Brücken bauen für unser Greiz

Brücken bauen für unser Greiz

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Bei 2.500 Unterschriften wird die Petition mit höherer Wahrscheinlichkeit von den lokalen Medien aufgegriffen!

Stadt Greiz hat diese Petition an Bürger der Stadt Greiz gestartet.

Liebe Greizerinnen und Greizer,

die Adventszeit ist für uns in unserer Stadt immer eine besonders schöne Zeit im Jahr. Weihnachtsmärkte, Adventskonzerte, besinnliche Gottesdienste, Weihnachtsmärchen und viele andere Traditionen auch in den umliegenden Ortschaften trugen in den Jahren immer wieder dazu bei, dass wir in eine festliche freudige Stimmung kamen. Beim Treffen mit Familie, Nachbarn und Freunden oder in den Kirchen beim Gottesdienst fühlte man eine große Zusammengehörigkeit.

Nun grassiert seit zwei Jahren die Pandemie, schickt die Menschheit in immer neue Krisen und wir befinden uns wiederum in einer dem Lockdown ähnlichen Situation.

Die Sorgen in der Bevölkerung sind groß.

Es sind existenzielle Sorgen, Sorgen um das Wohlergehen unserer Kinder und Enkel, aber auch Angst um kranke Angehörige oder die Befürchtung durch Überlastung, den gegenwärtigen Anforderungen nicht mehr gerecht werden zu können. Das betrifft in erster Linie die Pflegerinnen und Pfleger in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, aber auch andere Berufsgruppen oder die Eltern, die im Homeoffice arbeiten und gleichzeitig Kinder, die sich in Quarantäne befinden, begleiten sollen und sehr viele andere Einzelschicksale.

Mit Unverständnis nimmt mancher nun die staatlichen Maßnahmen zur Kenntnis, die dem Gemeinwohl dienen sollen und die unser bisheriges gewohntes Leben für eine gewisse Zeit einschränkten und bis auf eine weitere, begrenzte Dauer einschränken werden.

Nun ist die Lage aber so, wie sie ist. Viele Menschen sind frustriert und verärgert. Einige von ihnen fühlen sich aus diesem Grund berechtigt, seit dem 1. Adventssamstag unangemeldet in unserer Heimatstadt „spazieren zu gehen“, obwohl dies pandemiebedingt verboten ist.

Ein solcher sog. Spaziergang führte am 3. Adventssamstag zu den erschreckenden Bildern, mit denen unsere Heimatstadt Greiz, die Perle des Vogtlandes, unrühmlich in die medialen Schlagzeilen geriet. Diese fragwürdige Berühmtheit ist ein negativer Aspekt, aber viel furchtbarer ist, dass sich „Spaziergänger“ gewalttätig und „Widerstand“ skandierend gegen die Menschen stellten, die für unsere Sicherheit im Land sorgen. Bewusst und offen sucht ein Teil der Kritiker der Corona-Maßnahmen den Schulterschluss mit der rechtsextremen Szene, instrumentalisiert durch „Freie Sachsen“ und andere Gruppen. Teils aggressiv gehen sie gegen Polizisten vor und versuchen Andersdenkende einzuschüchtern.

Wir verurteilen die Aktion in Greiz. Wir können es nicht zulassen, dass diese kleine, viel zu laute Gruppe noch lauter wird. Greiz ist und soll auch fortan kein Aufmarschplatz der Rechtsextremen und Coronaleugner sein.

Gesellschaft kann nur erfolgreich sein, wenn sie zusammensteht und den Dialog pflegt. Wir möchten, dass aus Greiz wieder die vernünftigen, empathischen und solidarischen wie sachlichen Stimmen zu hören sind. Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo sie die Freiheit des anderen begrenzt. Dieser Punkt ist längst erreicht. Das solidarische Miteinander ist der einzige Weg, möglichst schnell aus der Pandemie herauszukommen.

Lasst das Gemeinsame und nicht das Trennende über uns bestimmen, denn auch nach der Pandemie wollen wir hier in unserer Heimatstadt gemeinsam leben.

Lasst uns Brücken bauen und nicht einreißen!

Wir haben Frieden.
Wir haben Demokratie.
Wir haben keine Diktatur.

 

Die Erstunterzeichner (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Bürgermeister der Stadt Greiz
  • Evangelische Kirchgemeinde Greiz
  • Röm.-Katholische Pfarrei Schleiz/Greiz
  • Landrätin des Landkreises Greiz
  • Partnerschaft für Demokratie Greiz
  • Stadtratsfraktion CDU/Gemeinsam für Greiz
  • Stadtratsfraktion Die.LINKE
  • Stadtratsfraktion IWA
  • Stadtratsfraktion SPD
  • Vogtland Philharmonie Greiz-Reichenbach
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