Zivilcourage zeigen! Geflüchtete aufnehmen, jetzt!

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Europa begeht gerade ein Verbrechen gegen die Menschenrechte!

An der türkisch-griechischen Grenze trägt sich eine humanitäre Katastrophe zu: Nachdem der türkische Präsident Erdoğan die Grenze zu Griechenland geöffnet hat, haben sich tausende Geflüchtete auf den Weg gemacht, um in der EU einen Antrag auf Asyl zu stellen. Doch anstelle fliehende Menschen zu unterstützen und ihnen Schutz zu gewähren, werden die Grenzen gesichert. In Griechenland wendet die Polizei Gewalt an, damit die Menschen nicht ins Land kommen. Bilder von Kindern bei Minusgraden in kurzen Klamotten, Zeugenberichte von grausamen und angsterfüllten Zuständen.

Ein erster Schritt wäre: Jetzt ist echtes und beherztes Krisenmanagement gefragt. Dazu gehört, Griechenland und das ebenfalls betroffene Bulgarien schnell mit ausreichend Material und Personal beim Grenzschutz und bei der humanitären Versorgung der Flüchtlinge zu unterstützen

Langfristig gedacht müssen die willigen Länder - Deutschland, Frankreich, Italien, Belgien, die Niederlande und Luxemburg - dabei als Bündnis der Willigen vorangehen, für eine Aufnahme von Menschen sorgen und so die brenzlige Lage entschärfen. Kugeln und Tränengas sind für die selbsternannte Friedensmacht Europa keine Option. Es kann nicht sein, dass wir europäische Werte - Menschenrechte und die Rechte von geflüchteten Menschen - außer Kraft setzen. Das sind Werte, die wir in Europa eigentlich verteidigen möchten. Was verteidigen wir dann eigentlich noch?

Verschiedene Angaben sagen das schon zwei Personen ums Leben gekommen sind - ein syrischer Geflüchteter und ein Kind. Die griechische Küstenwache drängt massiv Boote ab und schlägt Leute. Wir brauchen ein funktionierendes Asylsystem: schnelle Entscheide, sowie Aufnahme und Schutz für diejenigen, die wirklich aus Kriegsgebieten kommen und diesen Schutz verdienen. An die Grenze sind in den vergangenen Wochen durch die Offensive des syrischen Regimes auf Idlib rund eine Million Menschen - davon fast 80 Prozent Frauen und Kinder - hin geflüchtet. Sie leben unter sehr schwierigen Bedingungen. Hier könnte die EU helfen, indem sie Personen aus diesem Gebiet aufnimmt. 

Doch unsere Regierung versteckt sich hinter wahnwitzigen Abmachungen, Verträgen und Gesetzen, anstelle schnellstmöglich zu handeln. Deshalb fragen Sie sich selbst, würden Sie einen Menschen (oder sogar eine Familie) bei sich aufnehmen? Mehrere Millionen Geflüchtete brauchen einen sicheren Ort der Ankunft! Wenn die Regierung nichts macht, dann ist es unser aller Verantwortung zu handeln und die Rechte jedes Menschens zu verteidigen!

Ungefähr vier Millionen Menschen brauchen gerade sehr akut Schutz und Unterstützung, da sie im Niemandsland zwischen der Türkei und Griechenland festgehalten werden, oder nicht mehr weiter von den Inseln Samos, Leros, Chios, Kos und Lesbos kommen. Allein für Deutschland würde das bedeuten, in jeder Stadt müssten zw. 500-3000 Menschen aufgenommen werden. Und wenn unsere Regierung meint so viele Unterkünfte können nicht gestellt werden, dann lasst ein Zeichen setzen! Wir sind bereit Geflüchtete aufzunehmen! Und zwar in unseren Umfeldern, Wohnungen und Häusern! Unsere Aufgabe ist es, deutlich Position zu beziehen und laut für die Menschen- und Flüchtlingsrechte einzutreten: Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Freiheit und Würde – und darauf, Schutz vor Verfolgung zu finden. Dies wird auch mit dem Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte rechtlich unterstützt. Geflüchtete haben das Recht, Asyl zu suchen und zu genießen. Außerdem ist der Schutz vor Abschiebung in die Verfolgung ein Menschenrecht, das unter anderem in der Europäischen Menschenrechtskonvention bestätigt wird. Jeder Staat muss somit Personen Schutz gewähren, denen in ihrem Herkunftsland Verfolgung droht. Doch viele Regierungen kommen dieser Verpflichtung nicht nach, obwohl sie in der Genfer Flüchtlingskonvention festgeschrieben ist.

Liebe Bundesregierung, lieber Europäischer Rat wir sind bereit Geflüchtete zu unterstützen, indem wir diese Menschen bei uns aufnehmen und eine Unterkunft stellen! Dennoch fordern wir: Griechenland bei der Bewältigung der Lage mit allen Mitteln zu unterstützen. Humanität und Ordnung müssen nun die Leitprinzipien der EU sein. Die Länder der EU müssen sich über eine gerechte Verteilung und Aufnahme einig werden. 

Liebe Mitmenschen, lasst uns ein Zeichen setzen indem wir (Zivilcourage) zu  4 Millionen Menschen JA sagen. Ja dazu, Menschen in Not bei uns aufzunehmen. Jede*r muss für sich überlegen, ob sie*er dazu in der Lage ist, einen Menschen oder sogar eine Familie bei sich aufzunehmen!!! Damit würden wir unserer Verantwortung den Menschenrechten und der Würde des Menschens gerecht werden und damit ein Symbol für die Menschlichkeit setzten! Liebe EU, wenn wir das schaffen, dann schafft ihr das auch!