Appell an Außenminister Gabriel Antisemitismus nicht anzuheizen, sondern zu bekämpfen

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Sehr geehrter Herr Gabriel,
ich schreibe Ihnen diese Mail mit einem pochenden Herzen, einer großen Wut und Traurigkeit!
Sie sind Außenminister in Deutschland, auch der Außenminister für in Deutschland lebende Juden.
Als Sohn eines leidenschaftlichen Antisemiten wollten Sie einen anderen Weg gehen, sich für demokratische Werte einsetzen, wollten jüdisches Leben in Deutschland schützen...was ist aus Ihren Bestrebungen geworden?
Gerade als Außenminister eines Landes, dass vor noch nicht allzu langer Zeit 6 Millionen Juden ermordet hat, sollten Sie die Lebensversicherung der heutigen Juden, nämlich Israel, zu schützen helfen.
Es sollte Ihnen eine Herzensangelegenheit sein, dieses kleine tapfere Land, dass seit seiner Existenz von Feinden bedroht wird, zu unterstützen.
Stattdessen lassen Sie kaum ein Fettnäpfchen aus, um Israel zu brüskieren.
Sie besuchen höchstumstrittene, israelfeindliche Nichtregierungsorganisationen wie „Breaking the silence“, nennen den Judenfeind Abbas ohne Not „meinen guten Freund“, bezeichnen Israel im Jahre 2012 gar als Apartheid-Staat.
Zumindest diese unerträgliche Aussage, so hatte ich gehofft, täte Ihnen inzwischen leid.
So müssten Sie als Außenminister wissen, dass jüdische und muslimische Israelis die gleichen Rechte besitzen, dass hohe Posten im Militär und in der Justiz dort von Arabern besetzt werden.
Palästinenser, die in Israel eine Arbeitsstätte gefunden haben, sind dankbar und froh für den Segen, ein deutlich höheres Auskommen erwirtschaften zu können. Israelis und Araber arbeiten friedlich Hand in Hand miteinander...
Was Sie in diesem Land an einen Apartheid-Staat erinnert hat, erschließt sich mir nicht.
Und dass es Absperrungen zu Gaza gibt, und auch das müssen Sie wissen, hat nichts, aber auch gar nichts damit zu tun, dass Palästinenser in israelischen Augen Menschen zweiter Klasse sind, sondern dient einzig und allein dem Schutz des israelischen Volkes vor Terroranschlägen.
Herr Gabriel, als Außenminister tragen Sie eine soziale Verantwortung, auch was den Kampf gegen den ansteigenden Antisemitismus betrifft.
Sich mit muslimischen Jugendlichen zum Zwecke der Aufklärung zu treffen ( wie sie es letzte Woche getan haben), ist grundsätzlich eine gute Idee.
Wenn Sie zu diesem Anlass allerdings Ihre Diffamierung über Israel als Apartheid-Staat wiederholen, dann ist das nicht nur kontraproduktiv, sondern scharf zu verurteilen.
Mit dieser Lüge liefern Sie den Jugendlichen, die Antisemitismus bereits mit der Muttermilch aufgesogen haben, weitere Munition, um Israel zu hassen.
Auch wenn wir beide wissen, dass der Grund für Antisemitismus weder Trump, noch die historische Hauptstadt Israels, also Jerusalem, noch in der Politik Israels begründet ist. Der wahre Grund für den Konflikt in Nahost ist simple, man nennt ihn Judenhass. Statt Frieden strebt die Hamas den Tod aller Juden weltweit an...just sayin‘...
Herr Gabriel, Ihre Solidaritätsbekundungen zu Israel und zu uns Juden haben erst dann Gewicht, wenn Ihre Worte nicht im Widerspruch zu Ihren Taten stehen.
Wenn Sie Juden und auch Israel schon nicht schützen wollen, dann unterstützen Sie wenigstens nicht deren Feinde.
Ich muss sicher nicht erwähnen, dass alleine die Unterzeichnung des Iran Deals für Israel existenzbedrohend ist und wenn Sie den muslimischen Antisemitismus durch das Verbreiten von Unwahrheiten anheizen, machen Sie sich mitschuldig daran, dass Juden in Deutschland öffentlich keine Kippa mehr tragen können ohne Angst um ihre körperliche Unversehrtheit zu haben, jüdische Kinder in deutschen Schulen gemobbt werden und jüdische Restaurantbesitzer auf offener Straße, mitten in Berlin, antisemitisch attackiert werden!

Als mein Außenminister fordere ich Sie auf, sich für Ihre Behauptung, Israel sei ein Apartheid Regime, öffentlich zu entschuldigen.
Es ist ein Zeichen von Stärke, Fehler einzugestehen....
Die Zeiten werden für uns Juden immer rauher, wir können uns keinen Außenminister leisten, der zündelt statt eint.....

Es wäre ein kleines Weihnachtswunder, wenn Sie sich meine Worte zu Herzen nehmen und mir gar antworten würden... freuen würde ich mich allerdings sehr...
So kann es jedenfalls nicht weitergehen....

Ich verbleibe mit besorgten Grüßen und einem Funken Hoffnung...

Shalom,

Malca Goldstein-Wolf



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