Petition Closed
Petitioning ARD, ZDF und die dritten Programme

Klärt endlich angemessen über den Sexismus in dieser Gesellschaft auf!

Tagelang war er Thema in den Medien, als eine Journalistin öffentlich über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung berichtete und seit dem über 60.000-fachen "Aufschrei" im Netz bei Twitter: Der alltägliche Sexismus in Deutschland.

DASS über Sexismus diskutiert und berichtet wird ist gut und richtig und war schon lange überfällig. Aber WIE das Thema, vorallem auch im Fernsehen, diskutiert und dargestellt wurde, ist furchtbar und unangemessen. Da wurde gespottet, gewitzelt, verharmlost, für unwichtig erklärt. Es wurde reißerisch die allgemeine Sensationslust bedient.

+++ Update 08.12.2013 +++

Der ZDF-Fernsehrat hat am 18. Oktober 2013 getagt und über unsere Programmbeschwerde zur "Sexismus-Debatte" beraten. Nun haben wir das Ergebnis.

Wie kaum anders zu erwarten, wurde unsere Beschwerde als unbegründet abgelehnt.

Das ZDF sieht in Bezug auf die Sendungen "ZDF log in" und "maybrillt illner" keinen Verstoß gegen die eigenen Richtlinien.

Leider haben wir keinen Einblick in welcher Weise der Fernsehrat das Thema und unsere Beschwerde behandelte. Wir können nur Vermutungen anstellen.

Die Entscheidung wurde uns auch in keiner Weise begründet.
Hier ist der Text unserer Beschwerde noch einmal verlinkt.

Auf unser Schreiben, welches wir an die ARD gerichtet hatten (Brief an Volker Herres) kam keine weitere Antwort. Auch hier können wir nur mutmaßen, ob unsere Beschwerde etwas bewirkt hat.

Dennoch halten wir es für wichtig, weiterhin das Programm zu beobachten und sich gegebenenfalls zu beschweren.
Macht also weiterhin Druck und beschwert euch! Hier und hier ist das möglich.
Bei ARD und ZDF gibt es noch viel zu tun.

Hier ist der Text unserer Beschwerde und weiter Hintergründe noch einmal verlinkt.

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+++ Update 27.08.2013 +++

Unsere Beschwerde wird am 6. September 2013 im Beschwerdeausschuss behandelt. Der Fernsehrat wird dann in seiner nächsten Sitzung, am 18. Oktober 2013 über unsere Beschwerde beraten.

Dafür wollen wir noch einmal alle Kräfte bündeln, unsere Forderungen verbreiten und dann unsere Petition mit möglichst vielen Unterschriften an ARD und ZDF übergeben.

Deswegen teilt die Petition, erzählt euren Bekannten davon, verschickt und verbreitet den Link was das Zeug hält!

http://www.change.org/aufschreiTV


Unser Schreiben an Volker Herres - ARD

Unser Schreiben an den Beschwerdeausschuss des ZDF

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+++ Update 24.05.2013 +++
Wir haben letzten Monat an die Rundfunkräte und Intendant*innen der ARD eine Programmbeschwerde zu den Talkshows Günther Jauch, Anne Will, Menschen bei Maischberger, ZDF log, Maybrit Illner und Wutbürger Paul aus dem zdf.kulturpalast eingereicht, sowie unsere Forderungen aus dieser Petition.

Geantwortet haben bisher ARD (Antwort ARD Teil 1, Antwort ARD Teil 2) und WDR (Antwort WDR) und ZDF (Antwort ZDF).

Zur Antwort von Volker Herres, Programmdirektor der ARD:
Er bedauert, dass uns die Talkshows nicht gefallen haben, das Anliegen sei jedoch gewesen, dass sich auch Zuschauerinnen und Zuschauer mit dem Thema beschäftigen, die dies ansonsten nicht tun würden. Dazu seien Gesprächsreihen in besonderer Weise geeignet.
Wir sagen: Nein, das sind sie bei diesem Thema eben nicht. Was fehlt, ist ein AUFKLÄRENDE Berichterstattung, die der Schwere des Themas gerecht wird.

Gerne versichert er uns, dass die ARD bereits zahlreiche unserer Forderungen erfülle. Welche dies denn sein sollen, darüber schweigt er sich aus. Stattdessen wird uns mitgeteilt, dass drei! der neun Intendant*innen der ARD Frauen sind, und dass es sogar einige Direktorinnen in Landesrundfunkanstalten gibt. Außerdem gäbe es Gleichstellungsbeauftragte und familienfreundliche Arbeitszeiten.

Trotz dieser paradiesischen Zustände in der ARD, will er das Thema Sexismus auch weiterhin aufgreifen. Allerdings sollen dabei Betroffene BEIDER SEITEN ausreichend zu Wort kommen.

Danke Herr Herres! Doch, nur allzu gerne würden wir erfahren, welche BEIDEN SEITEN dies beim Thema Sexismus sein sollen. Sexist*innen gegen Menschen mit Erfahrungen von sexualisierter Gewalt vielleicht? Die sollen dann auch in der nächsten ARD-Talkshow fröhlich weiter darüber diskutieren, ob sexuelle Belästigung vielleicht gar keinen sexistischen Hintergrund hat?

Nein, Herr Herres, da haben Sie leider selbst einiges nicht verstanden.

Mit dieser Antwort geben wir uns nicht zufrieden! Die Petition läuft weiter, für eine aufklärende Berichterstattung und gegen Sexismus im TV!
Helfen Sie uns und verbreiten Sie diese Petition weiter!
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Sie wollen, dass ARD, ZDF und Dritte Programme zukünftig informierter und angemessener über Sexismus berichten? Dann unterschreiben Sie jetzt. Sobald Sie unterschrieben haben, leiten Sie diese Petition an Freunde und Bekannte weiter.

Was fehlte ist eine gute, aufklärende Berichterstattung, die der Schwere des Themas gerecht wird. Die Sendungen, die zum Thema der Sexismus-Debatte ausgestrahlt wurden, konnten dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender in keiner Weise gerecht werden. Das Ergebnis: Sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe sind weiterhin akzeptiert. „Täter*innen" sind in ihrem Tun bestätigt und dürfen weitermachen.

Viele Menschen leiden tagtäglich unter dem allgegenwärtigen Sexismus in diesem Land. Es geht um sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt. Es geht um Strukturen, die so in den Köpfen verankert sind, dass das einzige Argument zu sein scheint: „Frauen* und Männer* sind eben so, das wird sich auch nie ändern". Das ist Sexismus. 

Liebe öffentlich rechtliche Fernsehsender: Klärt auf! Berichtet über das Thema in angemessener Weise! Hinterfragt, brecht Strukturen auf, zeigt Hintergründe und Entwicklungen!

Unterschreiben Sie jetzt unsere Petition an ARD, ZDF und die Dritten Programme.

Wir sind Staatsbürger*innen, die für diese Sendungen GEZ-Gebühren zahlen müssen.

Unsere Forderungen für unsere GEZ-Gebühren:

1) Wir fordern die Intendant*innen sowie die Rundfunkräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf, eine Stellungnahme zu sexistischen Inhalten in ihrem Programm abzugeben.

2) Wir fordern ein klares Bekennen zum gesetzlichen Auftrag, auch über Sexismus zu informieren, aufzuklären (z.B. über die Zusammenhänge von Sexismus, sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt) und politisch zu bilden.

3) Wir fordern, Fachleute zu Sexismus einzuladen (die auch Zeit bekommen, Fakten zu nennen).

4) Wir fordern ausreichende Recherche zu Sexismus (keine uninformierte Moderation).

5) Wir fordern Respekt gegenüber Betroffenen (kein Lächerlichmachen).

6) Wir fordern keine Schuldumkehr bezüglich sexistischer Übergriffe.

7) Wir fordern dem Grundsatz der Gleichstellung von Mann* und Frau* in allen Sendungen Rechnung zu tragen und dem Verbreiten von sexistischem Gedankengut entgegenzuwirken.

Wenn Sie diese Forderungen unterstützen, dann verbreiten Sie diese Petition weiter. Jede neue Person, die sie unterzeichnet, erhöht unseren Erfolg!

Letter to
ARD, ZDF und die dritten Programme
Sehr geehrte Intendant*innen der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender,

tagelang war er Thema in den Medien, als eine Journalistin öffentlich über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung berichtete und seit dem über 60.000-fachen "Aufschrei" im Netzt bei Twitter: Der alltägliche Sexismus in Deutschland.

DASS über Sexismus diskutiert und berichtet wird ist gut und richtig und war schon lange überfällig, wie der "Aufschrei" im Netz und die Reaktionen darauf zeigen.

Aber, WIE das Thema, vorallem auch im Fernsehen, diskutiert und dargestellt wurde ist furchtbar und unangemessen. Es zeugt von einer dermaßen großen Uninformiertheit, dass es nicht hinnehmbar ist.
Da wurde gespottet, gewitzelt, verharmlost, für unwichtig erklärt. Es wurden Fakten verdreht oder kamen erst gar nicht auf den Tisch. Es wurde reißerisch die allgemeine Sensationslust bedient.
Aber eine gute, aufklärende Berichterstattung, die der Schwere des Themas gerecht wird, die fehlte.

Die Sendungen, die zum Thema der Sexismus-Debatte ausgestrahlt wurden, konnten dem Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender in keiner Weise gerecht werden. Das Ergebnis: Sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe sind weiterhin akzeptiert. "Täter*innen" sind in ihrem Tun bestätigt und dürfen weitermachen.

Viele Menschen (mehr als 58% der Frauen* in Deutschland, das ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung) leiden tagtäglich unter dem allgegenwärtigen Sexismus in diesem Land.
Es geht um sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt. Aber nicht nur. Es geht um Strukturen. Strukturen, die es erlauben, dass die Hälfte der Bevölkerung und ihre Bedürfnisse nicht ganz so ernst genommen werden müssen. Strukturen, die es erlauben, dass die Arbeit dieser Menschen nicht angemessen entlohnt werden muß. Strukturen, die es erlauben, dass diese Menschen häufig eher als Objekte und Projektionsflächen von sexueller Begierde, denn als Menschen gesehen werden. Strukturen, die so in den Köpfen verankert sind, dass das einzige Argument, das zählt, zu sein scheint: "Frauen* und Männer* sind eben so, das wird sich auch nie ändern".

Das ist Sexismus.

Und darüber muss aufgeklärt werden.
Und zwar angemessen.

Liebe öffentlich rechtliche Fernsehsender, das ist euer Job! Stichwort: Bildungsauftrag.
Klärt auf! Berichtet über das Thema in angemessener Weise! Hinterfragt, brecht Strukturen auf, zeigt Hintergründe und Entwicklungen!
Wenn euch das Wissen fehlt, ladet Expertinnen und Experten zu diesem Thema ein, die auch wirkliche Expert*innen sind! und lasst sie ihr Wissen mitteilen!

Wir sind Staatsbürger*innen, die für diese Sendungen GEZ-Gebühren zahlen müssen. Einige Städte fassen z. Zt. schon wegen der neuen GEZ-Gebühren rechtliche Schritte ins Auge. Sollten wir uns in Zukunft nicht in euren Sendungen vertreten sehen, würden wir auch eine Verweigerung der GEZ-Gebühren einleiten müssen.

Tragt nicht weiter dazu bei, dass die Menschen, die sowieso schon in ihrem Leben mit Sexismus zu kämpfen haben, auch noch verhöhnt und klein gemacht werden!

Klärt endlich angemessen über den Sexismus in dieser Gesellschaft auf!

Unsere Forderungen für unsere GEZ-Gebühren:

- Wir fordern die Intendant*innen sowie die Rundfunkräte der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten auf, eine Stellungnahme zu sexistischen Inhalten in ihrem Programm abzugeben.

- Wir fordern ein klares Bekennen zum gesetzlichen Auftrag, auch über Sexismus zu informieren, aufzuklären (z.B. über die Zusammenhänge von Sexismus, sexueller Belästigung und sexualisierter Gewalt) und politisch zu bilden.

- Wir fordern Fachleute zum Thema einzuladen (die auch Zeit bekommen, Fakten zu nennen).

- Wir fordern ausreichende Recherche (keine uninformierte Moderation).

- Wir fordern Respekt gegenüber Betroffenen (keine Verhöhnung, kein Lächerlichmachen).

- Wir fordern keine Schuldumkehr bezüglich sexistischer Übergriffe.

- Wir fordern dem Grundsatz der Gleichstellung von Mann* und Frau* in allen Sendungen Rechnung zu tragen und dem Verbreiten von sexistischem Gedankengut entgegenzuwirken.