#momobleibt - menschenrechtswidrige Abschiebung stoppen

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Ihr Lieben, 

ich bin seit fast 6 Jahren in Deutschland, lebe in Hamburg und habe alles gegeben um mir hier ein Leben aufzubauen. Es ging bergauf, bergab, aber ich habe nie aufgegeben und immer weiter gekämpft. Eine Abschiebung erhielt ich trotz meiner abgeschlossenen Ausbildung als sozialpädagogischer Assistent, meiner Zusage zu einer Weiterbildung als Erzieher, meines christlichen Glaubens und meiner öffentlichen Kritik an dem iranischen Regime. 

Das Leben spielt manchmal die Musik gar nicht so, wie man sich vorstellt und plötzlich muss man für das Leben tanzen. 

Mein Name ist Momo. Ich bin ein 28-jähriger, fleißiger, warmblütiger Mensch, der aus dem Iran geflüchtet ist, weil ihm dort die Gefahr drohte, aufgrund der Konvertierung, getötet zu werden, 
Während ich meine Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistent absolviert und anbei meine mittlere Reife geschafft habe, wurde mein Asylantrag zweifach abgelehnt. Mir wurde nicht geglaubt, dass ich christlich glaube. 

Ich schreibe gerne Gedichte, sowie Texte und bin dabei ein Gedichtbuch zu schreiben. Meine Gedichte gehen meistens darum die Menschen aufzuwecken, was um sie herum passiert, warum bei uns die Liebe fehlt und ob wir uns gegenseitig helfen würden. 
Ich tanze gerade nach der Pfeife des Lebens und muss mit dem Leben hin und her schweben, wie ein in der Luft verlorenes Blatt. Nach all diesen Tagen und Nächten, nachdem ich mich für mein eigenes Leben aufriss, nachdem ich wie eine Achterbahn hoch und runter ging, erhielt ich den Antrag im Februar zur freiwilligen Ausreise und somit zur bevorstehenden Abschiebung.

Dem möchte ich mich entgegenstellen und wie allen bewusst sein sollte, kann ich das nicht alleine schaffen, sondern bräuchte eure Hilfe. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr für mich gegen eine Abschiebung unterschreibt. Ich habe mir ein Leben hier aufgebaut und jeden Tag gekämpft und sollte ich in den Iran zurückkehren müssen, wird es für mich keine Zukunft mehr geben. 

Wie ihr es bestimmt wisst, ist es nicht einfach sich mit einer schulischen Ausbildung und Duldung ohne Arbeitserlaubnis einen Anwalt zu leisten. Aufgrund der Pandemie gab es für mich ebenfalls keine Möglichkeit durch Streetshows (Breakdance) oder Straßenmusik (Rap) Einnahmen zu generieren. Neben den Unterschriften, wären finanzielle Unterstützungen unglaublich hilfreich. 

Ich brauche eure Hilfe. Nicht vergessen, wir sind alle aus dem gleichen Blut und Fleisch und es ist gut füreinander da zu sein. 

Ich bedanke mich bei euch für eure Zeit und würde mich über jeden Support vom Herzen freuen. Des Weiteren findet ihr noch wichtige Informationen und Vergleichsfälle zu den Abschiebungen in den Iran, Zitate aus Empfehlungsschreiben die bezüglich der Abschiebung entstanden, meine Fluchtgeschichte, Informationen zur aktuellen juristischen Lage und wie ihr weiter unterstützen könnt. Vielen lieben Dank! 

Weiteres findet ihr unter @momobleibt
Ihr könnt mir auch persönlich auf Insta schreiben: @om.om92

Außerdem haben wir einen Moneypool auf Paypal eingerichtet, um die Anwaltskosten decken zu können: https://www.paypal.com/pools/c/8xWSPhTESC  

Hier einige wichtige Informationen und Vergleichsfälle zu den Abschiebungen in den Iran: 

https://www.igfm.de/keine-abschiebung-von-christlichen-konvertiten-in-den-iran/

www.pro-medienmagazin.de/gesellschaft/gesellschaft/2019/06/07/junger-christin-drohen-abschiebung-und-verfolgung/

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.iranischer-konvertit-im-remstal-trotz-todesstrafe-droht-die-abschiebung.cd26318d-7459-4da2-a653-7ff4100fa32a.html

"Apostasie im Islam, im Arabischen Ridda (arabisch ردة) oder Irtidād (ارتداد) genannt, bezeichnet den „Abfall vom Islam“. Der Abtrünnige selbst wird Murtadd (مرتد) genannt. Auf Grundlage von Hadithen und Idschmāʿ ist die Apostasie islamrechtlich mit der Todesstrafe zu ahnden, obwohl der Koran selbst keine Strafe im Diesseits vorsieht. In Ländern, deren staatliche Rechtsordnung sich an der Scharia orientiert, die aber keine islamischen Gerichtshöfe mehr haben, kann der bekundete „Abfall vom islamischen Glauben“ zivilrechtliche (Erbrecht, Eherecht) und strafrechtliche Konsequenzen haben." - Wikipedia 

 


Hier anonymisierte Zitate von Empfehlungsschreiben, die bezüglich der Abschiebung entstanden: 

„Er ist einer der mit völliger Hingabe Kindern im Wartezimmer Grimassen schneidet, um sie zum Lachen zu bringen. Einer der alten Damen den Einkauf nach Hause trägt. Einfach ein Mensch, der seinen Glauben und seine Kunst in seinem Herkunftsland nicht ausleben durfte und Deutschland nun sein Heimatland nennt.“
 
„Wir hier in unserem Land können überhaupt nicht nachvollziehen, wie es ist, ständig in Todesangst zu leben. Wir sehen es als selbstverständlich in Frieden zu leben. Dies hat mir mal wieder gezeigt, dass das nicht selbstverständlich ist in Frieden zu leben, aber sein sollte und zwar für jeden, der bei uns Zuflucht such und sich niemals zu schade ist, alles auf sich zu nehmen, um sich zu integrieren.“

„Dort habe ich gemerkt, dass die Freundschaft nicht nur in der Schule existiert, sondern dass Herr Jaffari in Freund fürs Leben sein wird. Er nimmt sich gerne zurück, hört anderen Menschen zu und unterstützt, wo er nur kann.“

 „Ich kenne keinen anderen Neubürger, der so schnell unsere Sprache gelernt und sich so engagiert eine neue Heimat in Deutschland aufgebaut hat, wie Dich.“

„Sie würden mir, seiner Familie und seinen Freunden einen riesen Gefallen tun, wenn sie ihn hierlassen würden. Mohammad hat ein goldiges Herz, bringt seine Mitmenschen zum Lachen.“

„Als männlicher sozialpädagogischer Assistent mit Migrationshintergrund, der sich in wenigen Jahren fundierte Sprachkenntnisse der deutschen Sprache angeeignet und mit diesen einen deutschen Ausbildungsgang erfolgreich absolviert hat, fungiert er eindeutig als Vorbild. Im Vergleich zu gleichwertig qualifizierten Fachkräften bieten seine Fähigkeiten einen entscheidenden Mehrwert.“

 „Warum Deutschland gerade eine herzensvolle, empathische Person abschieben will, die sich selbst für die Gefühle von Pflanzen interessiert, ist absolut unverständlich, zumal der Regierung bewusst sein sollte, wie brisant die Situation ist, wenn man als christliche, rappende, öffentlich rappende anti-iranisches Regime eingestellte Person, in den Iran zurückkehrt."

„Schon bevor ich von Mohammad Jaffari direkt über die Beweggründe seiner damaligen Flucht erfuhr, fiel mir seine stark ausgeprägte christliche religiöse Lebensart auf. Ihn schien nichts aus der Ruhe zu bringen, da er auf jedes Problem eine für ihn richtige Antwort aus der Bibel fand. Für mich besteht und bestand kein Zweifel, dass dieser Mann ein tiefgläubiger Christ ist und auch schon im Iran war.“

„Das Leben in seiner Heimat, die Flucht und der Rassismus hier vor Ort hat mich häufig sprachlos gemacht. Momo hegte aber keinen Groll. Das scheint Momo auszumachen. Er ist freundlich, hilfsbereit und man kann sich auf Ihn und sein Wort verlassen.“
 
„Ich hoffe, dass Momo bleiben kann, ich finde es fies, dass ihr ihn weghaben wollt. Momo ist so nett. Er soll hierbleiben. Bitte kann er hierbleiben? Ich hoffe es. Bitte, bitte, bitte.
WÜRKLICH ICH WÜRDE IN DAN SER FAMISEN“

„Deine Stadt braucht mehr als dringend junge Männer mit Deiner Motivation in diesem Beruf!“

„Warum Momo in Deutschland bleiben sollte ist meiner Meinung nach einfach: er sucht einfach ein ruhiges Leben, er ist nett und hat eine abgeschlossene Ausbildung ist ehrlich und hält sich an die Gesetzte, er ist ein guter Freund und ein Mensch auf dem man sich verlassen kann und es schadet niemanden wenn er in Deutschland bleibt“

„Selbst als es ihm gesundheitlich gerade mal nicht so gut ging, hat er meinem älteren Nachbarn im Garten geholfen, sämtliches Laub zu entfernen. Die Begründung von Momo: „deinem Nachbarn geht es doch nicht gut und ich helfe gern“. Dies scheint mir ein Lebensmotto von Momo zu sein.“

„Wir möchten Ihnen hiermit bescheinigen, das sie in Ihrer Tätigkeit als ehrenamtlicher Co-Trainer (Breakdance) sich niemals etwas zuschulden haben kommen lassen und mit Ihrer offenen, zuvorkommenden und inspirierenden Art jederzeit ein Vorbild für unsere Jugendlichen sind.“

"Er verarbeitet gut was er in anderen Städten gesehen hat. Er verarbeitet mit seinem Hobby der Sprachgesangskunst dies und spricht sich aus und weiß wo er sich Hilfe suchen kann. Immer wenn das Leben in einer so saure Zitrone gibt macht holt er sich den Zucker und macht eine gute Limonade draus."

„Es ist schwierig für mich, dieses Schreiben nicht wie eine Lobeshymne klingen zu lassen, da ich tatsächlich trotz einiger gemeinsamen Zeiten, teilweise auf Reisen und zahlreichen Übernachtungen, beim besten Willen kein einziges schlechtes Wort über ihn finden kann.“

„Als er 2015 als Flüchtling nach Deutschland kam, verfügte er über keinerlei Sprachkenntnisse im Deutschen. Im Spätsommer 2018 nahm er die Ausbildung in meiner Klasse auf und seine Sprachkenntnisse unterschieden sich bereits zu diesem Zeitpunkt mündlich nicht von denen seiner Mitschülerinnen/Mitschüler.“

„Momo ist sehr herzlich und emphatisch und spürt, wenn sich jemand nicht gut fühlt oder es jemandem schlecht geht. Es ist ihm dann unfassbar wichtig, dass dieser Mensch sich wieder gut und willkommen fühlt.“

„Es wäre unverantwortlich ihn in sein Heimatland zurückzuschicken, wo er traumatische Sachen erlebte und er wohlmöglich genauso schlimme Sachen erneut erleben würde. Er hat sich in Deutschland integriert und ist eine große Bereicherung für seine Freunde, Umgebung und seine Community, in der er sich für andere einsetzt und denen hilft, egal welche Herkunft sie haben.

"Der schulisch-berufliche und persönliche Werdegang von Mohammad Jaffari war Beginn an in Deutschland von besonderen Herausforderungen geprägt, denn er sorgte während der Ausbildungszeit selbständig für den eigenen Lebensunterhalt, da er keine Ausbildungsvergütung, Bafög o.ä. erhielt. Nach meiner Beobachtung bemüht sich Herr Jaffari trotz dessen, allen Verpflichtungen, nachzukommen. Sein hohes Maß an Ausdauer, Motivation und Leistungsbereitschaft - und auch seine Bescheidenheit, da er
dies selbst nicht groß thematisiert - beeindruckt in diesem Zusammenhang."

"Mir ist klar das keine ultimative Gerechtigkeit gibt. Aber eine kleine gibt es.  Mo in dieser "spannenden" Lage auf der ganzen Welt mit der Krankheit wieder dahin zu schicken wäre nicht so nett. Ich bin mir sicher dass Mo nicht nur meine Stimme kriegt die sagt, dass er hier bleiben soll ich fühle mich in seiner Nähe wohl."

„Herr Jaffari fühlt sich endlich angekommen und sieht Deutschland als sein Zuhause an. Er hat sehr schnell gut deutsch sprechen gelernt und hat sich in Deutschland integriert.“

„Ich bin der festen Überzeugung, dass Mohammad Jaffari im Iran kein sicheres Leben hätte führen können und bis heute auch nicht kann. Denn selbst Todesangst nimmt diesem Mann nicht den christlichen Glauben und genau für diesen Glauben wurde und würde er im Iran verfolgt werden.“

„Ein tiefes Loch, in dem ich nahezu nur Mitleid mit ihr hatte in so einer egoistischen Welt aufwachsen zu müssen und dieser sensible und empathische Mensch, um den es hier geht, hat dazu beigetragen, mich wieder optimistischer sehen lassen.“

"Er wurde sofort von allen in unserer schon gestandenen Gruppe herzlich aufgenommen, nicht zuletzt, weil er offen und freundlich sich selbst integriert hat."

„Im Religionsunterricht ist mir aufgefallen, dass er sich mit dem Thema Religion sehr gerne auseinandersetzt. Er erzählte, dass er konvertiert ist und sich mit der christlichen Religion sehr wohl fühlt und er sich damit am meisten identifizieren kann.“

"…dass seine Haltung seinen Mitschülerinnen und Mitschülern und auch mir gegenüber immer von Aufrichtigkeit, Akzeptanz, Höflichkeit und Freundlichkeit geprägt war. Wann immer die Stimmung in Diskussionen hochschlug, verstand er es, die Situation mit einem Augenzwinkern aufzulösen. Er war der Erste, der sich bereit erklärte, Zusatzaufgaben zu übernehmen und der letzte, der nach faulen Ausreden suchte."

„Leider habe ich dahingehend Rassismus direkt an der Skipiste erlebt. Aber anstatt sich darüber zu ärgern, hat sich Momo freundlich zurückgezogen und dies gelassen ignoriert. Ich wäre an seiner Stelle wütend und traurig zugleich geworden.“

„Zumal ich seit Geburt an sehr streng im katholischen Glauben erzogen wurde. Es mir so gut, als wir ganz offen über Jesus und den christlichen Glauben diskutieren und philosophieren konnten. Ich war über das Wissen von Momo über die Bibel, das Interesse über meine Sichtweise diesbezüglich mehr als beeindruckt, und nur am Rande, hätte ich mir dies auch manchmal von meinen Kindern gewünscht.“

„Ich fühlte mich gleich mit ihm verbunden, als er über seine überaus riskante und mit Todesängsten gefüllte Flucht aus dem Iran erzählte. Ich fühlte mich in meine Kindheit versetzt und spürte quasi die seelischen Qualen solch einer Flucht.“

"Ich würde nicht nur einen sehr guten Freund verlieren. Auch Deutschland würde einen sehr gut integrierten, überaus fleißigen und sozial eingestellten Mitbürger verlieren, was für mich einfach absolut keinen Sinn ergibt."

"Mir war zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst woher und warum Mohammad diese Narben auf dem Körper trug. (…) Das Empfinden von Todeängsten. Die Geschichte ging mir wirklich durch Mark und Bein. Und ich verstand, dieser junge Mann hat die einzige richtige Entscheidung getroffen, zu fliehen."

"Momo ist einer der liebsten und nettesten Menschen, die ich kenne. Immer selbstlos, hilfsbereit und darauf bedacht, dass es seinen Freunden und Umfeld gutgeht. Außerdem ist er absolut sozial eingestellt, gibt z. B. teilweise kleine Kurse im Breakdance/Parkour und ist im Umgang seinen Mitmenschen und vor allem mit Kids ein absoluter Sonnenschein, was auch seine erzieherische Ausbildung erklärt."

„Mohammad Jaffari ist für mich der Inbegriff von integriert. Wenn dieser junge Mann Deutschland verlassen müsst, ist das das Zeichen dass Integration in Deutschland nicht möglich ist."

„Bei allem Ehrgeiz, der hieran deutlich wird, erlebe ich Herrn Jaffari jedoch nicht verbissen, sondern habe den Eindruck, dass er viele Dinge mit Freude tut.“

„Momo ist ein selbstloser Mensch, der seine Bedürfnisse so gut wie immer hinter die aller anderen stellt. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass er jemals „nein“ gesagt hat, wenn ihn jemand um Hilfe gebeten hat.“

"Mohammad Jaffari ist ein gutes Beispiel für einen jungen und ambitionierten Mann der sich aus eigener Kraft sehr gut in Deutschland integriert hat und hier nach neuen Perspektiven sucht. Ihn abzuschieben wäre nicht nur deswegen falsch sondern auch weil er in seiner Heimat, dem Iran, aufgrund seiner Religion verfolgt werden würde und diese Lage sich in den letzten Jahren leider nicht verbessert hat."

„Es gibt nicht viele Menschen die vom Charakter so sind, wie Mohammad Jaffari. Außerdem mangelt es in Deutschland an qualifizierten Menschen.“

„Auf Deutsch zu rappen, die, nicht seine Muttersprache ist, dennoch perfekt beherrscht, ist eine Leistung! Er ist bekannt dafür, dass er einen stets zum lachen bringt und dies auch schafft, selbst wenn man vielleicht grad keinen so guten Tag hat.“

„Es wäre ungerecht, wenn er aus seinem grad stabilen Leben, indem er sich ein Leben aufgebaut hat, mit tollen Freunden, Familie und einer abgeschlossenen Berufsausbildung einfach so herausgerissen werden würde! Er gehört zu unserer Familie! Wir würden daher ein Familienmitglied verlieren und wären zutiefst traurig, wenn er nicht mehr hier bei uns in Hamburg ist. Es wäre nicht mehr wie vorher, wenn man ihn abschiebt!!“

„Ich kann nicht tatenlos zuschauen kann, wie ein Mann mit so einem großen Herz und so viel Ehrgeiz in ein Land zurückgeschickt wird, wo er verfolgt wird, nur aufgrund seiner Religion und seines Seins. Dies wäre unverantwortlich und spricht ebenso gegen das deutsche Gesetz, denn Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

„Besonders beeindruckend empfinde ich seine Willens- und Emotionsstärke, da ihm in seinem Leben nicht nur Steine, sondern ganze Felsen in Weg gelegt wurden und er trotzdem so viel Liebe und Kraft in sich trägt und stets versucht das Gute in jedem Menschen zu sehen.“

„Geht es dem Staat tatsächlich darum herauszufinden, was für ein Mensch hinter dem Flüchtlingsstatus steht, oder geht es in Wahrheit darum eine Quote zu erfüllen und Personen so lange Steine in Weg zu legen, bis ihnen die Kraft fehlt diese zu überwinden?“

„Schon zu Beginn hat er nicht nur Hilfe angenommen, sondern auch von sich aus Unterstützung und Wärme gegeben. Im „Flüchtlings Café“ bei uns im Stadtteil Harburg hat er sich von Anfang an für andere Stark gemacht und viele Freundschaften geschlossen!“

"Einen jungen Erwachsenen wie ihn, der unsere westlichen Werte vertritt und sich für Gleichberechtigung einsetzt, nach all seinen Bemühungen, zurück in ein Land zu schicken, welches ihn wegen seines Glaubens und seiner Individualität verfolgt, ist für mich absurd. Es ist für mich so fern ab jeglicher Logik, dass es mir jede Hoffnung auf eine auch nur halbwegs funktionierende Flüchtlingspolitik nimmt."

„Wenn Sie also auch nur das geringste bewirken können: tun Sie einfach das Richtige.“

Meine Fluchtgeschichte

Mein Name ist Momo, ein 28er, netter, warm blutiger, sozialer, fleißiger, aktiver, starker, politischer Junge. Ich bin konvertiert und ein Liebhaber. Dies ist der Grund, warum ich aus meinem Land (Iran) geflüchtet bin.
Im Jahr 2014 lernte ich durch einen Freund von mir Jesus und seine Liebe kennen. In zwischen besorgte ich mir eine Bibel und las diese, um mich mit diesem zum Gott führenden Weg besser zu kennen, da ich mich dafür interessierte. Nachdem ich versuchte, in eine Hauskirche zu gehen, um mit Christen darüber zu sprechen, kam eine schwierige Situation auf mich zu, in welcher ich an einem Freitag um 19 Uhr Abend auf der Straße von fünf Leute angegriffen und von einem dieser fünf Leute angestochen oder besser gesagt abgestochen wurde.
Nach dem “Unfall“, was natürlich kein Unfall, sondern Angriff und nicht zufällig war, landete ich im Krankenhaus. Der Messerstich auf meiner rechten Brust war so tief, dass ich sofort operiert werden musste. Im Operationsraum starb ich fast eine Minute lang aufgrund der Verblutung, doch die lieben Ärzte brachten mich wieder zurück ins Leben.
Nachdem ich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, habe ich mich nicht mehr getraut, im Iran weiterzubleiben. Nach einer Weile, als ich mich gut ausgeruht habe, bereitete ich mich auf die Flucht vor.
Ich flüchtete erstmal in die Türkei, dort blieb ich ungefähr zwei Monate, bis ich einen weiteren Fluchtweg nach Griechenland fand. Mit einem Boot fuhr ich nach Griechenland, doch während ich im Meer war, war es unglaublich stürmig, wellig, dunkel und böse. Auf einer Insel von Griechenland namens Kos war ich ungefähr 18 Tage obdachlos und auf der Straße. Nach diesen 18 Tagen bekam ich die freiwillige Ausreise, womit ich mich auf den Weg nach Mazedonien machen konnte. Das Land (Mazedonien) war echt beängstigend und ganz fremd. Wir haben das Land ganz zu Fuß übergequert. Es dauerte ungefähr 13 Tage, bis wir zu der Grenze von Serbien kamen. Als wir in Serbien ankamen waren wir richtig dreckig, deshalb mussten wir duschen. Doch da gab es keine Möglichkeit zum Duschen außer eine, sodass wir uns bei einem Wasserhahn einer Moschee, welche sich an der Grenze befand, waschen konnten. Nachdem ich weiterging wurde ich festgenommen, da ich da illegal auf dem Weg war.
Durch das Land (Serbien) sind wir teilweise gewandert und teilweise gefahren. Letztendlich kam ich in Ungarn an, wo ich erneut von der Polizei festgenommen wurde, nachdem ich das Land betrat.
Daraufhin brachten sie mich in einen sogenannten Knast und ließen mich dort für 2 Tage. In diesen 2 Tagen bekam ich pro Tag nur 1 Flasche Wasser und gar nichts zu essen. Während ich in diesem Gefängnis saß, zwangen sie mich dazu, meinen Fingerabdruck abzugeben. Sie sagten mir durch die Blume, dass ich dessen Gast wäre und sie mich weiter im Knast behalten würden, wenn ich mich weigere, meinen Fingerabdruck abzugeben. Doch wenn ich es tue, dann wäre ich frei, könnte meine Ausreise bekommen und weiterflüchten.
Nachdem ich frei gelassen worden bin, fuhr mit einem Zug nach Budapest, übernachte ich eine Nacht da im Bahnhof und morgen des Tages fuhr ich nach Wien (Österreich). Dort nachdem Ankommen, besorgte mir ein Ticket nach München des Deutschlandes und dann versteckte ich mich für 4 Stunden auf der Toilette des Bahnhofes in Wien, bis ich den ICE Zug nach München nahm und mich dareinsetzte. Im Zug auf dem Weg nahm die deutsche Polizei mich fest, da ich weder Reisevisum noch Reisepass hatte. Nun bin ich seit 2015 in Deutschland.
 

Die momentane Lage 

2015 kam Mohammad Jaffari nach Deutschland in stelle seinen Asylantrag. Im September 2017 hatte Mohammad Jaffari seine erste Anhörung, bei der erst über 5 Stunden über traumatischste Erlebnisse berichten musste. Neben der Empathielosigkeit des Befragers wurden auch fragwürdige Fragen gestellt, dessen Rechtslage geklärt werden müssen. Die negative Entscheid kam kurz danach. Im November 2020 hatte Herr Jaffari seine zweite Anhörung, welche im Kontrast hier nur ca. eine Stunde ging. Der Antrag wurde abgewiesen. Hierbei wurden u.A. Begründung genannt wie „sein Vorbringen, dass er die Bibel von Anfang bis Ende durchgelesen habe, macht deutlich, dass er sich nicht vertieft mit der Bibel befasst hat. Denn sonst wüsste er, dass eine Bibel kein normales Buch ist, das man von Anfang bis Ende durchliest“, obwohl er in derselben Gerichtsverhandlung erläuterte, dass er sich die Bibel das erste mal im Iran besorgte, als er sich noch nicht gut mit dem Christentum auskannte. Die Möglichkeit zu einem Folgeantrag wurde vom Oberverwaltungsgericht abgewiesen, da sie den Fall für eindeutig hielten. Ein Anwaltswechsel statt fand und der jetzige Plan ist
eine Ausbildungsduldung zu beantragen. Diese würde Momo 2 Jahre Zeit geben, um seine Weiterbildung als Erzieher zu absolvieren, aber keine grundsätzliche Sicherheit. Ebenfalls ist nicht sicher, wie wirksam der Antrag sein wird. 
Die Frist der freiwilligen Ausreise wurde am 17.03. überschritten, somit hat der Staat nun die Möglichkeit Momo festzunehmen und in Abschiebehaft zu bringen. Seine Identitätspapiere kann er nicht besorgen, da er hierfür iranischen Boden betreten müsste und der Staat ihn mit diesen sofort ausfliegen könnte. 
 
Was könnt ihr tun? 

Jeder Unterschrift, jeder Cent, jede Idee, jedes Gespräch mit Nachbarn und Freund*innen, jede form von Unterstützung kann helfen. Teil gerne die Aktion und die Instagramseite @momobleibt. Du hast eine Idee, wie du helfen kannst oder kennst jemanden, der/die jemanden kennt? Schreib uns! 
Ansonsten würden wir uns auch sehr darüber freuen, wenn du bei der #momobleibt Fotoaktion mitmacht. Und ansonsten vom Herzen vielen Dank, dass du bist hier gelesen hast. Das ist schon unglaublich viel wert.

 



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