Die stille Mehrheit in Treptow-Köpenick - wir brauchen einander!

Die stille Mehrheit in Treptow-Köpenick - wir brauchen einander!

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Anja Gladkich hat diese Petition an Bürger*innen aus und in Treptow Köpenick gestartet.

Liebe Menschen aus Treptow-Köpenick,

wir erleben seit knapp zwei Jahren eine Ausnahmesituation, die alle in
Treptow-Köpenick fordert. Die aktuelle Faktenlage rund um die pandemische Lage ist bekannt. Die Zahlen des letzten Monats waren bedrückend (*1). Der perspektivische Höchststand an Infizierten in den Kliniken unserer Stadt ist noch nicht erreicht und doch sind kaum noch Betten frei (*2). Über 246 Menschen sind in unserem Bezirk bereits verstorben (*1). Berlinweit zählen wir inzwischen über 4000 Tote, die Jüngsten: 17 Menschen aus der Altersgruppe der 0-39-Jährigen (*1) (*4). Auch vermeintlich völlig gesunde, sportliche Menschen sterben an Covid-19 (*3).

Zu Beginn der Pandemie waren wir alle beeindruckt von einer breiten Solidarität mit den Menschen, die Alltag und Versorgung am Leben hielten. Doch diese Solidarität scheint mit jedem weiteren Tag innerhalb der Pandemie zu schwinden – es regt sich lauter Protest bis hin zu Beleidigungen und Beschimpfungen. Doch repräsentiert dieser laute Protest wirklich eine Mehrheit?

Wir wissen um die Vielzahl der Maßnahmen, die es vollumfänglich zu ergreifen gilt, um die pandemische Ausbreitung des Virus einzudämmen. Nicht jeder dieser Maßnahmen stehen wir immer unkritisch gegenüber. Diese Kritik zu äußern, ist das verfassungsmäßig verbürgte Recht aller Bürger*innen.

Aber: Wir wissen aber auch, dass eine Demonstration mit vielen Menschen ohne Maske und unter Belastung der polizeilichen Behörden nicht dazu gehört, um aktuell bei der Eindämmung dieses Virus zu helfen.

Wir kritisieren, dass sich, ungeachtet der hohen Inzidenzen, weiterhin zahlreiche Menschen treffen, um die schweigende Mehrheit im Land, die sich zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen und für eine Impfung entschieden hat, zu beschimpfen und zu verunglimpfen. Diese "Spaziergänger" sind keine Mehrheit in Treptow-Köpenick. Sie haben keine klare Position zur Pandemie. Ein bloßes „Gegen alles“, wie wir es auch schon von rechten Gruppierungen nur zu gut kennen, macht keinen Widerstand aus. 

Die - bisher - schweigende Mehrheit sind wir. 

Wir haben verstanden, dass Freiheit immer auch soziale Verantwortung meint. Wir haben verstanden, dass der Kampf gegen dieses Virus ein Kampf der breiten Wissenschaft um die neuesten Erkenntnisse ist, die ein ständiges Abwägen der Verhältnismäßigkeiten der Maßnahmen erfordert. Wir haben verstanden, dass es dabei keine einfachen Lösungen gibt. Wir sind uns unserer demokratischen sowie solidarischen Pflicht bewusst und stellen uns täglich der Herausforderung, diese Situation zu meistern.

Wir sind nicht länger die schweigende Mehrheit, der blinde Zustimmung unterstellt wird.

Wir sind Eltern, Großeltern, Kinder, Verkäufer*innen, Angestellte, Pflegekräfte im Krankenhaus, Ärzt*innen, Erzieher*innen, Lehrkräfte, Schüler*innen, Studierende,  Künstler*innen, Unternehmer*innen,  Rentner*innen; ein buntes Spektrum von Menschen aus Treptow Köpenick.

Wir zollen all jenen unseren Respekt und unsere Anerkennung, die sich über ihre Belastungsgrenze hinaus der Pandemie entgegenstellen. Dazu zählen alle Menschen des Gesundheitswesens, der Verwaltungen, der Feuerwehren, der Polizei, aber auch all jene, die in Versorgung, Handel, Produktion, Schulen, sozialem sowie kulturellem Miteinander und Dienstleistung dafür sorgen, dass Treptow Köpenick ein liebens- und lebenswerter Bezirk auch unter Pandemie-Bedingungen ist und bleibt.

Respekt und Demut haben wir vor allen Kindern und Jugendlichen, denen die Lage so viel abverlangt. Für diese gilt es besonders, alle Maßnahmen zu ergreifen, um endlich wieder in ein Leben ohne Einschränkungen zurückzukommen. Dafür tragen wir Maske, halten uns an Abstands- und Hygieneregeln, verzichten auf größere Menschenmengen, testen uns regelmäßig, lassen uns impfen.

Wir wissen, dass wir diese Pandemie nur gemeinsam bewältigen können. Unser aller Solidarität als Gemeinschaft ist gefragt, um miteinander durch diese Zeit zu kommen. Wir stehen still zusammen in Treptow-Köpenick, mit Namen und Geschichten.

Wenn Sie ein Teil der stillen Mehrheit sind, laden wir Sie ein, diese Petition zu unterzeichnen.

Lassen Sie uns diese Situation miteinander als Gemeinschaft bewältigen - gesund, friedlich, solidarisch.

 

Die Initiator*innen & Erstzeichner*innen #stillemehrheit

Anja Gladkich, Köpenick Dammvorstadt

 

Quellen:

*1) Aktuelle Fallzahlen und Verstorbene in Berlin, Aufsplittung nach Altersgruppe, Fallzahlen und Todesfälle nach Bezirk: https://www.berlin.de/corona/lagebericht/

*2) Tagesaktuelle Anzahl freier ITS-Betten nach Bundesland und Landkreis: https://experience.arcgis.com/experience/3a132983ad3c4ab8a28704e9addefaba

*3) Auch „vermeintlich“ gesunde Menschen sterben in Treptow-Köpenick: https://www.berliner-zeitung.de/coronavirus/51-jaehriger-aus-koepenick-starb-an-den-schweren-folgen-seiner-corona-erkrankung-li.116892?pid=true

*4) Die Altersgruppe wurde nachträglich berichtigt. In der ursprünglichen Version stand "Jugendliche zwischen 12-17", was eine Fehlinterpretation der vom Land Berlin bereitgestellten Tabelle war. 


Ein großer Dank für die Inspiration und Kooperation an die stille Mehrheit in Königs Wusterhausen und Neuruppin! Deren Petitionen finden sich hier:


https://www.change.org/p/b%C3%BCrger-innen-aus-k%C3%B6nigs-wusterhausen-und-umgebung-solidarisches-soziales-miteinander-w%C3%A4hrend-der-pandemie-in-um-k%C3%B6nigs-wusterhausen?redirect=false

https://www.change.org/p/b%C3%BCrgerinnen-und-b%C3%BCrger-im-landkreis-ostprignitz-ruppin-die-stille-mehrheit-wir-brauchen-einander

 

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