Schrittweise Kita-Öffnung trotz Coronavirus

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Nachdem nun erste Lockerungen in der Corona-Krise beschlossen wurden, ist es zwingend erforderlich, dass auch Familien und Kinder bei weiteren Lockerungen bedacht werden und auch für sie Schritte in etwas Normalität absehbar werden. Denn wie kann es sein, dass die Politik über das Wohl von Autohäusern nachdenkt, über das von Familien und Kindern jedoch nicht? Offensichtlich wird die Situation und der Druck, der in den Familien insbesondere mit jüngeren Kindern herrscht, nicht ernst genommen. Liegt das etwa daran, dass vor allem eher konservative Parteien nach wie vor von einer Ein-Verdiener-Ehe ausgehen, in der die Frau nicht oder nur sehr eingeschränkt arbeitet und somit ausreichend Zeit hat, sich um die Kinder zu kümmern?

Fakt ist, dass dies für einen breiten Teil der Bevölkerung nicht zutrifft! Seit fünf Wochen leben Eltern mit ihren Kindern im Homeoffice. Das ist eine riesen psychische und physische Belastung für Familien, da Arbeitszeiten oftmals in die Nacht verlegt werden, um sowohl dem Job als auch den Kindern irgendwie gerecht zu werden. Für ein paar Wochen mag das in Ordnung und erträglich sein, auf Dauer aber keinesfalls! Glaubt da jemand ernsthaft, dass Kinder in dieser Situation gut betreut werden können oder etwa der Job nur ansatzweise zufriedenstellend erledigt werden kann?

Die Kitas sollen daher die Betreuung wenigstens auf Kinder ausweiten, deren Eltern eine Betreuung berufsbedingt (auch im Homeoffice!) nicht selbst leisten können. Auch in den Kitas sind Schutzmaßnahmen denkbar wie regelmäßiges Desinfizieren von Flächen, Abstandhalten des Kita-Personals, Tragen von Mundschutz für Personal und Kinder (halte ich auf jeden Fall ab 5 Jahren für denkbar) und vermehrter Aufenthalt an der frischen Luft! Außerdem sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass im Falle von Infizierungen wohl kaum das Gesundheitssystem überlasten wird, da ein Risiko schwerer Verläufe bei Kindern kaum besteht. Und ihre Eltern dürften altersmäßig auch eher weniger gefährdet sein (Ausnahmen müssen das Betreuungsangebot ja nicht nutzen!).