Wohnungslosigkeit bekämpfen! Lebenskunde an Schulen!

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Till Ernecke hat diese Petition an Anja Karliczek gestartet.

In Berlin sollten Neuköllner Hauptschüler in der 10. Klasse lernen, wie sie einen Harz4 Antrag ausfüllen. Es gab einen medialen Aufschrei, dies sei herabwürdigend und die völlig falsche Motivation. Finden wir auch. Aber lediglich, weil es sich auf Hauptschulen begrenzte. Wir fordern das Lebenskunde Schüler*innen vermittelt wird- und zwar an allen Schulen. 

Wir leben in einem großen Staat mit vielen Regeln und Gesetzen. Junge Menschen werden nach der Schule mit komplexen Problemen konfrontiert: Wohnungssuche, Jobsuche, Studiums/Ausbildungssuche. Irgendwann muss man die erste Steuererklärung machen, muss wegen einem verlorenen Job Arbeitslosengeld beantragen oder für das Studium BaföG. Aktuell muss man sich all diese Informationen direkt in der Situation beschaffen. Wer Eltern hat, die sich damit auskenne, hat Glück. Wer anders aufwächst, muss sich all das selbst aneignen. Meist fehlt dann das Wissen im entscheidenden Moment. Man verpasst es, seine Wohnung zu bekommen, weil man von Wohngeld nie etwas gehört hat. Man häuft Schulden an, weil man sich bezüglich sozialer Hilfsgelder nicht auskennt. Man muss plötzlich riesige Beträge zurückzahlen, weil man vom Steuerrecht keine Ahnung hatte. Man fliegt aus seiner Wohnung, weil man nie von den Rechten der Mieter*innen gehört hat – oder das man günstig einen Sozialanwalt zu Rate ziehen kann.

All diese Informationen sollten Schüler*innen kennen. Dabei ist egal ob Hauptschule oder Gymnasium. Auch mit Abitur kann man einen Knick im Lebenslauf haben und plötzlich auf staatliche Hilfe angewiesen sein. Wir haben oft gehört, dass gerade Krisensituationen sich verschärft haben, weil die Betroffenen nicht wussten, wie sie vorgehen können. Was helfen alle staatlichen Förderungen und Gesetze, wenn man sie nicht kennt und keine Ahnung von den eigenen Rechten hat?  Deshalb sollten diese Inhalte bereits in der Schule in unterrichtet werden, z.B. in regelmäßigen Projektwochen. 

Angestoßen wurde die Idee durch die ansteigende Anzahl von Obdachlosen. Wir suchen Wege, dieses Problem einzudämmen. Die Behebung fehlender Kenntnis von den Methoden des Sozialstaat wäre ein Weg.

Die dramatisch steigende Zahl von Wohnungs/Obdachlosigkeit sollte Anlass genug sein, zu allen möglichen Mitteln zu greifen, das Problem einzudämmen. Bei der steigenden Tendenz nähern wir uns der 1 Millionen Marke von Menschen ohne festen Mietvertrag. Die Gründe hierbei sind komplex. Es gibt in verschiedenen Bereichen Lücken im Sozialstaat Deutschland. Daher braucht es ein komplettes Programm zur Bekämpfung dieses Missstandes. Diese Petition stellt einen Unterpunkt eines solchen Programms dar. Die weiteren Punkte samt dazugehörigen Petitionen finden Sie hier:

https://jtw-spandau.de/wohnungslosigkeit-bekämpfen

Wir würden uns freuen wenn Sie diesen Punkt, aber auch die weiteren Punkte des Programms mit Ihrer Stimme unterstützen würden!

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