Preise runter für die Zeitschriften von Elsevier, Wiley, Springer! Open Access einführen!

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Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen, vertreten durch die Hochschulrektorenkonferenz im Rahmen des Projekts DEAL, verhandelt seit zwei Jahren mit den drei großen Wissenschaftsverlagen Elsevier, Wiley und Springer Nature über eine bundesweite Lizenz für den Bibliothekszugang zu deren Zeitschriften. Da eine Einigung aussteht, haben Ende vergangenen Jahres haben knapp 200 deutsche Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Abonnements der Zeitschriften von Elsevier auslaufen lassen und mit Wiley und Springer Nature lediglich Übergangslösungen für das Jahr 2018 abgeschlossen.

Die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition unterstützen die Allianz der Wissenschaftsorganisationen nachdrücklich in ihrer unnachgiebigen Haltung. Sie fordern die Allianz dazu auf, an ihren beiden Verhandlungszielen festzuhalten: Die Kosten des Zugangs zu den Zeitschriften der drei Verlage müssen drastisch sinken, und die Publikationen von Autorinnen und Autoren aus deutschen Einrichtungen müssen Open Access zugänglich werden.

Die exorbitant steigenden Subskriptionskosten für die Zeitschriften von Elsevier, Wiley und Springer Nature hatten schon in den vergangenen Jahren verheerende Auswirkungen auf die Literaturausstattung der Bibliotheken. Zahlreiche Abonnements von Zeitschriften anderer Verlage mussten gekündigt und der Erwerb von Büchern erheblich reduziert werden. Wenn die Subskriptionskosten für Zeitschriften sinken, könnten die Bibliotheken wieder deutlich mehr und umfassender Forschungsliteratur zur Verfügung stellen.

In den Medien wird häufig der Eindruck erweckt, die deutsche Wissenschaft würde von der aktuellen Forschung abgeschnitten, wenn die Zeitschriften der drei Verlage nicht mehr über die Bibliotheken zugänglich sind. Es besteht aber kein Grund zur Panik. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind kreative Menschen, die legale Wege finden, sich untereinander zu vernetzen und Literatur auszutauschen. So stellen viele Autorinnen und Autoren selbst erstellte Dokumente ihrer Artikel auf Repositorien oder persönliche Websites, da sie ein Interesse daran haben, möglichst viele Leserinnen und Leser zu erreichen. Wenn die Zeitschriften der drei Verlage nicht mehr über die Bibliotheken abrufbar sind, werden künftig viel mehr Artikel im Internet zur Verfügung gestellt werden. Zudem lassen sich Artikel innerhalb weniger Tage per Fernleihe bestellen. Sollte mit den Verlagen kein Lizenzvertrag zustande kommen, könnten die Bibliotheken einen Teil der eingesparten Kosten dazu nützen, die Dokumentlieferung noch schneller und effizienter zu gestalten.

Natürlich wäre es wünschenswert, wenn bald eine Einigung mit Elsevier, Wiley und Springer Nature erzielt würde. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen sollte sich aber nicht unter (Zeit-) Druck setzen lassen und gegenüber den Verlagen konsequent auf fairen Kosten und auf der Einführung von Open Access bestehen.



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