Nein zur Urangewinnung im Gebiet Kurgan

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Das Gebiet Kurgan ist eine ziemlich kleine russische Region und liegt an der Grenze zu Kasachstan. Die AG „Dalur“, eine Tochtergesellschaft des staatlichen russischen Unternehmens „Rosatom“, plant, aus der Lagerstätte Dobrovolnoye im Zverinogolovsker GebietUran zu gewinnen, wie sie dies bereits seit 20 Jahren in den Lagerstätten Dalmatovskoye und Schumichinskoye macht. Umweltaktivisten und Gebieteinwohner setzten sich seit einigen Jahren aufgrund dramatischer Umweltschäden und einer möglichen Umweltkatastrophe in einem großen Umkreis für ein Verbot des Uranabbaus an diesem Ort ein. Dafür gibt es mehrere Gründe:


1) Inder Lagerstätte Dobrovolnoye wurde bereits in den 90er Jahren eine Laugung durchgeführt. Damals wurde Uranabbau an diesem Ort als besonders gefährlich eingestuft. Durch die Fachkommission wurde festgestellt, dass das Druckniveau des Grundwassers aus den erzhaltigen Bodenschichten ziemlich groß ist, so dass die Quellen zutage treten. Aus diesem Grund wurden die Rohre mit einer speziellen Bentonitlösung gefüllt.


1992 schätzten die Experten die Gammastrahlung hier auf 17 Mikrometer pro Stunde. 2018 hat sich die Gammastrahlungverdreifacht: Die Strahlenbelastung ist auf 49,6 Mikrometer pro Stunde gestiegen. Dies bedeutet, dass die Bentonitlösung, mit der die Rohre gefüllt wurden, sich nach 26 Jahren aufgelöst hat, sodass das radioaktiv stark belastete Wasser aus der Lagerstätte austrat und sowohl das Grundwasser als auch die Erdoberfläche kontaminiert wurden. Dies kann man mit eigenen Augen beobachten – aus den alten einst von der AG „Dalur“ mit der Bentoninlösung gefüllten Rohren tritt immer noch die Flüssigkeit aus. An den Rohren selbst sind Spuren der alten Lösung zu sehen. Falls man mit dem Uranabbau beginnt, nimmt die Radioaktivität des Grundwassers der Lagerstätte enorm zu. Durch die alten geologischen Erkundungsquellen tritt dann nicht nur die mässig radioaktive Flüssigkeit aus, sondern dring im Wasser gelöstes Uran.


2) Die Lagerstätte befindet sich in der Nähe des Flusses Tobol. Tobol ist der Hauptfluss der Region.

Tobol, Irtysch, Ob und die Karasee sind die wichtigsten Gewässer Sibiriens. Die AG „Dalur“ wird dann bei der Urangewinnung jährlich in die Lagerstätte 3300 Tonnen der stärksten Säure einleiten. In 5 Jahren werden sich dann unter der Erde in unmittelbarer Nähe des Flusses Tobol 16.500 Tonnen schädlicher chemischer Verbindungen befinden. Bei der Gewinnungsmethode durch in-situ-Laugung wird die Lösung zwar abgepumpt, jedoch ist es gar nicht möglich, die Lösung vollständig abzupumpen. In der Erde bleiben noch Reste der chemischen Lösung. Im Frühjahr kommt es jährlich zu Überschwemmungen. So kann das Wasser in die Lagerstätte eindringen und nach der Überschwemmung radioaktiv verseucht in jedem Haushalt der Uralbewohner aus dem Wasserhahn fließen.


Die Urangewinnung ist höchstgefährlich, auch wenn man mit keinen Arbeitsunfällen rechnet. Und Arbeitsunfälle geschehen regelmäßig. So gab es beispielsweise im Februar 2019 in der Lagerstätte Dalmatovskoye einen ziemlich ernsthaften Unfall. Die 4-Kilometer-lange-Rohre sind geplatzt und die Laugungslösung floss aus. In den Medien wurde darüber berichtet, aber die AG „Dalur“ weigert sich, die Schuld auf sich zu nehmen. Im Juni 2020 haben wir in jeder Lagerstätte, wo die AG „Dalur“ aktiv tätig ist, die radioaktive Bodenbelastung festgestellt.


1) In der Region Dalmatovskoye haben wir stark verseuchte Territorien entdeckt, wo aus dem Rohr die Uranlösung auslief und in den Boden eindrang. Die radioaktive Dosisleistung am Boden beträgt 0,6 mSv/h und der maximale Indikator führt zu einer jährlichen Strahlendosis von 0,79 mSv. (Dies ist ungefähr 10-mal höher als die Hintergrundwerte in der Region Kurgan). Das bedeutet, dass die gefährlichen Radionuklide in die Umwelt gelangt sind. Dabei muss erwähnt werden, dass das Gebiet, in dem Uran abgebaut wird, nicht eingezäunt ist. Es gibt gar keine radioaktive Markierung des Gebiets. Dabei gibt die AG „Dalur“ an, dass die Lösung neben Uran auch weitere radioaktive chemische Elemente wie Thorium und Radium enthält.


All dies ist eine direkte Bedrohung für die Gesundheit und das Leben der Anwohner. Wir sind zufällig auf ein Leck gestoßen, möglicherweise ist dies nicht der einzige Fall. Aus diesem Grund haben wir uns an das russische Katastrophenschutzministerium, die Regierung der Region Kurgan und das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen (das russische Umweltministerium) gewandt, um eine Inspektion durchzuführen. Wir haben auch die Dosisleistung der Gammastrahlung neben den Rohren gemessen, durch die die Lösung gepumpt wird. Sie überschreitet 0,5 mSv/h. Dies ist ein direkter Beweis für die Strahlengefahr des Uranabbaus durch In-situ-Auslaugung.


2) In der Region Schumichinskoye zeigten uns die Anwohner selbst den Ort, an dem das Unternehmen undefinierbare Lösungen ausschüttet. Die radioaktive Strahlendosis wird dort mit Sicherheit überschritten und beträgt 0,55 mSv/h. Und die Einheimischen haben hinzu auch radioaktives Wasser, das hier aus allen Brunnen fließt. Alles begann mit dem Anfang der Tätigkeitder AG „Dalur“ (eines Uranabbauunternehmens) in dieser Region. Wir haben ein Beweisdokument, das den Überschuss an Beta-Aktivitätskonzetration im Trinkwasser bestätigt.


3) In der Region Zverinogolovsky haben wir bereits vor einem Jahr alte Quellen entdeckt, aus denen immer noch radioaktive Lösungen sickern. Die Strahlenbelastung beträgt 0,64 mSv/h.

Darum sollte die Tätigkeit der russischen AG „Dalur“ nicht als potentielle, sondern als eine große wachsende Gefahr betrachtet werden. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Kurganer Region in Russland den zweiten Platz in der Rangfolge der Sterberaten an Krebs einnimmt. Und dennoch weder lokale Wissenschaftler noch Umweltschützer oder sogar Anwohner selbst, die seit mehreren Jahren Alarm schlagen, können die schädliche Tätigkeit des Uranabbauunternehmens stoppen. Uran wird weiterhin auf Kosten der Uraler Bevölkerung abgebaut, um ins Ausland dann verkauft zu werden.


Über die Firma „Elemasch“ liefert „Rosatom“ Kernbrennstoff nach Deutschland, in die Schweiz, in die Niederlande, nach Schweden und nach Großbritannien und arbeitet seit 2000 sogar mit Indien zusammen. Dabei hat die Firma "Elemasch" den gleichen Gründer wie auch die Kurganer AG "Dalur".

Öffentliche Meinung bleibt daher das einzige wirksame Mittel, um gegen den gefährlichen Uranabbau in der Region Kurgan zu kämpfen. Dank der Resonanz in der Öffentlichkeit hat beispielsweise die AG „Dalur“ im Frühjahr 2020 die gefährliche technische Ausrüstung in der Lagerstätte Zverinogolovskoyein sichere Entfernung gebracht. Um den gefährlichen Uranabbau in der Region Kurgan endgültig zu stoppen, ist jedoch die Hilfe der Öffentlichkeit aus anderen Regionen und Ländern erforderlich.


Je mehr Menschen darübererfahren, auf welche Weise und wessen Kosten das russische staatliche Unternehmen „Rosatom“ Uran abbaut, desto höher sind die Chancen, die Gesundheit der Bevölkerung in der Region Kurgan zu schützen. Nehmen Sie an Bürgerinitiativen und einzelnen Streikposten mit dem Hashtag #StopUranKurgan teil. Unterschreiben Sie diese Petition und schicken Sie weiter an Ihre Freunde in den sozialen Netzwerken. Die Einwohner des Kurganer Gebiets zählen auf Ihre Hilfe.

 

Перевод с немецкого на русский: Нет добыче урана в Курганской области.

Курганская область — небольшой регион России на границе с Казахстаном. Компания «Далур» (дочернее предприятие «Росатома») планирует добывать уран в Звериноголовском районе на Добровольном месторождении, как она уже 20 лет делает это в Шумихинском и Далматовском районах. Активисты и местные жители уже несколько лет пытаются добиться запрета уранодобычи в этом месте из-за возможной экологической катастрофы для всей области и соседних регионов. Есть несколько причин: 


На Добровольном месторождении в 90-х годах уже проводилось опытное выщелачивание. Тогда добычу урана в этом месте признали опасной. В заключении специалистов указано, что подземные воды рудовмещающего горизонта имеют высокие напоры — скважины фонтанируют. Тогда трубы залили специальным бентонитовым раствором. 

В 1992 году специалисты оценивали мощность гамма-излучения здесь в 17 мкр/час. В 2018 цифра выросла в 3 раза — до 49,6 мкр/час. То есть за 26 лет раствор, закупоривающий старые трубы, разрушился настолько, что больше не сдерживает радиоактивные воды месторождения. Теперь они сочатся наружу, загрязняют поверхность и грунтовые воды. Это можно увидеть своими глазами — из старых, пусть и закрытых «Далуром» труб действительно вытекает эта жидкость. На трубах даже виден осадок старых растворов. Начнется добыча урана — радиоактивность вод месторождения возрастет многократно. Через старые геологоразведочные скважины потечет уже не слабо радиоактивная жидкость, а растворенный в воде уран.


Месторождение находится поблизости от реки Тобол. Это главная река региона. Тобол — Иртыш — Обь — Карское море. АО «Далур», добывая урановую руду, будет ежегодно закачивать в месторождение по 3300 тонн кислоты. Через 5 лет под землей у реки Тобол окажется 16 500 тонн вредных химических соединений. Метод добычи - скважинным подземным выщелачиванием предполагает выкачивание раствора, но выкачать его полностью не получится. Под землей всё равно будут остаточные растворы. Каждую весну река Тобол разливается. Вода может попасть на месторождение, а после разлива вместе с радиоактивными частицами течь из кранов зауральцев.

Добыча опасна даже если не брать во внимание аварии на производстве. А они случаются. Например, в феврале 2019 года на Далматовском месторождении случилась авария. 4 километра труб лопнули, и из них вылился выщелачивающий раствор. СМИ об этом написал, но «Далур» все обвинения о произошедшем отвергают. А в июле 2020 года мы нашли участки радиоактивного загрязнения почвы на каждом из трех месторождений, где «Далур» ведет свою деятельность.


В Далматовском районе мы обнаружили участок, где из трубы вылился урановый раствор и попал в почву. Мощность дозы на грунте 0,6 мкЗв/ч, а максимальный показатель 0,79 мкЗв/ч (примерно в 10 раз больше фоновых значений в Курганской области). Это означает, что опасные радионуклиды попали в окружающую среду. Причем зона, где ведётся добыча урана, не огорожена. Нет никаких знаков радиационной опасности. «Далур» указывает, что в растворе содержатся, кроме урана, радиоактивный торий и радий. 

Всё это — прямая угроза здоровью и жизням местных жителей. На протечку мы наткнулись случайно, вполне возможно, это не единственный случай. Поэтому мы обратились в МЧС, правительство Курганской области и Департамент природных ресурсов и охраны окружающей среды с требованием проведения проверки. Также мы провели замеры мощности дозы гамма излучения рядом с трубами, по которым прокачивается раствор. Она превышает 0,5 мкЗв/ч. Это прямое доказательство радиационной опасности добычи урана методом скважинного подземного выщелачивания.


В Шумихинском районе сами местные жители показали нам место, куда предприятие сливает непонятные растворы. Радиоактивный фон там, конечно же, превышен — 0,55 мкЗв/ч. А ещё у местных жителей здесь из колодцев течёт радиоактивная вода. Всё началось с прихода «Далура» (уранодобывающей компании) в этот район. У нас есть документ, подтверждающий превышение бета-активности в питьевой воде.

В Звериноголовском районе спустя год, как мы обнаружили старые скважины, из них все еще сочатся радиоактивные растворы — 0,64 мкЗв/ч.

Это не возможная, а реальная опасность деятельности российской компании АО «Далур», ведь Курганская область находится на 2 месте в России по смертности от рака. Но ни местные ученые, ни экологи, ни даже местные жители, которые уже несколько лет бьют тревогу не останавливают намерения уранодобывающей компании. Уран продолжают добывают ценой жизней зауральцев для его последующей продажи за границу.


Через компанию «Элемаш» Росатом поставляет ядерное топливо в Германию, Швейцарию, Нидерланды, Швецию, Великобританию, а с 2000 года сотрудничает даже с Индией. Учредитель «Элемаш» тот же, что и учреждал курганский АО «Далур».


Общественная огласка — это единственное, что хоть как-то помогает зауральцам бороться против опасной добычи урана в Курганской области. Например, именно из-за огласки «Далур» весной 2020 года отодвинул технику от месторождения в Звериноголовском районе на безопасное расстояние. Но чтобы полностью остановить опасную добычу урана на территории Курганской области нужна помощь жителей других регионов и стран. 


Чем больше людей узнает о том, какой ценой российская госкорпорация «Росатом» добывает уран, тем выше шансы защитить здоровье жителей Курганской области. Участвуйте в одиночных пикетах и других акциях протеста с хештегом #СтопУранКурган. Подпишите эту петицию и поделитесь ей с друзьями в социальных сетях. Жители Курганской области рассчитывают на вашу помощь.