Petitionsaufruf zur Rettung des Rückzugshauses der GAPSY

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Heiko Schwarting
Heiko Schwarting hat diese Petition unterschrieben.

Das Rückzugshaus der GAPSY in Bremen ist seit 15 Jahren ein Ort, der Menschen in akuten psychischen Krisen eine Auffangmöglichkeit bietet: Es ist ein Ort, bei dem sie abends, nachts und morgens warm empfangen werden, entlastende Gespräche mit Mitarbeiter*innen führen und tägliche Arztvisiten wahrnehmen können, gemeinsam kochen -  und Abendessen, oder durch gemeinsame Aktivitäten wieder auf andere Gedanken kommen können.

Jetzt soll dieser, für so viele Menschen lebenserhaltende Ort geschlossen werden, weil die Krankenkassen die notwendigen Kosten pro Gast und Tag nicht mehr tragen möchten. Die bestehenden Verträge der diensthabenden Ärzte wurden bereits gekündigt, so dass es ab Anfang nächsten Jahres keine  Ärzte mehr im Rückzugshaus geben wird.

Ich bin Heiko Schwarting, Genesungsbegleiter bei der GAPSY, und will das mit unserem Unterstützer*innenkreis verhindern! Wir, als Genesungsbegleiter*innen halten den Fortbestand des Rückzugshauses in seiner jetzigen Struktur für dringend notwendig, da es Menschen in akuten psychischen Krisen, die einen stationären Aufenthalt in einer Klinik vermeiden wollen oder sollen, aufgrund unterschiedlicher Kriterien, wie z.B. Arbeit oder eine anstehende Therapie, eine gute Alternative bietet. 

Wir fordern daher die Krankenversicherungen  AOK Bremen/Bremerhaven und die HKK Bremen dazu auf, die finanzielle Unterstützung des Rückzugshauses der GAPSY nicht einzustellen, sondern sich stattdessen dafür einzusetzen, dass es erhalten, sogar vergrößert und barrierefrei gestaltet wird!

Als Patient habe ich in der Vergangenheit schon eine Reihe stationärer Klinikaufenthalte mitgemacht, bevor ich 2016/17 dann selbst eine Ausbildung als Genesungsbegleiter begann. In diesem Rahmen lernte ich das Rückzugshaus kennen: Ich war von der Atmosphäre und dem Konzept der Einrichtung sofort begeistert und bin noch heute fest davon überzeugt, dass mir in der Vergangenheit so einige stationäre Klinikaufenthalte erspart geblieben wären, wenn ich das Rückzugshaus schon früher kennengelernte hätte. Seit Ende meiner Ausbildung 2017, arbeite ich nun selbst im Rückzugshaus und erlebe immer wieder, welch nachhaltige Wirkung das Konzept und der Aufenthalt im Rückzugshaus auf unsere Gäste haben. Viele unserer Gäste wählen den Aufenthalt im Rückzugshaus weil sie einen stationären Aufenthalt vermeiden wollen und eine Tagesklinik nicht in Frage kommt. Für sie ist das Rückzugshaus die einzige Alternative in Bremen, die nachweislich erfolgreich ist.

Statt sich für den Erhalt eines guten Konzepts einzusetzen, das sich schon seit 15 Jahren bewährt hat, viel Beachtung in Fachkreisen findet und sogar ausgezeichnet wurde, wollen die AOK Bremen/Bremerhaven und die HKK Bremen die notwendige Finanzierung des Rückzugshauses nicht mehr tragen.

Es macht mich wütend und ist für mich unverständlich, dass diese Alternative für Menschen in akuten psychischen Krisen, die einen stationären Aufenthalt vermeiden wollen, nun einfach geschlossen werden soll!

Darum benötigen wir dringend Ihre Unterstützung und Ihre Unterschriften. Bitte teilt diese Petition mit Freunden und Bekannten.  

Vielen Dank,

Heiko 

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PS: Wir haben für unsere Aktion „Rettet das Rückzugshaus“ jetzt eine eigene Website. Die Adresse lautet: http://rettet-das-rueckzugshaus.de/

Wir haben auch einen Eintrag bei Google und Bing beantragt, so dass diese Seite – und damit unsere Aktion – auch über diesen Weg gefunden werden kann.

Wir haben außerdem eine Online Petition ( ePetition ) bei der Bremer Bürgerschaft eingereicht, die genehmigt wurde! 

Wer die Petition unterstützen möchte, kann bei Aufruf folgenden Links direkt seine persönlichen Daten eintragen und damit die Petition unterzeichnen.