Fachklinik soll einem sanierungsbedürftigem Krankenhaus geopfert werden.

0 haben unterschrieben. Nächstes Ziel: 100.


Atemwegserkrankungen sind durch Umweltbelastungen, TBC, Keuchhusten, Allergien etc. wieder auf dem Vormarsch. Damit steigt der Bedarf an qualifizierter medizinischer Behandlung, die meist nur eine Fachklinik bieten kann. Mit dem Abbau solcher Leistungen, wird der gegenwärtige Bedarf, und der nachfolgender Generationen, drastisch dezimiert. Betroffen sind davon auch Patienten aus anderen Bundesländern, die dann nicht mehr in Greifenstein, mit gleicher Qualifikation, behandelt werden können. Petitionen können helfen, diesen Wahnsinn zu verhindern.

Die Pneumologische Klinik Waldhof Elgershausen in Greifenstein soll, obwohl sie schwarze Zahlen schreibt, sich durch hervorragende Arbeit auszeichnet, 2019 geschlossen und, mit geringerer Bettenzahl, in das Evangelische Krankenhaus in Gießen integriert werden. Die Begründung hierfür ist, so die Darstellung von Agaplesion und der EKHN, dass die Klinik in ein paar Jahren rote Zahlen schreiben würde, wodurch eine Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben wäre. Diese Aussage stützt sich angeblich auf Prognosen von Wirtschaftsexperten. Dabei bleibt unberücksichtigt, dass die Klinik, sowie ihr Areal, mit erheblichen Ressourcen aufwarten kann, die, sofern sie genutzt werden, die bestehende Wirtschaftlichkeit erheblich erhöhen könnte. Es sei auch die Frage erlaubt, ob eine christliche Einrichtung den Schwerpunkt auf auf Wirtschaftlichkeit, statt auf Barmherzigkeit und Nächstenliebe, legen sollte und darf?

 Ein Baum gibt 50 Menschen Luft zum Atmen. Deshalb ist der Standort des Waldhofes von Besonderheit geprägt. Hessen ist das waldreichste Bundesland und trotzdem beträgt der Anteil an anerkannten Lungenfachkliniken nur 4 % am Gesamtvolumen der BRD. Mit der Schließung des Waldhofes, verringert sich diese Zahl auf 2,67 %.

Welche Veränderungen erwarten uns?

Eingebettet in einem reinen Waldgebiet, liegt die Pneumologische Klinik (seit 1902), weit ab von größeren Umweltbelastungen, während das Evangelische Krankenhaus von Agrarflächen umgeben ist und die stark frequentierte B 429 nur knapp 300 m von der Klinik entfernt liegt, der sich auch noch ein Industriegebiet anschließt. Nähere Details hierzu finden Sie unter Exposé und Petition (www.rettetdieklinikwaldhof.de Damit verbunden ist aber gleichzeitig, eine Verringerung der bisherigen Bettenanzahl, obwohl, schon allein durch Flüchtlinge und Asylanten, ein steigender Bedarf angezeigt ist, der sich vermutlich noch ausweiten wird. Können solche Veränderungen im Interesse der Allgemeinheit und im Besonderen der Kranken sein?

Die wahren Gründe?

Fakt ist, dass das Evangelische Krankenhaus in Gießen sanierungsbedürftig ist, da man für diesen Fall nicht rechtzeitig vorgesorgt hat. Um diese Sanierung ausführen zu können, benötigt man Geld – viel Geld. Dies war wohl der Anlass, weshalb sich Agaplesion, als Vertreterin der Evangelischen Kirche, an die Landesregierung gewandt hat, um von dort eine entsprechende Unterstützung zu erhalten. Zuerst war von 17 Mio. € die Rede, aber am Ende wurden es sogar 25 Mio. €, wie es in der Presse zu lesen war. Um diese hohe Summe zu rechtfertigen, musste ein Bauernopfer erbracht werden, und dieses Opfer heißt Waldhof. Doch diese 25 Mio. Euro + 2,5 Mio. Euro, für die Sanierung der Ambulanz des EvK, reichen Agaplesion noch immer nicht, denn sie beklagt (siehe Waschzettel unter Agaplesion), dass sie zu wenig finanzielle Unterstützung durch die Länder erhalten würde. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass Agaplesion, mit all seinen Einrichtungen, den Status der Gemeinnützigkeit (siehe Wikipedia) in Anspruch nimmt, was mit erheblichen Steuervorteilen verbunden ist.

Es geht hier nicht darum, ob die 27,5 Mio. € an Steuergeldern zu rechtfertigen sind, sondern ausschließlich um den Erhalt einer sinnvollen und erfolgreichen Fachklinik, die dringend benötigt wird, um den realen Bedarf zu sichern. Damit soll ein Zeichen der Nächstenliebe, für Kranke und noch krank werdende, gesetzt werden.

Warum spielen Politiker da mit?

Man kann die wahren Gründe nicht genau eruieren, aber bestehende Konstellationen regen stark zum Nachdenken an:

Herr Ministerpräsident Bouffier (CDU) hat seinen Wahlkreis in Gießen, ist evangelisch und stellvertretender Vorsitzender seiner Bundespartei.

Herr Schäfer-Gümbel (SPD) hat seinen Wahlkreis in Gießen, ist evangelisch und stellvertretender Vorsitzender seiner Bundespartei.

Es ist zu vermuten, dass hier gleichlautende Interessen vorliegen, die auch der Grund dafür sein können, weshalb man wichtige Punkte in der Resolution - des ehem. Landrates des Lahn-Dill-Kreises, Herrn Dr. Ihmels - gestrichen hat und am Ende nur eine kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt wurde. Zwangsläufig drängt sich hier auch die Frage auf: Wird der Landkreis Gießen, aus politischen Gründen, mit Steuergeldern begünstigt?

Anmerkung: Da in dieser Klinik auch Menschen aus anderen Bundesländern behandelt werden (was nach 2019 nicht mehr möglich ist), ist nicht nur Hessen von diesem Verlust betroffen.

Petitionen sind zu richten an:

An die Hessische Landesregierung - Petitionsausschuss - Schlossplatz 1 – 3,  65183 Wiesbaden

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.rettetdieklinikwaldhof.de



Heute: Edmund verlässt sich auf Sie

Edmund Kiesel benötigt Ihre Hilfe zur Petition „An die Hessische Landesregierung - Petitionsausschuss - Schlossplatz 1 – 3 65183 Wiesbaden: Fachklinik soll einem sanierungsbedürftigem Krankenhaus geopfert werden.”. Jetzt machen Sie Edmund und 20 Unterstützer/innen mit.