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Adil Yiğit darf nicht in die Türkei abgeschoben werden

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Adil Yiğit (taz., Die ZEIT, Zeitungen der türkischen Opposition) war am 28.9.2018 als akkreditierter Journalist Teilnehmer einer Pressekonferenz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Dabei verstieß er gegen die Hausordnung des Kanzleramts, indem er ein T-Shirt mit politischem Slogan ("Gazetecilere Özgürlük – Pressefreiheit für Journalisten in der Türkei") präsentierte. Er wurde von Sicherheitsleuten abgeführt.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Journalist-wird-vor-laufenden-Kameras-abgefuehrt

https://www.zeit.de/politik/2018-09/adil-yigit-recep-tayyip-erdogan-deutschalnd-staatsbesuch-pressekonferenz-rauswurf

Im Zuge dieses Vorfalls entschied kürzlich die Ausländerbehörde Hamburg, dass Herr Yiğit damit sein Aufenthaltsrecht verwirkt habe und bis 22. Januar 2019 Deutschland zu verlassen habe. Zuvor lief ein Verfahren zur Einbürgern, welches nun eingestellt wurde.

http://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Ertugru-Adil-Yigit-Erdogan-Kritiker-muss-bis-Januar-das-Land-verlassen

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Zitat aus Wikipedia: 
Yiğit schloss sich in den späten 1970er-Jahren der Linken an. 1978 musste er mitansehen, wie zwei Nationalisten einem Freund von ihm in den Kopf schossen. Seine Aussage brachte die Mörder vor Gericht. Doch er lebte in Angst und entschloss sich, nach Istanbul zu ziehen, weil er sich dort sicherer fühlte. Er wurde Mitglied der militanten marxistischen Organisation Devrimci Sol, der Revolutionären Linken, und beteiligte sich an Hausbesetzungen. Er überlebte nur knapp einen Bombenanschlag der Grauen Wölfe und entschloss sich zur Flucht.

In Hamburg erlebte er 1983, wie sein Freund Kemal Altun nach Ablehnung des Asylantrages aus dem Fenster sprang. Daraufhin entschloss er sich, in Frankreich um Asyl anzusuchen, welches binnen sechs Tagen gewährt wurde. Nach der Heirat mit der Journalistin Anita Friedetzky zog er mit ihr nach Hamburg, weil sie dort mit dem Aufbau des taz-Büros beauftragt worden war.

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Als ausgesprochenen Erdogan-Kritiker und linken Journalisten erwartet Yiğit in der Türkei erfahrungsgemäß keine faire Behandlung, sondern politische Haft. Die Verweigerung der Einbürgerung und der finale Entzug des Aufenthaltsrechts ist ein Kniefall vor der autoritären Regierung Erdogan, die eines demokratischen Staates wie Deutschland unwürdig ist. Wenn Menschen wie Adil Yiğit, der sich sein Leben lang für Pressefreiheit und Menschenrechte engagiert hat, aufgrund unliebsamer politischer Äußerungen Schutz vor Verfolgung verwehrt wird, bricht die Hamburger Ausländerbehörde mit fundamentalen Grundrechten.

Wir bitten daher darum, das Verfahren zur Einbürgerung wieder aufzunehmen oder eine andere Lösung zu finden, die Adil Yiğit vor der Auslieferung in die Türkei schützt.



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