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Öffentliche Entschuldigung für den Tod von Benno Ohnesorg am 2.Juni 1967 !

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Wir, die Teilnehmenden der Diskussion zum 2. Juni 1967 und seinen Folgen im Terzo Mondo am 1. Juni 2017 zusammen mit den Podiumsteilnehmerinnen Jenny Schon, Gretchen Dutschke, Eva Quistorp, Eike Hemmer und dem Filmteam Rena und Thomas GIefer und Costas, dem Gründer des Terzo Mondo, zusammen mit TeilnehmerInnen der Gedenkaktion am Rathaus Schöneberg und der Demo an der Deutschen Oper, beide am 2. Juni 2017
fordern den Senat und das Abgeordnetenhaus von Berlin auf :

Laden Sie Lukas Ohnesorg und seine Tochter zu einer Gedenkveranstaltung in den Berliner Senat oder das Abgeordnetenhaus ein !

Beraten Sie mit ihm wie eine öffentliche Entschuldigung aussehen muss, die mindestens beinhaltet:

  • das Versagen von der Polizeileitung am 2. Juni 1967,
  • den verbrecherischen Schuss  des Stasiagenten Kurras,
  • das Versagen der Justiz angesichts der Spurenverwischung noch im Krankenhaus,

    den Falschaussagen und der Nichtberücksichtigung wichtiger Zeugen, die gesehen haben, dass Benno Ohnesorg von mehreren Polizisten schon zu Boden geprügelt war, so dass für Kurras keinerlei Notwehrsituation bestand, als er Benno Ohnesorg erschoss.

Sprechen Sie eine öffentliche Entschuldigung aus ! Auch der damalige Bürgermeister Albertz hätte dies schon bald nach diesen Ereignissen auch richtig gefunden,erst recht nach den Fakten die inzwischen bekannt sind.

Wir schlagen vor, wie es von der Geschichtswerkstatt angeregt wurde, den Shakespeareplatz vor der deutschen Oper umzubenennen in Benno-Ohnesorg-Platz.

Benno Ohnesorgs Frau Christa und ihr gemeinsamer Sohn Lukas bekamen nie eine Entschädigung. Sie musste sich nur mit Hilfe von Professor Gollwitzer und den Heinemanns allein durchs schwere Leben schlagen, musste den Freispruch des Mörders Kurras ertragen und durfte nie eine Rehabilitierung ihres Mannes, auch von denen, die Medienhetze betrieben haben, erleben.

Da sich in Berlin, die Polizei, die Justiz und die Medien seit 1967 zum Glück reformiert haben, ist zu hoffen, dass aus dem brutalen Polizeieinsatz vom 2. Juni 1967, der zum Tod von Benno Ohnesorg führte und dem Versagen der Justiz bis heute, auch bei den Auszubildenden gelernt wird:

  • was für eine Polizei und Justiz wir in einer lebendigen Demokratie brauchen,
  • dass es sanfte Rebellen wie Benno Ohnesorg braucht, die Intelligenz, Engagement und Feingefühl zeigen und die dadurch, dass sie sich weiterbilden, nachdenken und darüber schreiben für ein weltoffenes Deutschland Verantwortung übernehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Eva Quistorp, MdEP a.D.; Jenny Schon, Autorin; Gretchen Dutschke, Autorin; Eike Hemmer, Gewerkschafter;

und weiteren Unterschriften von:

Renate Haarmann, Karin Ehrenberg, Prof. Hajo Funke, Bent Paulsen, Eike Pötter, J.Ch.Reckel, W.R. Knoche, Rene Mannhold, Angela Rzondetzke, Clemens Götze, Peter Schmidt, Rene Giefer, Ingeborg Holle, Christa Zehrtner, Reinhard Strecker, Delphine Scheel, Joey Fallitsas, Dr. Helmute Bauer, Brigitte von Koller, Lisa Schmitz, Kai Lüke, Adelheid Barnickel, Johanna Horraweg, Elisabeth Böhmer, Frieder Kleinschmidt, Meryl Manigault, Wolfgang Wieland, Max Thomas Mehr, Prof. Clarita Müller-Plantenberg, Michael Martens, Prof. Urs Müller-Plantenberg, Costas Papamastasious, Renate Drews, Elisabeth Böhmer, Roland Reimers, Meike von Appen, Prof Christine Holzkamp, Gisela Wenzel, Peter Appuhn, Jochen Fuchs, Viola Förster-Lühe, Camillo Krawczyk, Jürgen Hesse, Tobias Balke, Florian Rassloff

 



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