Petition update

AKW Mochovce - Nein Danke!

Brigitte Artmann
Germany

May 10, 2019 — 

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich komme gerade aus Österreich von der Nuclear Energy Conference mit Global 2000 zurück. Die Atomkraftwerke Temelin und Dukovany waren dort Thema, aber auch die Reaktoren Mochovce 3&4, die in der benachbarten Slowakei jetzt im Juni ans Netz gehen sollten. Der österreichische Bundeskanzler Kurz hatte sich aufgrund von Protesten der österreichischen Bevölkerung an die Regierung der Slowakei gewandt. Die Inbetriebnahme wurde nun auf den Herbst 2019 verschoben. Aber diese beiden Reaktoren dürfen wegen gravierender Sicherheitsprobleme überhaupt nicht ans Netz gehen! Bitte helfen auch Sie und schicken Sie einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Danke für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße,
Ihre Brigitte Artmann
BI STOPPT TEMELIN/ Aarhus Konvention Initiative

PS: Für meine Rechtsbeschwerde gegen den im Brief an die Bundeskanzlerin ebenfalls beschriebenen atomaren Wahnsinn im tschechischen AKW Dukovany benötige ich noch 1000 Euro um meine Rechtsvertretung bei der im Juli stattfindenden mündlichen Verhandlung vor dem Aarhus Komitee in Genf bezahlen zu können. Ich freue mich über jeden einzelnen Euro auf das Spendenkonto „Brigitte Artmann Aarhus Konvention Initiative“ IBAN: DE48780500000222354185; BIC: BYLADEM1HOF oder über PayPal an aarhus-konvention-initiative@gmx.de. Leider sind keine Spendenquittungen möglich.

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Musterbrief - Anfang

Absender:
Ihr Name
Ihre Straße 
Ihre PLZ und Ort
Datum

An das Bundeskanzleramt
Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1, 10557 Berlin
poststelle@bk.bund.de

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, 
im slowakischen AKW Mochovce sollen die Blöcke 3 und 4 in Betrieb genommen werden. Es handelt sich dabei um russische Reaktoren vom uralten Typ VVER 440-213. Experten, die am Bau der Reaktoren in Mochovce beteiligt waren, hatten der Umweltschutzorganisation Global 2000 Dokumente vorlegte, die beweisen, dass es gefährlichen Pfusch am Bau beider Reaktoren gegeben hat.

Im deutschen AKW Greifswald havarierte 1989 ein Reaktor dieses Typs sofort nach seiner Inbetriebnahme. Europa schrammte damals knapp an einem Super GAU an der Ostsee vorbei.

Die beiden Reaktoren in Mochovce haben 30 Jahre alte Sicherheitsstandards. Sie müssen die internationalen Sicherheitsanforderungen von 2014 nicht erfüllen, weil ihr Bau schon davor begonnen hat. Sie haben keine zweite Schutzhülle. Selbst ein Kleinflugzeug würde es bei einem Absturz bis zu einem Reaktordruckgefäß schaffen! Es gibt auch keine Ersatzteile mehr für diese überalterte Technologie. Die beiden noch in Greifswald stehenden Reaktoren dieses Typs dürfen keinesfalls als Ersatzteillager dienen!

Die slowakische Regierung hat nun die Inbetriebnahme von Mochovce 3&4 von Juni dieses Jahres bis mindestens in den Herbst 2019 verschoben. Der Grund ist, der österreichische Bundeskanzler Kurz war dem Wunsch seiner Bürgerinnen und Bürger gefolgt und hatte bei der slowakischen Regierung intervenierte.

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, setzen auch Sie sich bei der slowakischen Regierung gegen die Inbetriebnahme dieser beiden Reaktoren ein! Verhindern Sie den Start der beiden Reaktoren in Mochovce!

Aber auch im tschechischen Dukovany laufen noch vier Reaktoren dieses Typs. Nach 30 Jahren waren sie am Ende ihrer Laufzeit angelangt. Tschechien hat ihnen nun noch einmal 10 Jahre Laufzeitverlängerung gegeben. Die Aarhus Konvention Initiative hat zusammen mit Global 2000, dem Ökobüro Wien und tschechischen NGO Beschwerde gegen diesen atomaren Wahnsinn vor dem Aarhus Komitee in Genf eingelegt. Sie können diese Beschwerde im Internet bei der UNECE Aarhus Konvention verfolgen (1). Die Bundesrepublik Deutschland muss sich in der Vollversammlung der Aarhus Konvention zumindest für eine grenzübergreifende Sicherheits- und Umweltverträglichkeitsprüfung bei Laufzeitverlängerung einsetzen! 

Ihnen liegen auch die Temelin-Petition (2) und die Dukovany-Petition (3) vor. Die langjährige Arbeit der Petentin und ihrer Kolleginnen und Kollegen trug dazu bei, dass das Bundesumweltministerium mit der Petentin und unabhängigen Experten im Jahre 2015  zur tschechischen Atomaufsicht nach Prag fuhr und unabhängige Experten erneut die Sicherheitsmängel an allen Schweißnähten im radioaktiven Primärkühlkreislauf in Block 1 des AKW Temelin untersucht haben wollten. Dies wurde von der tschechischen Regierung jedoch verweigert. Dieser Besuch trug aber immerhin dazu bei, dass 2015 in allen sechs tschechischen Reaktoren ein schier unglaublicher und Jahrzehnte lang währender Betrug an allen Schweißnähten im nichtradioaktiven Sekundärkühlkreislauf aufgedeckt wurde.

Setzen Sie sich dafür ein, nun endlich auch die Schweißnähte im Primärkühlkreislauf von Temelin 1 mit einer unabhängigen internationalen Expertenkommission untersucht zu bekommen!

(1)   https://www.unece.org/environmental-policy/conventions/public-participation/aarhus-convention/tfwg/envppcc/envppcccom/acccc2016143-czech-republic.html

(2)   https://www.change.org/p/atomkraftwerk-temelin-i-sofort-abschalten-svenjaschulze68

(3)   https://www.change.org/p/gef%C3%A4hrlicher-akw-neubau-stoppt-das-neue-atomkraftwerk-in-tschechien

Mit freundlichen Grüßen
(Ihren Namen nicht vergessen)


Musterbrief Ende

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