die Natur des Yoyogi-Parks für die Nutzung als Public-Viewing-Standort für die Olympischen

die Natur des Yoyogi-Parks für die Nutzung als Public-Viewing-Standort für die Olympischen

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Rochelle Kopp hat diese Petition an 丸川 珠代 (五輪担当相) und gestartet.

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Photo: Mao KAWAGUCHI

Aufruf, die Natur des Yoyogi-Park zu erhalten und massive Änderungen für dessen Gebrauch als Public Viewing Standort für die Olympischen Spiele 2020 zu unterbinden

Durch die Olympischen Spiele in Tokio droht ein Stück Natur in der Innenstadt der Metropole zerstört zu werden.

Das Internationale Olympische Komitee, das Internationale Paralympische Komitee, die japanische Regierung, Tokios Stadtverwaltung sowie das Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio versuchen derzeit, die Durchführung der Olympischen Spiele in Tokio zu erzwingen, trotz vieler Aufrufe aus der japanischen Öffentlichkeit, dieselben abzusagen.
 
Für besagte Olympische Spiele sollen einige Bäume im Yoyogi Park, einer grünen Oase in der Mitte der japanischen Hauptstadt, gefällt werden – die Bürger*innen Tokios verlieren somit ein großes Stück Natur.
 
Der „Tokio 2020 Live Site Plan“
 
Der „Tokio 2020 Live Site Plan“ ist ein Plan für den Bau eines Public-Viewing-Platzes für die Olympischen Spiele. Plangemäß soll dieser Veranstaltungsort so gebaut werden, dass er "eine Vielzahl von Zuschauern, nicht nur aus Tokio, sondern aus der ganzen Welt, aufnehmen kann“. Nach Schätzungen, die vor dem Ausbruch der Corona-Epidemie gemacht wurden, wurden für pro Tag etwa 35,000 Zuschauer in diesem Veranstaltungsort erwartet, um von dort Direktübertragungen zu verfolgen.
 
Im Folgenden finden Sie die URL des ursprünglichen Plans, der vor dem Ausbruch der Pandemie aufgesetzt wurde.
https://www.2020games.metro.tokyo.lg.jp/38e028650a9c1f9ce276e346bb2cf542_3.pdf (nur Japanisch)
 
Man würde erwarten, dass wegen der Pandemie der Umbau eines solchen Platzes abgesagt werden würde, aber zu Überraschung der Bürger*innen Tokyos wurde angekündigt, dass der „Tokio 2020 Live Site Plan“, unter Berücksichtigung entsprechender vorbeugender Maßnahmen dennoch durchgeführt wird.
 
Im Folgenden finden Sie die URL für den „Tokio 2020 Live Site Plan“, der während der Pandemie veröffentlicht wurde.

https://www.2020games.metro.tokyo.lg.jp/1876511360500769003669f8181c6234_2.pdf
 
Im neuen Plan steht, dass Bäume, die die Höhe von 8 Metern nicht erreichen und auf der geplanten Baustelle wachsen, dem Bau im Weg seien, und diese auf die passende Größe, zurechtgestutzt werden sollen. Somit wird sich ohne Zweifel, die natürliche Form der Bäume dramatisch verändern und sie an ihrer Schönheit verlieren.
 
Wir können diesen Plan nicht nachvollziehen.
 
Impfungen finden in Japan ab dem 17. Februar statt – in den ersten drei Monaten wurden lediglich 800,000 Bürger einmal geimpft. Das entspricht gerade einmal 2% der Bevölkerung. In der japanischen Hauptstadt, die die Olympischen Spiele austragen soll, haben lediglich 160,000 Bürger beide Impfungen erhalten – Tokyo hat knapp 14 Millionen Einwohner. Mit täglichen Impfzahlen im fünfstelligen Bereich, ist es unwahrscheinlich, dass bis zur Eröffnungszeremonie Herdenimmunität erreicht wird. Die Stadt Tokyo wäre also schlecht beraten, einen Public-Viewing-Standort zu schaffen und während der noch anhaltenden Pandemie Tausende von Menschen nach Tokzo einzuladen. Da außer Athlet*innen und Personen die Medien der Sportverbänden oder nationalen IOCs zugehörig sind, keine Ausländer*innen ins Land gelassen werden, wird Zahl der Besucher*innen drastisch reduziert. Daher entfällt auch die Notwendigkeit von Public-Viewing-Locations. Es ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ob Zuschauer in die Stadien gelassen werden.
 
Ist es unter solchen Umständen wirklich notwendig, so viele Bäume für lediglich ein paar Wochen zurechtzustutzen und deren Form dauerhaft zu verändern?
 
Unter normalen Umständen hätte die Öffentlichkeit diesen Plan vielleicht tolerieren können, das Ende der Pandemie ist allerdings in Japan noch nicht in Sicht. Japan versucht immer noch, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu bringen.
 
Obwohl es bekannt ist, dass bei größeren Menschenansammlungen erhöhte Infektionsgefahr besteht, wird ein eben solcher Veranstaltungsort geschaffen.
 
Darüber hinaus enthält der  „Tokio 2020 Live Site Plan“ eine Formulierung, die erklärt, dass der Veranstaltungsort "für die Bevölkerung" gebaut werden solle:
"Um die Pandemie zu überwinden, und um die Sympathie der Öffentlichkeit für die Olympischen Spiele zu gewinnen, sind Public-Viewing-Orte unabkömmlich.“
 
Die japanische Öffentlichkeit wird kein Verständnis für Maßnahmen aufbringen, die eine erhöhte Infektionsgefahr mit sich bringen. Gerade um das Verständnis der Öffentlichkeit zu erlangen, sollten die Bäume im Yoyogi-Park, der den Bürgern und Bürgerinnen Naherholungsgebiet dient, belassen werden.
 
Der Aufbau der Public-Viewing-Orte soll am 1. Juni beginnen. Die Bäume, die beschnitten werden sollen, sind bereits markiert. Es ist keine Zeit zu verlieren.
 
Viele Bürger und Bürgerinnen haben bereits auf Twitter gegen den Bau der Veranstaltungsorte protestiert.
 
Wir fordern, dass der Bau der „Tokio 2020 Live Site“ und die damit einhergehende Zerstörung der Natur gestoppt wird.
 
Jede einzelne Unterschrift zur Unterstützung dieser Petition wird dazu beitragen, den Yoyogi-Park und andere Grünflächen der japanischen Hauptstadt zu schützen und das Infektionsgeschehen zu reduzieren. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

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