Freie Freitage für die Zukunft - weltweit jetzt nachhaltig leben!

Freie Freitage für die Zukunft - weltweit jetzt nachhaltig leben!

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Thilo Schäfer hat diese Petition an An den UN-Generalsekretär Antonio Guterres, die UNO-Vollversammlung, alle Regierungsverantwortliche (Regierungsverantwortliche weltweit) gestartet.

EN/ES  

Mit und nach CoViD19 ist für alle sichtbar geworden, dass eine freiheitlich-demokratisch organisierte Zivilisation nachhaltig neu und resilient aufgestellt werden muss. Um die Klimakrise wirksam anzugehen, sind die Emissionen aus fossil befeuerten Anlagen schnellstmöglich gegen 0 zu verringern.

Die UNO-Vollversammlung möge daher die Empfehlung an alle Mitgliedsstaaten beschließen die Regelwochenarbeitszeit auf 4 Arbeitstage zu beschränken, so dass weltweit die Freitage weitgehend arbeitsfrei, schulfrei, autofrei und einkaufsfrei sind und die meisten CO2-Großemittenten von Donnerstagabend bis Montagmorgen heruntergefahren oder abgeschaltet werden. Klimaschädliche Aktivitäten sind  zu unterbinden, während klimaneutrale und dem Klimaschutz förderliche Aktivitäten erlaubt sind und insbesondere durch öffentliche Bildungsmaßnahmen für nachhaltige Entwicklung gefördert werden im Hinblick auf die Ziele der UN-Agenda 2030.
Um dies sozialverträglich zu gestalten, den nötigen wirtschaftlichen Umbau herbeizuführen und zugleich die individuelle und gesellschaftliche Freiheit, Erholung und Gesundheit  der lebendigen Systeme zu mehren sind freie Freitage in den verschiedensten Daseinsdimensionen förderlich.  

 1.     Es wird umgehend eine drastische Verringerung der Treibhausgasemissionen erzielt entsprechend dem Pariser Klimaschutz-Abkommen.

2.     Reboundeffekte werden wirksam unterbunden, so dass auch bei steigender Wertschöpfung weniger Emissionen entstehen.

3.     An den verlängerten Wochenenden ist der Energiebedarf durch emissionsfreie bzw. klimaneutrale Energieträger zu decken, die zu fördern sind, damit sie bald das ganze Jahr über vorwiegend zur Bedarfsdeckung beitragen.  

4.     Die in der 4-Tage-Arbeitswoche höhere Energie- und Kosteneffizienz erhöht die Arbeitsproduktivität, insbesondere nachdem in der Corona-Krise die Digitalisierung und Roboterisierung erhebliche Impulse bekommen haben und der Personaleinsatz vor Ort weiter abnimmt bei gleichem Einkommensbestand (Kaufkraft) und weitgehendem Wegfallen von Kurzarbeit. Freischaffende und Selbstständige bekommen einen definitiven freien Wochentag, weil Freie Freitage allen zugleich Ruhe, Erholung und konkurrenzfreie, echte Pausen verschaffen.

5.     Bisherige gesetzliche oder kulturelle Feiertage werden auf die kalendarisch jeweils nächstliegenden Freitage verlegt bzw. die zugehörigen Feste erst am verlängerten Wochenende gefeiert. Der globusweite Vollbetrieb an allen vier Wochenarbeitstagen führt zu weiteren Effizienzsteigerungen in der global vernetzten Wirtschaft. Arbeitsrechtlich sollte ein vorrangiger Urlaubsanspruch bei religiös begründeten Terminen während der 4 Arbeitstage bestehen, um die Freiheit der Religionsausübung nicht einzuschränken. 

6.     Das Internet, die lebensnotwendigen Systeme und klimaschutzförderliche Aktivitäten werden an Freien Freitagen aus erneuerbaren und weitestgehend emissionsfreien Energiequellen gespeist. Da auch Dienstleistungsbetriebe arbeitsfrei haben, haben auch Ladengeschäfte an Freien Freitagen Ruhetag. Lediglich Notbetriebe und Rettungsdienste sind freitags zu gewährleisten. Das dafür nötige Personal bekommt wöchentlich flexibel gestaltete Freizeit, die einem Arbeitstag entspricht. 
Freie Freitage ermöglichen die Umstellung auf durchgängige Kreislaufwirtschaft mit zirkulärer Wertschöpfung. Die giftfreie organische Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft wird an Freien Freitagen gemeinwohlwirtschaftlich unterstützt.

7.     Insgesamt finanzieren sich Freie Freitage durch sich selbst. Das entstehende Kapital ist gebundener Kohlenstoff, die wahre Währung ist freie, erholsame Lebenszeit in demokratischer Selbst- und Mitverwaltung. Herkömmliche Markt-, Finanz-, Steuer- und Währungssysteme werden sich anhand der notwendigen Rahmenbedingungen entsprechend reformieren. Staatliche Kompensationen orientieren sich konsequent an den 17 Nachhaltigkeitszielen.

8.     Dienstpläne von Noteinsatzkräften, Polizei und Pflegediensten sind so umzugestalten, dass auch für sie eine 4-Tage-Arbeitswoche eingehalten wird, obwohl auch an den Freien Freitagen Dienst zu tun ist bzw. Dienstbereitschaft besteht. Gewalt und  Kriminalität sind an Freien Freitagen Mittel und Gelegenheiten entzogen, zumal die individuelle und soziale Achtsamkeit gesteigert wird und dennoch Notdienste und öffentliche Sicherheitskräfte Dienst tun. Freie Freitage geben Zeit und Anlass, bestehende Konflikte jeglicher Art zu stoppen, beizulegen und zu lösen.

9.     Der Flugverkehr ist freitags auszusetzen außer für Noteinsätze. Öffentliche Mobilitätsangebote sind freitags auf Feiertags- bzw. Wochenendfahrpläne zu reduzieren und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren dürfen mit Ausnahme von Noteinsatzfahrzeugen nicht benutzt werden. Vorrangig ist auch an den übrigen Wochentagen die kurzstreckige emissionsfreie Mobilität zu fördern.

10.  Bildungspläne und Stundenpläne der Schulen und Universitäten werden so umgestaltet, dass die Freitage unterrichtsfrei sind und freitags v.a. das Lernen für die Zukunft im offenen gesellschaftlichen Raum und die Anwendungspraxis in den Haushalten im Vordergrund steht, öffentliche Dienststellen und deren Personal sind gehalten, dies an Freien Freitagen ehrenamtlich und klimaschutzförderlich im Rahmen der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) zu unterstützen. 

11.  Freie Freitage stellen regelmäßig die nötige Zeit für die Menschheit zur Verfügung, die die erforderliche Transition zur globalen nachhaltigen Zukunftsfähigkeit für die Konkretisierung im Detail und vor Ort braucht. Zugleich erbringen die Freien Freitage den jetzt entscheidenden Schritt, um überhaupt zur Nachhaltigkeit kommen zu können: Die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens mit dem 1,5-Grad-Ziel. Zu jedem späteren Zeitpunkt müssten die Maßnahmen viel einschneidender sein.

12.  Nichtkommerzielle, ehrenamtliche, humanitäre und kooperative (konkurrenzfreie) Aktivitäten sind an Freien Freitagen ausdrücklich erwünscht, sofern sie emissionsfrei oder klimaförderlich durchgeführt werden. Öffentliche Institutionen haben dafür Räumlichkeiten und sonstige Mittel bereitzustellen. Migration ist in allen Mitgliedsstaaten gesetzlich zu regeln, menschenwürdig und möglichst verteilungsgerecht zu minimieren. Freie Freitage sind Feiertage der Menschlichkeit.
 
Die schon eingetretenen Klimaveränderungen sind bereits gegenwärtig für Millionen Menschen direkt lebensbedrohlich und letztlich sind alle Lebewesen existenziell davon betroffen, insbesondere auch die wirtschaftenden Menschen selbst, die in der aktuellen Weltsituation mit ihrem Tun, aber auch mit ihrem Lassen die Verantwortung haben für das weitere Wohlergehen heutiger und künftiger zivilisierter Generationen.

Weitere Informationen in dem Buch: Freie Freitage für die Zukunft - Konzept für menschenwürdigen und sofort wirksamen Klimaschutz für die Ära nach Corona.  Tübingen, 2020. ISBN 978-9-463982-99-3


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