Angela Merkel bleibt!

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Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela Merkel, 

ich bin einfaches Mitglied der Münchner Grünen seit 24 Jahren. Geboren wurde ich 1976 in Manhattan in New York und seit 1981 in München. Mit 13 Jahren habe ich den Mauerfall erlebt, mit 16 Jahren die Münchner Lichterkette nach „Mölln“ und „Rostock-Lichtenhagen“. Am 11.9.2001 habe ich meinen Abschied vom - Europa macht’s möglich - Erasmusstudium in Barcelona und meinen 25. Geburtstag „gefeiert“. Meine Mutter wurde 1939 in Berlin geboren. Mein Großvater mütterlicherseits überlebte nur durch Glück seinen Einsatz als Soldat an der Ostfront. Heute bin ich Amerikaner und Deutscher, verheiratet und habe drei wundervolle und fröhliche Söhne (8,6 und 1).

Klar, wie es sich für einen jungen Menschen gehörte, habe ich als Schüler auf dem Münchner Marienplatz gegen Helmut Kohl („...ist innen hohl“) und die CDU/ CSU demonstriert und von meinem „politisch werden“ an +-22 Jahre lang für das „rot-grüne Projekt“ geschwärmt. Und trotzdem, oder gerade deswegen, möchte ich zusammen mit anderen einen dringenden Appell an Sie, die CDU, die CDU/CSU-Fraktion und die anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag richten. 

Ich möchte Sie, zusammen mit den UnterstützerInnen der Petition „Angela Merkel bleibt!“, bitten als Vorsitzende der CDU und Bundeskanzlerin im Amt zu bleiben. Gleichzeitig möchte wir alle EntscheiderInnen bei CDU, CSU, in der CDU/CSU-Fraktion und in den anderen Fraktionen im Deutschen Bundestag dringend bitten, ihr Bleiben im Amt zu unterstützen oder Ihre Bemühungen Sie, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel, abzulösen, einzustellen.

Begründung:

In 23 von 27 Ländern Europas bestimmen mittlerweile rechtspopulistische, rechtsextreme oder neofaschistische Diskurse in erheblichen Maße die öffentliche Agenda. In den USA und seit Sonntag 28.10.2018 auch in Brasilien regieren rechtsextreme Spitzenpolitiker. In allen deutschen Bundesländern ist die rechtsextreme sog. AfD nun vertreten und verbreitet ihr unsere mühsam errungene Demokratie, Frieden und Freiheit zersetzendes Gift. In Ungarn, Österreich, Polen, den Niederlanden, Frankreich, Dänemark und der Schweiz (also rund um Deutschland herum) reüssieren rechtsextreme Diskurse, ja bestimmen die Regierungspolitik (mit) oder treiben die Demokratinnen und Demokraten vor sich her.

Vom 26.-29.5.2019 ist Europwahl, bei der es gilt ein Szenario wie in Deutschland zw. 1928-1933 noch abzuwenden. Dafür brauchen wir Sie, Frau Merkel und ihren gelassenen, offenen und menschlichen Politikstil.

Ich möchte nicht, dass meine drei Söhne in europäischen Schützengräben sterben oder verwundet werden, wie es den Söhne von dutzenden Generationen von Müttern in Europa erging. Den Schmerz möchte ich meiner Frau und den Großeltern der Jungs ersparen. Und ich wünsche diesen Schmerz  keiner Mutter und Vater in meiner Generation. 

Ich habe größtes Verständnis dafür, dass sie, nach den Landtagswahlen in Bayern und Hessen und den teils bizarren Anfeindungen von zuvielen Männern aus CDU/ CSU und konservativen Medien, überlegen, ihre Nachfolge professionell zu regeln, nicht mehr für den Vorsitz der CDU zu kandidieren und wohl auch eher früher als später das Amt der Bundeskanzlerin aufzugeben. Sie haben als Mensch einen geruhsamen Lebensabend mehr als verdient. Danke für alles was Sie für unser Land, für Europa und die Welt gemeinsam mit Ihrem Team getan haben, völlig unabhängig davon wofür Sie sich in den nächsten Wochen entscheiden.

Und doch möchten wir alle, die hier unterzeichnen, sie bitten, noch bis 2021 Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende zu bleiben und alle, die das mit zu entscheiden haben, bitten, ihren Beitrag dazu zu leisten. Geben Sie unserer deutschen und europäischen Demokratie diese Chance sich zu beruhigen und nach einem guten Ausweg zu suchen.

Sie sind der letzte einflussreiche Mensch und amtierende Politiker, der sich dem wieder keimenden Faschismus in Europa, den USA und der Welt mit seinem über Jahrzehnte aufgebauten großen internationalen „standing“ und seinem bemerkenswerten politischen Geschick in den Weg stellen kann. Dabei stehen wir UnterstützerInnen der Petition hinter Ihnen unabhängig von parteipolitischen Präferenzen. Unbenommen dessen wünschen wir uns von Ihnen und den KollegInnen bei CDU/ CSU aber auch den anderen Parteien oft mehr „Wums“ bei der Lösung sozialer, kultureller und ökologischer Fragen in unserem Land und der Welt. Aber das ist hier, heute und für uns angesichts des Ernstes der Lage nicht das Thema.

Mit freundlichen Grüßen,

Benjamin David, München

#werwennnichtwirwannwennnichtjetztwowennnichthier

#wehretdenanfängen

 



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