Absetzung des HSV-Vorstandes und Installierung von Felix Magath als Vorstandsvorsitzender

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Der einst große Hamburger SV ist Stand Mai 2019 nichts weiter als ein mittelmäßiger Zweitligist, den schon längst keiner mehr ernst nimmt. Mit dem Abstieg in der Saison 2017/18 wurde der Tiefpunkt erreicht - so dachte man bis zum 12. Mai 2019, passenderweise der Jahrestag des Abstiegs. Statt wirklich etwas zu verändern und den Abstieg für eine Selbstheilung zu nutzen, hat der HSV mal wieder alte Fehler wiederholt und alles noch schlechter gemacht. Ein entscheidender Tag war dabei der 26. Mai 2018, als man Bernd Hoffmann, der laut eigener Aussage gar nicht Vorstandsvorsitzender werden wollte, wieder auf eben jene Position berief - das Ziel eines Plans, der mit seiner Wahl zum Präsidenten des e. V. im Februar 2018 begonnen hatte (der Präsident des e. V. ist automatisch Aufsichtsrat der AG). Vor und während der Zweitligasaison 2018/19 wurden vom Vorstand um Hoffmann, Ralf Becker (Sport) und Frank Wettstein (Finanzen) massive Fehlentscheidungen getroffen. Sei es in der Kaderzusammenstellung, sei es auf der Trainerposition. Diese aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Die Tabelle lügt nicht. Der HSV geht nun in seine zweite Zweitligasaison. Diese Saison entscheidet, ob der Verein die Rückkehr in die Bundesliga schafft oder mittel- bis langfristig in der Bedeutungslosigkeit versinkt. 1860 München und der 1. FC Kaiserslautern sind da nur zwei Beispiele. Man ist auf bestem Wege, sich neben diesen beiden Traditionsclubs einzureihen. Dass es sich noch verzögert, ist einzig und allein purem Glück in den Abstiegskämpfen zu verdanken.

Dieses wichtige Jahr darf auf keinen Fall mit dem aktuellen Vorstand angegangen werden! Der Aufsichtsrat, insbesondere der e.V.-Präsident Marcell Jansen als Vertreter von über 87.000 Mitgliedern in der AG, muss seine Pflicht erfüllen und eingreifen! Als Nachfolger Hoffmanns für den Vorstandsvorsitz kommt nur Felix Magath in Frage. Magath hatte große Erfolge als Spieler, Trainer und Manager und hat die Entwicklungen im HSV schon im Herbst treffend analysiert, als man aufgrund vieler knapper Siege noch in Euphorie schwebte. Dazu steht er für die letzten großen Erfolge dieses Vereins und wäre wohl sogar interessiert, wenn man sich auf ihn einließe. In Interviews, Fernsehauftritten und Facebook-Beiträgen bietet er sich nahezu selbst an. Beim HSV sind in den letzten Jahren ALLE gescheitert, Magath hat diese Chance mehr als verdient!

"Wenn sich ein Verein sportlich weiterentwickeln will, auch ehrgeizige Ziele definiert, sehe ich mich in der Lage, in vielen Bereichen zu helfen. Herausforderungen haben mich immer interessiert. Nur möchte ich dabei das, was ich verantworten soll und muss, auch entscheiden dürfen."

- Felix Magath im SPORTBUZZER-Interview (April 2019)

+++ ERGÄNZUNG 15.5.2019 +++

Bernd Hoffmann am 14.5.2019: "Deshalb werden wir gemeinsam diskutieren und werden mit dem Trainer sprechen und nicht über ihn. Und werden dann entscheiden, wie es weitergeht."

Einen Tag später kommt heraus, dass man Hannes Wolf bereits nach dem Ingolstadt-Spiel (4.5.2019) sein Aus zum Saisonende mitgeteilt habe. Ralf Becker am 15.5.2019: "Ich habe Hannes nach dem 0:3 gegen Ingolstadt gesagt, dass es für ihn hier im Sommer nicht weitergehen wird, dass wir etwas anderes machen wollen"

Dieser Vorstand ist nicht mehr tragbar, ganz egal, ob mit oder ohne "vielleicht"!