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Ehemalige Heimkinder in ganz Deutschland fordern sofortige Auszahlung aus dem Heimfonds !

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Der Heimfonds West und Ost ist 2012 mit dem Slogan gestartet: "Wir wollen schnell und unbürokratisch alle Anträge von Betroffenen bearbeiten und keiner wird durch das Antragsverfahren retraumatisiert." 

Dieser Zusage haben fast alle ehemaligen Heimkindern vertraut und mussten dbzgl. eine herbe Enttäuschung und Niederlage einstecken.

Vom Lenkungsausschuss wurde ein unmenschliches Antragsverfahren in Gang gesetzt, wo Opfer erneut zu Opfern und Bittstellern deklassiert wurden

Angeblich speziell geschultes Personal sollte als SachbearbeiterIN die sogenannten Erstgespräche führen, um somit eine Retraumatisierung zu vermeiden. Genügend Personal sollte eingesetzt werden, um die Antragsdauer nicht unnötig in die Länge zu ziehen, damit schnellstmöglich der Betrag von 10.000 Euro an die Betroffenen ausgezahlt werden kann.

Doch wie verläuft das Antragsverfahren tatsächlich ab: Vorlage von Kostenvoranschlägen und verbindliche Auftragsbestätigungen, für zuvor beantragte Hilfsmittel und Güterwaren im Rahmen einer schriftlichen Vereinbarung. Nachweise über Heimaufenthalte und Heim-Arbeitsnachweise. Mündliche Schilderung aller sexuellen Missbräuche, sowie körperliche Züchtigungen und Gewalttaten. Nennung der Namen aller Täter und Täterinnen und Kostenträger. Insgesamt betrachtet, eine unmenschliche Methode der Befragung, mit latenten Unterstellungen und Zweifeln an der Glaubwürdigkeit. Betroffene welche in Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien untergebracht waren, waren erst gar nicht anspruchsberechtigt, was einher ging mit einer erneuten Demütigung.

2016 sollte ein zweiter Heimfonds seine Arbeit aufnehmen, bei dem nun die zuvor ausgeschlossenen ehemaligen Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien, ebenfalls nun einen Antrag stellen können. Laut Pressemitteilung der Direktorin vom LVR Köln, Frau Ulrike Lubek, vom 05.04.2016, ist zu befürchten, dass der Fonds "Anerkennung und Hilfe" seine Arbeit womöglich nicht in 2016 aufnehmen kann. Schuld sollen die Finanzminister sein, welche weitere Grundsatzfragen zum Fond geklärt wissen wollen. Dies ist eine schallende erneute Ohrfeige für alle Betroffenen! 

Im Namen aller Betroffenen, fordert der Verein "1. Community Mönchengladbach e.V. in NRW" die sofortige unverzügliche Auszahlung an alle antragsberechtigten Betroffenen! Der Fonds "Anerkennung und Hilfe" muss ebenfalls seine Arbeit unverzüglich aufnehmen und eine Auszahlung muss noch 2016 erfolgen, ohne erst vorab bürokratische Hürden nehmen zu müssen. Die Fondsgelder müssen selbstbestimmend verwendet werden dürfen! Wir fordern, dass ALLE ehemaligen Heimkinder bis zum 31.12.2016 frei über die Fondsgelder verfügen können!



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