Wir wollen weiterhin in Deutschland bleiben

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Hallo, mein Name ist Ülkar Fattahova und ich will euch von meiner Familie und unserem Problem berichten, welches uns seit Monaten verfolgt:   

Wir sind Familie Hajiyev, eine sechs-köpfige Familie aus Aserbaidschan. Wir sind aus Aserbaidschan geflüchtet, weil wir dort unrechtmäßig politisch verfolgt werden. Aserbaidschan ist ein Land, in dem freie Meinungsäußerung nicht existiert. „Regierungskritiker“ werden ohne weiteres, aus „politischen Gründen“ zu Unrecht angeklagt und nach unfairen Verfahren inhaftiert. So auch unsere Familie: Unser Asylantrag hier in Deutschland wurde gerade abgelehnt. Wenn wir nach Aserbaidschan zurückkehren müssen, erwarten uns dort Verfolgung und Inhaftierung. Das können und wollen wir unseren Kindern zu Liebe nicht zulassen. Deutschland zu verlassen würde für unsere Familie das Ende bedeuten.

Darum fordern wir die Auslandsbehörde Düsseldorf dazu auf, unseren Asylantrag noch einmal zu überdenken und uns weiterhin in Deutschland leben zu lassen. 

Seit fünf Jahren leben wir nun in Düsseldorf und haben uns gut integriert. Ich bin gelernte Krankenschwester und mein Mann ist Automechaniker, Juwelier und Schiffskapitän. Unsere ganze Familie spricht gut Deutsch. Doch trotz abgeschlossener Ausbildung und dem akuten Pflegemangel in Deutschland, darf ich hier nicht arbeiten. Auch meinem Mann ist das arbeiten untersagt. Wir haben uns so bemüht, hier ein Leben aufzubauen, und jetzt sollen wir abgeschoben werden?

Unsere größte Sorge ist jedoch: Was passiert mit unseren Kindern? 

Unsere vier Kinder sind im Alter von 3, 6, 8 und 10 Jahren. Meine kleine Tochter (3 Jahre alt), geht sehr gerne in den Kindergarten. Meine drei Söhne gehen in die Grundschule und sind im Verein angemeldet. Sie sind von den vergangenen Ereignissen schon jetzt stark traumatisiert. Täglich bekommen sie den Abschiebungsprozess mit. Jedes Mal wenn es an der Tür klopft denken die Kinder, die Polizei wäre da und fangen an zu weinen. Sie wollen Deutschland nicht verlassen. Sie sind hier aufgewachsen. Für sie ist es ihr zuhause, sie haben hier ihr Freunde und gehen hier zur Schule. Ständig fragen sie mich, ob wir nicht in Deutschland bleiben können. Das zerreißt mir das Herz. Zwei meiner Kinder werden momentan ärztlich behandelt und gehen zur Therapie. Auch meinem Mann geht es psychisch schlecht, er leidet an Depression und muss regelmäßig Tabletten nehmen. 

Die ganze Situation hat unsere Familie ohnehin schon sehr mitgenommen. Das einzige was wir uns wünschen, ist das Recht auf ein freies Leben ohne Verfolgung. 

Nun brauchen wir eure Unterstützung: Bitte helft uns, damit wir weiterhin in Deutschland bleiben dürfen. Wir können jede Unterstützung gebrauchen!

Wir bedanken uns im Voraus,
Ülkar und Familie