+++ Rettet das Jugendzentrum Rathenower Str. 15-18 in Moabit – Berlin +++

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Theresa Keilhacker
Theresa Keilhacker hat diese Petition unterschrieben.

Die Fälle von Zerstörung denkmalwürdiger Bausubstanz häufen sich in letzter Zeit dramatisch in Berlin. Einige Beispiele davon sind auf unseren Seiten wem-gehoert.berlin publiziert und wurden teilweise überregional von Medien aufgegriffen. In Zeiten des Klimawandels müssen wir gemeinsam in dieser Stadt einen anderen Ansatz im Umgang mit vorhandenen Ressourcen gewinnen. Behutsame Sanierung und energieeffiziente Ertüchtigung von Bestandsbauten muss dabei vor Neubau gehen, kulturelle und soziale Identität unbedingt erhalten werden.
 
„Jugendzentrum“ heißt das gesamte Gebäudeensemble Rathenower Straße Nr. 15-18 seit den 70ger Jahren, welches wir für unbedingt erhaltenswert erachten. Nicht nur, weil die Architektursprache von Neumann, Grötzebach, Plessow - NGP Architekten aus der Zeit des Brutalismus besonders ist (siehe auch der kurze Filmbeitrag der von uns dazu erstellt und vom Landesdenkmalamt Berlin gefördert wurde), sondern auch, weil der Bebauungs-Plan von damals einmalig ist, da er mitten in der Stadt einen sog. „Gemeinbedarf“ im Sinne eines Jugendzentrums festschreibt. Dieser ist jetzt durch die geplante B-Plan-Änderung des Bezirks Mitte zugunsten eines „Urbanen Gebiets“ in Gefahr, aufgeweicht zu werden.
 
Das Ensemble wurde damals von NGP Architekten als soziokulturelles Gesamtkonzept „Jugendzentrum“ entworfen und wir finden dies hat bis heute Gültigkeit, auch wenn sich die eine oder andere Nutzungsherangehensweise geändert hat; der Bedarf für so einen gesamtheitlichen Ansatz ist heute so aktuell, wie damals.

Das „Jugendzentrum“ in der Rathenower Str. 15-18 ist akut von Teil-Zerstörung durch die öffentliche Hand bedroht, einige Vereine auch von Verdrängung. Kein Bestandsmieter hat bisher konkrete schriftliche Angaben über seine zukünftige Miete von der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH bekommen, die das Grundstück in Zukunft besitzen und betreiben soll. Ob die Miete „bezahlbar“ sein wird, oder nicht, wird also erst die ungewisse Zukunft zeigen. Das schürt naturgemäß Ängste.
 
Wir brauchen angesichts der Wirtschaftskrise, die unmittelbar vor der Tür steht, dringender denn je den Schutz des bestehenden B-Plans für Gemeinbedarf und ein Jugendzentrum mit allen bestehenden Gebäudeteilen, das endlich instand gesetzt, dessen jahrelanger Leerstand beseitigt wird und das wieder umfassend für die verschiedensten Aufgaben in der sozialen Jugendarbeit genutzt werden kann.

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