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ERINNERN GRAZ >> für die Grazer NS-Gedenktafeln und eine neue Gedenkkultur

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Mit den Stimmen von FPÖ & ÖVP wurde im Grazer Stadtsenat die Entfernung der Grazer NS-Gedenktafeln des Künstlers Jochen Gerz beschlossen. Am 29. Juli 2014 wurden die Tafeln von FP-Eustacchios Straßenamt entfernt. In der so genannten 'Stadt der Volkserhebung' ist dieses Verdrängen des Gedenkens und Erinnerns aus dem öffentlichen Raum das völlig falsche Zeichen!

 

Projekte wie die Installation ‘63 Jahre danach’ des Künstlers Jochen Gerz erinnern im öffentlichen Raum an unser aller Geschichte. Die Diskussion über ihre Montage ist damit nicht nur eine über ein anerkanntes Kunstwerk, sondern eine über den Stellenwert von Gedenk- und Erinnerungskultur im öffentlichen Raum in unserer ‘Stadt der Menschenrechte’. ERINNERN sollte in Graz einen höheren Stellenwert haben – die Entfernung der Gedenktafeln ist deshalb für uns das falsche Zeichen! Ganz im Gegenteil: Graz brauchteine lebendige Gedenkkultur und lebendiges Erinnern, das Teil des öffentlichen Lebens ist!

Wir fordern deshalb:

>> Die Wiederaufstellung und Fixierung der Grazer Gedenktafeln!
Kunstwerke wie dieses dürfen nicht temporär gestaltet sein, sondern müssen zum dauerhaften Bestandteil des Grazer Stadtbildes werden.

>> Aktive Erinnerungsarbeit in den Grazer Schulen!
Erinnern heißt Bewusstsein schaffen – genau das sollte auch in den Grazer Schulen geschehen. Mit regelmäßigen Angeboten für Grazer Schulstufen – Workshops, Zeitzeugengesprächen, Gedenktafel- und Stolpersteinspaziergängen – könnte dieses dringend notwendige Bewusstsein auch an die verschiedensten Gruppen von Jugendlichen herangetragen werden.

>> Gedenktage im öffentlichen Raum!
Aktives Gedenken setzt die Einbindung verschiedenster Menschengruppen voraus. In anderen deutschen und österreichischen Städten ist es längst üblich, besonderen Gedenktagen, wie z.B. dem ‘Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus’ oder dem ‘Internationalen Tag gegen Rassismus’ im öffentlichen Raum und unter Einbindung von lokalen PolitikerInnen und Vereinen zu gedenken und die öffentliche Reflektion zu fördern. Auch in Graz sollte das Usus werden! Die Initiative des SMZ Liebenau zum Gedenken an das dortige KZ-Außenlager ist dazu ein wichtiger Beitrag, aber noch lange nicht genug!



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