Eltern in der Coronakrise nicht im Stich lassen: 1000 Euro Corona-Kindergeld für Familien

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Katharina Mahrt
Katharina Mahrt hat diese Petition unterschrieben.

Mein Name ist Katharina Mahrt. Mein Sohn Jan ist 3 Jahre alt und seit fast 3 Monaten versuche ich das Home-Office und die Betreuung meines Kindes unter einen Hut zu bringen. So viel kann ich jetzt schon sagen: es geht einfach nicht und ich bin am Rande meiner Kräfte.

Ich mache mir Sorgen um meinen Job, denn ich bin noch mitten in der Probezeit, habe keinen Anspruch auf Urlaub und die Erwartung ist, dass ich normal weiterarbeite. Das ist einfach nicht möglich. 

Als ich die Pressekonferenz am 15.04. mit Angela Merkel zu den weiteren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie gehört habe, war ich einfach nur wütend. Die Schließung der Kitas wurde nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Die Schulen werden lediglich für ältere Kinder wieder geöffnet. 

Die Entscheidungen wurden von einem Konsortium von überwiegend Männern um die 60 Jahre getroffen, die keine Ahnung haben, wie schwierig es ist, den Alltag mit Kleinkind und Job zu meistern. Ich habe die Nase voll - deswegen fordere ich von der Politik, dass sie endlich aufhört, die Belange von Familien zu ignorieren. Wir wissen alle, dass es in erster Linie Frauen sind, von denen erwartet wird, den großen Teil der Kinderbetreuung zu stemmen. 

Kinder sind keine Hobbies. Die gesamte Gesellschaft und die Politik steht in der Verantwortung und darf Eltern nicht einfach allein lassen. Deswegen fordere ich als ersten Schritt, dass Eltern mit kleinen Kindern ein zusätzliches Kindergeld von 1000€ pro Monat - ein sogenanntes Corona-Kindergeld erhalten. Alleinerziehende, Eltern von Kindern mit Behinderungen und Eltern mit mehreren Kindern sollten weitere Zuschüsse erhalten. So können die schlimmsten Verdienstausfälle ausgeglichen und eventuell professionelle Einzelbetreuung organisiert werden. Außerdem müssen die Gebühren für Kitas und Hort in allen Bundesländern pausiert werden.

Ich finde es richtig und wichtig, dass wir als Gesellschaft alle zusammenstehen und dafür sorgen, dass sich die Pandemie nicht weiter ausbreitet und Risikogruppen - zu denen auch Kinder, Eltern und Erzieher*innen zählen - geschützt werden. Aber wir können dabei die Eltern nicht einfach mit den Folgen der Kita- und Schulschließungen sich selbst überlassen.