Helfen Sie mir meine Familie nach Deutschland zu holen!

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Mein Name ist Rahaf, ich bin im Jahre 2011 mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern vor dem Krieg in Syrien nach Saudi-Arabien geflohen.

Dort wollten und konnten wir aufgrund der Menschenrechtssituation allerdings nicht bleiben, das Geld reichte jedoch auch nicht für die gesamte Familie aus um nach Europa zu kommen. Da ich als Frau nicht hätte alleine mit beiden Kindern dortbleiben können, bin ich alleine nach Deutschland gekommen und habe meine Familie schweren Herzens zurückgelassen.

Im März 2015 bin ich in Deutschland angekommen und im Januar 2016 wurde mir die Flüchtlingseigenschaft zuerkannt. Sofort habe ich einen Antrag auf Familiennachzug gestellt, um meine Familie zu mir zu holen. Doch darauf warte ich bis heute.

Im Dezember 2017 wurde der Einreiseantrag meiner Familie abgelehnt. Begründung: Saudi-Arabien erlaubt, dass ich dorthin komme und dort mit meiner Familie lebe. Die Ausländerbehörde Stuttgart sagt, ich könnte mit meiner Familie in Saudi-Arabien leben, doch das möchte ich nicht.

Ich liebe die Freiheit und die Chancen, die es in Deutschland gerade für Frauen gibt. In Saudi-Arabien müsste ich mich verschleiern und für alles – Schule, Arbeit – die Erlaubnis meines Mannes einholen. Ich könnte noch nicht einmal alleine auf die Straße gehen. Das ist nicht das Leben, das ich für mich und meine Töchter möchte.

Seither läuft das Demonstrationsverfahren, eine abschließende Entscheidung gibt es nicht. Im September 2018 habe ich noch einmal ausführlich erklärt, weshalb wir nicht in Saudi-Arabien leben können. Die Arbeitserlaubnis meines Mannes läuft 2021 ab und für ausländische Arbeitnehmer wird es immer schwerer eine Anstellung zu finden. Seine letzte Arbeitsstelle hat er bereits verloren, da er aus dem Ausland kommt. Dies kann immer wieder passieren. Er muss sehr viel Geld für die Schule unserer Töchter und auch für die Arbeitserlaubnis zahlen. Alle drei dürfen mit dem Besuchervisum das Land nicht verlassen. Ab 2021 gar keine ausländischen Arbeitnehmer mehr beschäftigt werden. Mein Mann und meine Töchter befinden sich in Saudi-Arabien in einer schwierigen Situation.

Hinzu kommt die Ungewissheit, die uns sehr belastet. Seit drei Jahren haben wir uns nicht mehr gesehen und vermissen uns schrecklich. Meine Töchter leiden sehr, dass ihre Mutter so weit weg ist, auch wenn sich mein Mann gut um sie kümmert. Es ist schwer die Hoffnung nicht zu verlieren!

Mein großes Ziel ist es, im Sommer 2019 eine Ausbildung als Erzieherin zu beginnen. Daher habe ich schon mehrere Praktika in Kindergärten absolviert und arbeite zudem ehrenamtlich in der Kinderbetreuung meiner Flüchtlingsunterkunft. Die B1-Deutschprüfung habe ich bestanden, bald beginne ich einen B2-Kurs um das erforderliche Sprachniveau für die Ausbildung zu erreichen. Ich bin sehr dankbar für die Chancen, die ich hier habe.

Ich habe so viel erreicht und wünsche mir, den begonnen Weg gemeinsam mit meiner Familie weitergehen zu können. Daher bitte ich um eure Unterstützung! Helft mir, die Ausländerbehörde in Stuttgart zu überzeugen, den Familiennachzug doch noch zu gestatten! Mein größter Wunsch ist es, mit meinem Mann und meinen beiden Töchtern, die mittlerweile 13 und 11 Jahre alt sind, hier in Deutschland gemeinsam als Familie zu leben. Unterschreibt und teilt die Petition mit allen, die ihr kennt!
Ich danke euch sehr.

 



Heute: Rahaf verlässt sich auf Sie

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