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Petition richtet sich an An die CDU/SPD-Bundestagsabgeordneten aus Hamm und dem Münsterland

Warum gestatten Sie Fracking im Münsterland, Hamm und anderswo?

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Einen Gesetzentwurf der Grünen für ein Verbot der umstrittenen Fracking-Methode haben CDU/CSU und SPD am 28.04.2016 mehrheitlich abgelehnt. Fünf Unions- sowie ein SPD-Politiker stimmten mit der Opposition. Wir haben unsere Abgeordneten daher mit einem Offenen Brief am 05.05.2016 eingeladen, uns ihre Entscheidung zu begründen.

Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift!

OFFENER BRIEF vom 5. Mai 2016

An die Bundestagsabgeordneten

Sybille Benning (Münster) Email
Jens Spahn (ST I /BOR I) Email
Johannes Röring (BOR II) Email
Karl Schiewerling (COE/STII) Email
Anja Karliczek (ST III) Email
Reinhold Sendker (WAF) Email
Sylvia Jörrißen (Hamm-Unna II) Email
Christoph Strässer (Münster) Email
Ingrid Arndt-Brauer (ST I /BOR I) Email
Ursula Schulte (BOR II) Email
Ulrich Hampel (COE/STII) Email
Bernhard Daldrup (WAF) Email
Micael Thews (Hamm-Unna II) Email


Sehr geehrte Abgeordnete,

mit Verwunderung haben wir die Stellungnahmen von Ihnen zum Thema 'Fracking' in der Presse zur Kenntnis genommen. Die Ursache der Verwunderung liegt nicht in der Tatsache, dass trotz Ihrer Beteuerung, Fracking regulieren zu wollen, immer noch kein Fracking-Verbot für Deutschland verabschiedet wurde. Dieses Verhalten erleben wir ja bereits seit Jahren von Ihnen und den Parteien CDU, CSU und SPD.

Vielmehr beruht unsere Verwunderung darauf, dass aktuell in Hamm und in Herbern, also geradezu in Ihrer Sichtweite, das Unternehmen HammGas mit dem Bohren nach Erdgas beginnt. Und Sie nehmen diesen Aufbau von Risiko-Technologie in ihrer unmittelbaren Nähe nicht einmal zur Kenntnis. Sie verschließen dabei die Augen vor Erdbeben-Risiken, Trinkwasserverschmutzung, giftigem Bohrschlamm und der Zerstörung von Klima, Natur, Umwelt und Gebäuden. Gleichzeitig wird über die Pläne Ihrer Fraktionen zum Erneuerbare-Energien-Gesetz die Energiewende derart ausgebremst, dass die Klimaziele von Paris nicht erreicht werden. Der Ausstieg aus fossilen Energieträgern rückt durch Ihre Entscheidungen in weite Ferne.

Alle diese Regulierungen, über die Sie gerade öffentlich debattieren, spielen den zerstörerischen Plänen von HammGas in die Hände. Sie lassen die Bevölkerung schutzlos gegenüber einem Unternehmen, das mit dem risikoreichen Erdgasabbau rasch den schnellen Euro machen will und sich weder um Klimaschutz noch um gewachsene Kulturlandschaften im Münsterland schert.

Können Sie eigentlich überhaupt erahnen, was Ihr Verhalten für die Menschen bedeutet, die in den Bohrtürmen eine Bedrohung ihrer Heimat erkennen? Während Sie sich noch darum streiten, wer wann wie gegen Fracking abstimmen sollte, schafft die Firma HammGas Fakten. Sie lassen die Bürgerinnen und Bürger im Regen stehen und drücken sich vor der öffentlichen Auseinandersetzung um die Gasförderung in Hamm und im Münsterland.

Sehr geehrte Abgeordnete,

wir fordern Sie auf, endlich öffentlich Stellung zu beziehen und den Menschen vor Ort in Hamm und in Herbern zu erklären,

  • wieso es überhaupt möglich ist, dass Gasbohren als Risikotechnologie weit weniger reguliert ist als jedes Windrad;
  • warum der einzelne Betroffene keine Möglichkeit hat, sich gegen die Pläne von HammGas zur Wehr zu setzen;
  • wieso Windkraftanlagen über Jahre verzögert werden, während der Bohrturm in wenigen Monaten errichtet ist und
  • warum Ihre Parteien die Bürgerbeteiligung bei der Risikotechnologie 'Gasbohren' immer weiter verschleppen.

Verstecken Sie sich nicht weiter hinter Erklärungen, die Sie über die Presse austauschen! Stehen Sie endlich zu Ihrer Position und erklären Sie Ihre Haltung den Menschen vor Ort. Sie haben dazu Gelegenheit am 22.05.2016, wenn ein Bündnis aus Betroffenen und Umweltschützern für die Energiewende und gegen das Gasbohren in Hamm und im Münsterland am Bohrturm in Herbern protestiert. Wir laden Sie ein, bei dieser Veranstaltung den Bürgerinnen und Bürgern zu erklären, wie Sie politisch weiter vorgehen wollen - um die Menschen zu schützen, ihre Heimat zu bewahren sowie Klima, Umwelt, Natur und Kulturlandschaft zu erhalten.

Diese Einladung zur Teilnahme an dem Aktionstag gegen Gasbohren am 22.05.2016 in Herbern sprechen folgende Erstunterzeichner aus:

Anne Bussmann, Ahlen. Ulrich Mandel, Hamm. Dirk Hanke, Hamm. Jürgen Blümer, Drensteinfurt. Andrea Pfeifer, Hamm. Ingo Sander, Drensteinfurt. Irene Weigt, Hamm. Hildegard Meier, Drensteinfurt. Elisabeth Haase-Stücker, Emsdetten. Maria Partu, Hamm. Monika Wisniewski, Werl. Wolfgang Beu, Hamm. Hildegard Mandel, Essen. Julia Hartmann, Hamm. Michael Walterscheid, Hamm. Kerstin Espey, Hamm. Michael Espey, Hamm. Michael Bömelburg, Hamm. Janina Wlosinski, Hamm. Bianca Niggemann, Hamm. Cornelia Niggemann, Hamm. Marc Meier, Hamm. Lothar Roehrig, Hamm. Hartmut Batzke, Hamm. Andreas Giesbrecht-Mantler, Hamm. Dr. Karl Faulenbach, Hamm. Gerd Peter, Hamm. Regina Mandel, Hamm. Marco Scheuermann, Hamm. Marcos A. da Costa Melo, Hamm.

Eingereicht am 05.05.2016 von der BIGG Hamm | Kontakt

Weiterführende Infos:

Klimabündnis-Hamm.de | energiewende-jetzt.org

Diese Petition wurde übergeben an:
  • An die CDU/SPD-Bundestagsabgeordneten aus Hamm und dem Münsterland


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