Die Fakten sprechen für sich - Absage der Abschlussprüfungen

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Das Ablegen der Abschlussprüfungen ist in diesem Jahr 2020, aufgrund der Corona-Krise in Anbetracht der
aktuellen Notlage, nicht tragbar.
Ich wende mich mit meinem größten Problem, der IHK-Abschlussprüfung am 28. und 29.04.2020 an Sie,
denn ich bin überzeugt davon, dass es allen, sich im 3. Lehrjahr befindenden Auszubildenden, genauso geht
wie mir.
Auch hier gilt, außergewöhnliche Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.

Zu diesem Zeitpunkt sind die Schulen geschlossen. Ein Höchststand der Infektionsrate ist laut Studien für
Mai-Juli errechnet worden.
Ich gehe davon aus, dass es undenkbar ist, Schüler auch in 4 Wochen in die Bildungseinrichtungen zu
schicken und krank in die Berufsschulen zu bestellen, geschweige dennoch gesunde und infizierte
Auszubildende in einen Prüfungsraum zu setzen. Es würde ein Aufflammen der Infektion bedeuten.
Die Ungewissheit, wie es mit uns weiter geht, ob Betriebe, die uns Einstellungen versprochen oder Zusagen
erteilt haben, nach der Krise wirklich noch Realität sind, ist mehr als fraglich.
Die Zukunft steht buchstäblich in den Sternen, viele von uns müssen sich weiter bewerben und haben nichts in
der Hand.

Die Absage der Abschlussprüfungen und der Beschluss über einen Durchschnittsabschluss der
Berufsschulnoten würde tausenden Auszubildenden zum derzeitigen Zeitpunkt Sicherheit geben. Es ist
unbeschreiblich, was sich aktuell in den Köpfen abspielt.
Mit einem entsprechenden Abschluss könnte man sich weiter bewerben. Auszubildende aus dem
Gesundheitswesen würden somit als Fachkräfte sofort zusätzlich zur Verfügung stehen. Man würde eine
Eindämmung der Verbreitung und eine Minimierung des Risikos erzielen.

Eltern, Azubis und Lehrer hätten den Kopf frei für jetzt andere notwendige Dinge und könnten in Bereichen
aushelfen, wo es der dringlichsten Notwendigkeit bedarf.
Noten von 3 Jahren sagen mehr aus als eine unter Druck, Hetzerei und gesundheitlich nicht vertretbaren
Umständen abgelegte Prüfung.
Auszubildende, die die Übernahme in Betrieben oder ein festes Arbeitsverhältnis sicher haben, müssen
umziehen und haben das Einstellungsgehalt für eventuelle Mieten, Kautionen und Lebenshaltungskosten ab
dem Ausbildungsabschluss eingeplant.
In der Zeit, in der die Ungewissheit unseren Alttag bestimmt,
übernehmen die, die jetzt lernen müssten, die Kinderbetreuung und ganz andere Aufgaben, um das
wirtschaftliche Leben am Laufen zu halten und die Eltern zu entlasten. Dies alles führt bis zur psychischen Belastung.
Es ist schwierig in dieser Lage, in der die meisten Gesetze und Grundrechte ausgehebelt worden sind, mit
Gesetzestexten zu argumentieren.
Ich appelliere hiermit an Ihre Vernunft.