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Mindestlohn auch für Menschen mit Behinderung in den Werkstätten

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http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2363772/Gerechter-Lohn-in-Werkstaetten%253F#/beitrag/video/2363772/Gerechter-Lohn-in-Werkstaetten%3F

In den bundesweit etwa 700 Werkstätten arbeiten Menschen mit Behinderung in den unterschiedlichsten Tätigkeitsbereichen.

Während ein Teil von ihnen unter therapeutischer Betreuung beschäftigt wird, arbeitet der andere Teil, der auf Grund der Behinderung nicht für den 1. Arbeitsmarkt geeignet ist, unter ganz normalen Bedingungen - bis zu 6 Stunden am Tag. 

Diese Menschen arbeiten z.B. in der metallverarbeitenden Industrie. Meine Tochter ist in einer Trockenwäscherei tätig, die zahlreiche Hotels und Gastronomiebetriebe beliefert. Die Arbeitsbedingungen dort sind vergleichbar mit jenen auf dem 1. Arbeitsmarkt. Auftragsdruck ist hier völlig normal. Zudem werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Werkstätten häufig auch an ganz normale Wirtschaftsbetriebe - wie beispielsweise an die Firma Kühne - "ausgeliehen".  

Ralf Niederreiter, der als Geschäftsführer einer solchen Werkstatt tätig ist, machte in einem Zeitungsinterview klar: „Hier wird nicht gebastelt - die Werkstätten sind ein wichtiger Teil des Wirtschaftskreislaufes!"

Das Problem: Diese Menschen bekommen dafür keinen Mindestlohn. Meine Tochter verdient zum Beispiel im Schnitt rund 120,00 EUR monatlich in der Werkstatt. Das ist sehr weit entfernt, von den 8,50 EUR, die im Mindestlohngesetz vereinbart wurden. 

Sie ist zwar aufgrund einer Lernbehinderung für den 1. Arbeitsmarkt nicht zugelassen, in der Werkstatt und bei Leiharbeiten verrichtet sie jedoch ganz normale, körperlich anspruchsvolle Arbeit. Meiner Tochter und unzähligen anderen Menschen bleibt der Mindestlohn verwehrt. Die Begründung: Die Werkstättenbeschäftigten stehen in keinem Angestelltenverhältnis. Sie bekommen lediglich eine Aufwandsentschädigung. Häufig spricht man deshalb von einem „Taschengeld für Vollzeitbeschäftigte“.

Das darf nicht sein! Menschen mit Behinderung, die in den Werkstätten tätig sind unter den Arbeitsbedingungen die ähnlich den 1. Arbeitsmarkt sind, haben einen Anspruch auf Mindestlohn, den man Ihnen nicht verwehren sollte!


Hintergrund:

Werkstättenbeschäftigte bekommen eine Grundsicherung gemäß SGB XII. Diese entspricht der Höhe des Hartz4-Satzes. Sie dürfen dann zwar Geld hinzuverdienen, doch alles, was über 100,00 EUR hinaus geht, wird mit 80% angerechnet.

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