Verschiebung des Hamburger Abiturs 2020

Reasons for signing

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Deniz Sefa Kinik
Jan 8, 2021
Weil ich es gerecht finde

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Anita Kanitz
Dec 22, 2020
Politik machen: den Leuten so viel Angst einjagen, dass ihnen jede Lösung recht ist.
Wolfram Weidner

Die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer.
George Bernard Shaw

Nicht nur Masken sind inzwischen das Problem sondern auch die Impfungen. Risikogruppen wie ich, mit fast 70 Jahren kommen zum Schluss, können Sie mir diese Logik mal erklären?
Menschen, die sich impfen lassen wollen, dürfen sich nicht impfen lassen und im Moment haben wir einen mutierten grassierenden Virus (erzählen Sie bloss das Märchen nicht, es gäbe ihn nur in Großbritannien und Südafrika, schon China hat seinerzeit vor den ständigen Mutationen des Viruses Anfang des Jahres gewarnt) und täglich 1.000 Tote, weil die Bundesregierung und die Landesregierungen komplett versagt haben.
Fakt ist: Deutschland stellt sich hinten an!
Die Bundesregierung hat beim Impfen ganz auf Europa gesetzt – und krachend verloren.
Auch Corona-Erkrankte müssen sich bei Impfung gedulden

Auf eine Impfung dagegen länger warten müssen wohl vor allem Regierungsbeamte, Verkäufer, Feuerwehrleute, Soldaten, Polizisten und von kommunalen Unternehmen sowie Personen, die zwischen 60 und 65 Jahre alt sind oder jünger sind. Sie sind in der Prioritätenliste der Stiko ganz hinten.

Auch diejenigen, die eine Corona-Erkrankung bereits durch gemacht haben und nach einem schwereren Verlauf hoffen, nicht erneut in die Situation zu kommen, müssen sich wohl gedulden. Wörtlich heißt es im Papier: „Diejenigen, die eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachweislich durchgemacht haben (positive PCR), müssen zunächst nicht geimpft werden. Ob, und wenn ja, wann Personen mit nachgewiesenermaßen durchgemachter SARS-CoV-2-Infektion ggf. später eine Impfung angeboten werden sollte, ist noch nicht entschieden.“ Im Klartext: Wer Corona hatte, muss sich aufgrund der zunächst stark limitierten Anzahl von Impfdosen hinten anstellen.

Dabei zeigen Studien: Wer eine Erkrankung überstanden hat, ist nicht automatisch immun, sondern kann sich erneut infizieren.
Fast 1.000 Corona-Tote am Tag, eine gute Milliarde Euro neue öffentliche Schulden alle 24 Stunden und die fortgesetzte Einschränkung der Freiheit von mehr als 80 Millionen Bundesbürgern – bedeutet das für die deutsche Regierung und ihren Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) keinen historischen Notfall? Sonst könnte in der Bundesrepublik längst per Notfallzulassung geimpft werden.

Die westliche Welt von Großbritannien über die USA bis Kanada impft bereits mit dem von der deutschen Firma BioNTech entwickelten Stoff. Weitere Länder von Mexiko bis Singapur haben ihn zugelassen. Und die Bundesregierung? Wartet und will nun die Nachricht als Erfolg gewertet wissen, dass Europa angeblich die Zulassung auf den 21. Dezember vorziehe. Hauptsache, die Deutschen erweisen sich als das, was man in Berlin unter guten Europäern versteht.

Beim Impfstoff arbeite man in Europa, wie Jens Spahn am Montagabend im ZDF erklärte, an einer ordentlichen Zulassung statt an einer für den Notfall, weil das wichtig sei für das Vertrauen. Und natürlich wartet man dann "europäisch gemeinsam". Was dagegensprechen könnte, stellte der konservative Minister gleich mal unter Generalverdacht: "Ich wundere mich über nationale Töne."
Viel schlimmer kann man Kritiker in Deutschland bekanntlich nicht abstrafen.

Es ist ja nicht so, dass Europa in Berlin immer Vorrang hat. Ging es in der Vergangenheit etwa darum, deutsche Autobauer vor harten Abgasauflagen zu schützen, nahm Angela Merkels Bundesregierung europäischen Streit in Kauf. Doch jetzt, in der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg, in der es um jeden Tag und jede Stunde gehen sollte, beugt man sich ohne öffentliches Murren dem gemeinsamen bürokratischen Verfahren.

Dieser Artikel stammt aus der ZEIT Nr. 53/2020. Hier können Sie die gesamte Ausgabe lesen. Tatsächlich spricht viel dagegen, um nicht zu sagen alles, dass dies im Sinne der Deutschen wie der Europäer ist. Das Verständnis für das passive deutsche Verhalten geht peu à peu verloren, wenn man nachverfolgt, wie Deutschland seinen Vorteil bei BioNTech aus der Hand gab. Wie lange Europa brauchte, um überhaupt einen Vertrag mit der Firma und ihrem US-Partner Pfizer auszuhandeln. Wie vergleichsweise wenig von dem Impfstoff geordert wurde und wie die europäische Zulassungsbehörde Ema handelte. Andere waren beim Einkaufen deutlich schneller Viel zu spät und dann auch deutlich zu wenig: Anders lässt sich die Strategie der EU-Kommission beim Einkauf von Impfstoffen gegen Sars-CoV-2 kaum zusammenfassen. Während Pharmaunternehmen weltweit um den ersten und besten Impfstoff konkurrierten, hatte man bei der EU-Kommission in Brüssel viel Zeit. So genehmigte sie erst am 11. November dieses Jahres einen Vertrag mit BioNTech für die Lieferung von 200 Millionen Impfdosen, mit einer Option für weitere 100 Millionen. Es muss ein zähes Ringen um den Preis gewesen sein, den Europa zu zahlen bereit war. Das Knausern hat jetzt Folgen.

Andere waren beim Einkaufen deutlich schneller. Ganz vorn war Großbritannien. Dessen Regierung sicherte BioNTech bereits am 20. Juli die Abnahme von 30 Millionen Impfstoffdosen zu, genug für 15 Millionen Menschen, da jeder zwei braucht. Schnell folgten Japan mit 120 Millionen Dosen und Kanada mit 76 Millionen. Vor allem aber kam schon am 22. Juli der Großauftrag aus den USA. Die Regierung in Washington feilschte nicht lange, sagte 1,95 Milliarden Dollar für 100 Millionen Dosen fest zu und sicherte sich eine Option für weitere 500 Millionen Dosen.

In der EU fehlen erst mal bis zu 700 Millionen Dosen Das erweist sich heute als weitsichtig. Es war von Anfang an klar, dass nicht alle Unternehmen, die an Impfstoffen arbeiteten, am Ende auch würden liefern können. Viel kann schiefgehen von der Idee bis zur Zulassung eines Medikaments. Daher gab es nur die eine vernünftige Strategie: möglichst viel bei möglichst vielen Herstellern zu bestellen. Das kostet zwar am Ende Milliarden, aber nicht annähernd so viel wie die fortgesetzte Bewältigung der Corona-Folgen.

Wer sich dagegen die Deals der EU anschaut, der erkennt, dass sich Europa schnell festgelegt hatte. Ende August bestellte die EU-Kommission bei dem britisch-schwedischen Konzern AstraZeneca 300 Millionen Impfdosen plus einer Option für weitere 100 Millionen. Auch bei dem französisch-britischen Gemeinschaftsprojekt von Sanofi und GSK bestellte man bereits im September 300 Millionen Dosen. Diese Festlegung rächt sich nun. Es rächt sich, dass EU bei BioNTech so wenig bestellt hat Weder AstraZeneca noch Sanofi und GSK können in absehbarer Zeit liefern. AstraZeneca, dessen gemeinsam mit der Oxford University entwickeltes Serum auf alter Technik beruht, hat offenbar bei den klinischen Studien unsauber gearbeitet, so sollen Probanden unterschiedliche Dosen verabreicht worden sein. Und der von Sanofi und GSK entwickelte Stoff auf Grundlage der modernen mRNA-Technologie hat bei Erwachsenen offenbar eine unzureichende Immunreaktion ausgelöst. Daher verzögert sich bei beiden die Zulassung. Sanofi und GSK peilen nun das vierte Quartal 2021 an. Damit fehlen erst mal bis zu 700 Millionen Dosen in der EU.

Die gute Nachricht immerhin lautet, dass Uğur Şahin von BioNTech geliefert hat. Früh kündigte der Gründer und Entwickler eine klinische Studie für April an, sie kam. Im Juli legte er sich fest, er rechne mit einer Zulassung seines mRNA-Impfstoffes im Dezember, die steht jetzt an. Doch rächt sich eben, dass die EU anders als die USA keine höhere Option in den Vertrag mit BioNTech aufgenommen hat, obwohl sie fast eineinhalbmal so viele Bürger zu versorgen hat. Geliefert werden nun 200 Millionen Dosen, und die EU möchte die Option für weitere 100 Millionen ziehen.

ZUM THEMA: Covid-19 Impfung Corona-Impfstoffentwicklung: Diese Impfstoffe könnten als Nächstes die Zulassung bekommen Corona-Impfung: Impfkommission veröffentlicht empfohlene Rangfolge Corona-Pandemie: Impfungen in der EU starten am 27. Dezember Weitere Beiträge Erleichterung könnte verschaffen, dass Europa am 12. Januar über die Zulassung für den mRNA-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna entscheiden möchte. Aber dort hat die EU-Kommission Ende November nur 80 Millionen Impfdosen bestellt, eine Option auf weitere 80 Millionen wurde inzwischen gezogen, auch für diese Impfung braucht man zwei Dosen. Das wäre, Stand heute, alles, was in Europa gespritzt werden kann. Das reicht im allerbesten Fall für die Hälfte der 446 Millionen Einwohner.

Vielleicht kommt die deutsche CureVac mit ihrem Impfstoff im nächsten Jahr, vielleicht bald auch der US-Konzern Johnson & Johnson – bei beiden hat die EU bestellt. Sie stellen bisher aber nur Hoffnungswerte dar. Am Ende hat sich die Kommission einfach verkalkuliert. Und die Bundesregierung, die nahe an BioNTech war und das Unternehmen sogar mit 375 Millionen Euro im Kampf um den Impfstoff förderte, sah dabei weitgehend zu.

Eher wie ein Kommentator als ein Handelnder verteidigte der deutsche Gesundheitsminister das europäische Vorgehen ein ums andere Mal. Erst vor wenigen Tagen, da die öffentliche Ungeduld mit Händen zu greifen war, drängelte er Europa deutlich vernehmbar zur Eile.

Die Bundesbürger brauchen vor allem Geduld Dass das Prüfverfahren bei der Europäischen Arzneimittelagentur Ema nicht unbedingt dem der angesehenen amerikanischen FDA überlegen war, ließ sich spätestens erahnen, als die EU-Behörde Anfang des Monats gehackt wurde. Dabei wurden laut BioNTech Zulassungsunterlagen erbeutet. Wie konnte das geschehen? BioNTech ist die erste Firma der westlichen Welt, die eine Formel gegen Corona hat. Wer diese Formel als Behörde entgegennimmt, übernimmt auch die Verantwortung dafür und müsste sein IT-System entsprechend absichern.

Um es mit noch verbliebenem Humor deutlich zu sagen, allen Deutschen kann jetzt unbesorgt dank dem A-Regierungsteam auch die A-Karte auf die Stirn geklebt werden, nach dem Motto, so tief müsst ihr auf jeden Fall sinken, um von dem Kakao durch den man euch zieht, noch zu trinken!

In der internationalen Politik geht es nie um Demokratie oder Menschenrechte. Es geht um die Interessen von Staaten. Merken Sie sich das, egal, was man Ihnen im Geschichtsunterricht erzählt.
Egon Bahr

In der Politik ist es manchmal wie in der Grammatik: Ein Fehler, den alle begehen, wird schließlich als Regel anerkannt.
André Malraux

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Svenja Genzmer
Apr 15, 2020
Betroffen

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Luca Günther
Apr 14, 2020
Es unmenschlich ist das Abitur einen Tag nach der eventuellen schulöffnung zu schreiben. Nicht alle haben die gleichen Vorbereitungsmöglichkeiten.

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Léon Rörig
Apr 13, 2020
Ich der Meinung bin, dass es unverantwortlich ist!

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nemi lee
1 year ago
this virus is killing People !!!

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Klaus Kröger
1 year ago
Bildung ist wichtig

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Stephan Sengerhoff
1 year ago
Meine Tochter ist gerade in der Situation das Hamburger Abitur zu schreiben und ich sehe jeden Tag, was für große Auswirkungen der Shut-Down der Schulen auf ihre Vorbereitungen und dabei zwangsläufig entstehenden und schwerer zu beantwortenden Fragen hat.

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Sarah Christiansen
1 year ago
Ich Zeit zum lernen brauche!

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Joris Hampel
1 year ago
Jeder die gleichen Chancen haben sollte.