Rauchfreie Spielplätze jetzt!

Rauchen ist extrem gesundheitsschädlich und bleibt nicht ohne Folgen. Mehr als 110.000 Menschen sterben in Deutschland jedes Jahr an Erkrankungen, die auf den Konsum von Tabakprodukten zurückzuführen sind. Zudem sind mit rund 3.300 Todesfällen pro Jahr auch viele Passivraucher vom Tabakrauch betroffen.

Raucher sind meist anfälliger für Infekte und leiden häufiger an Herz- und Kreislaufproblemen. Unangenehme Folgen des Rauchens sind etwa ein verminderter Geruchs- und Geschmackssinn, vermehrte Faltenbildung oder eine vorzeitige Hautalterung.

Zu weiteren möglichen Folgen des Rauchens zählen beispielsweise:

Arteriosklerose (Arterienverkalkung)
Durchblutungsstörungen
Blutgerinnsel (Thrombosen)
Herzinfarkte
Schlaganfälle
"Raucherbeine"
Potenzstörungen

Die Giftstoffe im Zigarettenrauch greifen die Lunge an. Eine chronische Bronchitis entwickelt sich fast immer als Folge jahrelangen Rauchens. Ebenso kann ein Lungenemphysem entstehen, bei dem die Lunge nicht mehr genug Sauerstoff erhält.

Auch Krebserkrankungen zählen zu den möglichen Folgen des Rauchens. Rauchen ist ein Hauptrisikofaktor für Krebs. Lungenkrebs ist mit rund 43.000 jährlichen Todesfällen in Deutschland die vierthäufigste Todesursache. 2008 erkrankten fast 34.000 Männer und über 15.000 Frauen daran. Die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken, nimmt mit der täglich gerauchten Zigarettenmenge, der Inhalationstiefe, dem Teergehalt der Zigarettensorte und den Raucherjahren zu. Neben Lungenkrebs führt Tabakkonsum auch zu bösartigen Tumoren der sogenannten Rauchstraße (Mundhöhle, Kehlkopf, Luftröhre und Speiseröhre bis zum Magen). Darüber hinaus steht Rauchen auch häufig in Zusammenhang mit Krebsarten wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, Harnblasenkrebs, Nierenkrebs sowie Leukämie.

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, ist bei Rauchern etwa doppelt so hoch wie bei Nichtrauchern. Bei starken Rauchern kann es sogar viermal so hoch sein.

Bei Frauen erhöht Rauchen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs. Bei werdenden Müttern, die rauchen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Fehl- oder Frühgeburt erleiden.
Und nun zu meinen Erfahrungen mit Aktivrauchen und Passivrauchen. Eine gute Kollegin und eine sehr gute Freundin von mir sind wirklich qualvoll an Lungenkrebs gestorben, weil sie stark geraucht haben. Durch Passivrauchen auf der Wöchnerinnenstation wurden mein neugeborener Sohn und ich schwerkrank. Wir sind gleich danach auf der Intensivstation einer Kinderklinik gelandet. Die BesucherInnen meiner Mitpatientin seinerzeit waren ausgesprochen unverschämt und haben lachend geraucht und mich eine Spaßbremse genannt sowie noch meine Schwiegermutter beschimpft und das Personal eingeschüchtert. Ich hätte ihnen am liebsten meine Infusionsständer über den Schädel gehauen. Es gab wirklich unschöne laute Meinungsverschiedenheiten, ich war durch einen Notkaiserschnitt und einer Kolibakterieninfektion sehr krank und geschwächt, trotzdem wollten zwei bullige rauchende Männer meiner Schwiegermutter und mir gegenüber noch handgreiflich werden, was zeigt, dass Rauchen süchtig und aggressiv macht. Und noch etwas zum Rauchen am Arbeitsplatz, wir hatten seinerzeit Personalabbau und zwar sehr massiv und wer sich erfolgreich gegen betriebsbedingte Zwangsversetzungen und Kündigungen gewehrt hatte, kam in eine Service-Hotline. Für hochqualifizierte und langjährige Mitarbeiterinnen wie mich ein Schlag ins Gesicht. Mein Pech war, ich war mit zwei anderen Mitarbeiterinnen die einzige Nichtraucherinnen und die beiden weiblichen Vorgesetzten und der Rest der Truppe verbrachten ständig ihre Zeit beim Rauchen und Kaffeetrinken. Meine beiden nichtrauchenden Kolleginnen, davon eine Vorgesetze waren dadurch häufig und sehr lange krank. Mich hat es zum Schluss bei der Dauerqualmerei auch erwischt, ich landete mit einer massiven Lungen-und Kehlkopfentzündung in der Notambulanz. Unbemerkt blieb auch nicht, dass nur ich und die anderen beiden Kolleginnen immer in der Hotline waren, unsere Personalstelle ließ Kontrollanrufe machen und dann die Hotline schließen. Rauchen verhindert auch gutes und produktives Arbeiten. Inzwischen herrscht wohl überall Rauchverbot am Arbeitsplatz, das wurde nach meinem Aufenthalt in der Notaufnahme und meiner Beschwerde sowie meinen ärztlichen Attesten auch bei uns eingeführt. Bei Rauchern, vor allem Raucherinnen stelle ich immer wieder eine aggressive Rücksichtslosigkeit fest. So drohte mir eine 170 Kilo Frau am Arbeitsplatz mit Prügel, als ich sie bat, das Rauchen einzustellen, weil ich schon schwer erkältet war. Sie wäre mit Sicherheit auf mich losgegangen, wenn ich ihr nicht mit Anzeige gedroht hätte. Inzwischen dürfte sie an ihrer unheilbaren Lungenerkrankung, verursacht durch extremes Rauchen, wohl verstorben sein.
Und dann die unglaubliche Unverantwortlichkeit von Müttern. Meine Erfahrungen als Mutter sind, ich habe verdammt viele Mütter in Baby- und Krabbelgruppen kennengelernt, die sich gewundert haben, dass ihre Babies ständig Husten haben und krank sind, selbst aber geraucht haben wie Fabrikschlote. Nicht einmal bei den Treffen in Baby- und Krabbelgruppen haben sie dabei Pause gemacht. Sie waren so mit Rauchen und Tratschen beschäftigt, dass wir nichtrauchenden Mütter den ganzen Service machen mussten und zudem noch auf die Kinder der rauchenden Mütter aufpassen sollten. Gehör fanden wir bei den Leiterinnen dieser Gruppen auch nicht, weil diese auch völlig von Zigarettenrauch eingenebelt waren und selbst am meisten geraucht haben. Meine engen Bekannten und ich haben diese Gruppen dann gemieden wie die Pest, wir hielten das für grobe Körperverletzung, da unsere Kinder auch schon zu husten anfingen und das waren uns diese Gruppentreffen nicht wert. Manche Mütter sollten einen Eltern-Führerschein machen, denn solche Mütter sind aus meiner Sicht nicht kinderlieb und auch nicht geeignet, Kinder aufzuziehen. Vor kurzem sagte ein alter Mann vor unserem Einkaufcenter, bravo, Sie gehören zu den fleißigen und anständigen Frauen, ich kenne viele, die sind nur mit Kaffeetrinken und Rauchen beschäftigt, das Einkaufen überlassen sie ihren berufstätigen Ehemännern! Dem habe ich nichts hinzuzufügen!
Soviel zum Rauchen, denn es ist nicht nur sehr teuer sondern auch tödlich!

Anita Kanitz, Stuttgart, Germany
1 year ago
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