfolg

Beendigung des "Flugverbots" für Hänge- und Paragleiterpiloten in Österreich

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Sehr geehrter Vorstand des Österreichischen Aero Club

Laut Bundesregierung ist trotz der Ausgangsbeschränkungen als Maßnahme gegen die Verbreitung der Corona-Viren "Bewegung im Freien, alleine und mit Menschen, die im eigenen Wohnungsverband leben" als Erholung offiziell erlaubt. Die Polizei hat allerdings schon Geldstrafen bei der Betätigung von Sportarten (wie z.B. Mountainbiken, Paragleiten) verhängt. Diese Vorgehensweise kommt beim Hänge- und Paragleiten einem „Flugverbot“ gleich, was aus folgenden Gründen nicht gerechtfertigt erscheint:

1. Ansteckungsgefahr:

Es ist sinnvoll alle Sportstätten zu schließen, wo durch Körpernähe Ansteckungsgefahr besteht (z.B. bei Fußball, Tischtennis, Hallensport, etc.). Beim Flugsport im speziellen beim HG/PG kann auf den Start- und Landeflächen ein Mindestabstand von 3 Meter konsequent eingehalten werden. Es benötigt ohnehin jeder Pilot diesen Platz um sein Gerät auf- oder abzubauen. Beim Flug selbst ist eine Ansteckung eigentlich nicht möglich. Auch kann sich der Pilot von Familienmitgliedern zum Startplatz fahren lassen, bzw. selbst aufsteigen oder sein Auto nach dem Flug selbst abholen.

2. Belegung von Intensivbetten im Falle eines Unfalls:

Auch wenn Hänge- und Paragleiten als Risikosportart gilt, gab es im Jahr 2018 (laut Statistik Austria) nur 35 gemeldete Unfälle, von denen nur 3 als schwere Unfälle eingestuft wurden. Für ein Land wie Österreich ist dies sehr wenig, verglichen mit Motorsport, Bergwandern, Arbeits-, Verkehrs- und Freizeitunfällen. Erwartet man eine ähnliche Anzahl von Unfällen für 2020 würde auf die nächsten Monate eine geringe Zahl von Unfällen entfallen. Somit werden die für Corona-Behandlungen eingerichteten Krankenhäusern durch den HG/PG Sport nicht /kaum belastet.

3. Solidarität:

Die Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen verlangen den Menschen sehr viel ab, besonders psychisch. Gerade jetzt sollten die Menschen viel Zeit an der frischen Luft und in der Sonne verbringen, um ihr Immunsystem zu stärken. Warum Sportarten verbieten, wenn sie den Menschen Freude bereiten und eine willkommene Abwechslung in schweren Zeiten darstellen? Solidarität kann und soll jede Person privat zeigen, indem sie Menschenansammlungen meidet, mehr als einen Meter Abstand von Mitmenschen außerhalb des Haushalts hält und so wenig wie möglich öffentliche Gebäude/Einrichtungen aufsucht. Aber die Natur aufsuchen, auf den Berg gehen und dort umweltfreundlichen Flugsport betreiben sollte nicht aus Solidaritätsgründen verboten sein. Wir gönnen auch jedem Radfahrer und jeder Radfahrerin seinen/ihren gesunden Sport und sind froh, dass dieser nach wie vor ohne Sanktionen ausgeübt werden kann.

Somit ersuchen wir unsere Interessensvertretung dafür einzutreten, dass die Situation unter den vorgenannten Aspekten überdacht wird und im Zuge der vorgesehenen generellen Lockerung von Corona-Maßnahmen auch unser Sport zeitnah berücksichtigt wird. Alle Sportarten sind wichtig für die geistige und körperliche Gesundheit der Menschen (auch oder gerade in Krisen).

In diesem Zusammenhang bitten wie Sie in den laufenden Abstimmungsgesprächen zu erreichen, dass unsere HG/PG Start- und Landeplätze in Österreich als Sportstätten ohne Ansteckungsgefahr anerkannt und wieder geöffnet werden und dass keine weiteren Geldstrafen für Piloten seitens der Polizei verhängt werden.

 

Hochachtungsvoll,

Mitglieder der österreichische Vol-libre Flugsportgemeinschaft



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