Aldi und Lidl: Stoppt den Verkauf von Billigfleisch mit antibiotika-resistenten Keimen!

Aldi und Lidl: Stoppt den Verkauf von Billigfleisch mit antibiotika-resistenten Keimen!

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Reinhild Benning und die Deutsche Umwelthilfe hat diese Petition an Gerd Chrzanowski, CEO Lidl und Kaufland und gestartet.

Massentierhaltung macht Tiere krank und produziert Krankheitsrisiken für uns Menschen. Aktuelle Labortests der Deutschen Umwelthilfe zeigen, dass Putenfleisch bei Lidl und Aldi teilweise massiv mit multiresistenten Krankheitserregern belastet ist. Resistente Erreger können auf Menschen übertragen werden und das kann im schlimmsten Fall tödlich enden! Gemeinsam mit der Deutschen Umwelthilfe fordere ich die Konzernchefs von Lidl und Aldi deshalb auf: Stoppen Sie SOFORT den Verkauf von Billigfleisch aus der Massentierhaltung!

Die Deutsche Umwelthilfe hat stichprobenartig in verschiedenen Regionen Deutschlands 62 Testkäufe durchgeführt, jeweils 31 in Lidl-Filialen und 31 in Aldi-Filialen. Gekauft wurde Putenfleisch aus der Haltungsstufe 2 (Stallhaltung Plus), das direkt ins Labor gesendet wurde. Die Ergebnisse erschrecken: Bei Lidl war jede dritte Putenfleischprobe aus Massentierhaltung mit antibiotika-resistenten Keimen belastet! Bei Aldi war jede vierte Probe mit den Keimen behaftet. Seit Jahren werden auch bei staatlichen Untersuchungen auf dem Fleisch von Puten aus der intensiven Tiermast resistente Keime gefunden. Dennoch ist diese Praxis weiterhin gesetzlich erlaubt, ebenso wie der Verkauf von derartig belastetem Fleisch.

9 von 10 Puten in Massentierhaltung erhalten Antibiotika, sie werden regelrecht vollgepumpt mit Antibiotika. Bei der Geflügelmast sogar zur Hälfte mit Reserve-Antibiotika. Warum? Müssen so die elenden Haltungsbedingungen verschleiert werden? Ohne die Medikamente schaffen es die gequälten Tiere offenbar kaum lebendig zur Schlachtbank. Sie leben zu Zehntausenden auf engstem Raum eingepfercht, ohne Zugang zum Freien. Das ist besonders dramatisch, weil durch den hohen Antibiotikaverbrauch resistente Erreger entstehen, gegen die uns dann möglicherweise keine Medikamente mehr zur Verfügung stehen. Dieses katastrophale System muss beendet werden. Lidl und Aldi können sich nicht länger verstecken. Die Unternehmen haben eine Mitverantwortung für dieses Desaster!

Die Covid-19-Pandemie hat uns einen Vorgeschmack darauf gegeben, wie heftig es unser Leben einschränkt, wenn der Schrank bei einer Infektion voll mit nutzlosen Medikamenten ist. Viele Antibiotika sind schon wirkungslos geworden. Viele von uns kennen Verwandte oder Freunde, bei denen Antibiotika nicht mehr angeschlagen haben. Für solche Notfälle hält die Medizin Reserve-Antibiotika bereit. Diese helfen meist noch gegen resistente Erreger bei Lungenentzündung oder Blutvergiftung. Doch die Fleischindustrie nutzt diese Reserve-Antibiotika auch in der Massentierhaltung. Und das in großen Mengen.

Wer sich etwa bei der Fleischzubereitung mit antibiotika-resistenten Keimen infiziert, kann schwer erkranken. Denn es kann sein, dass dann selbst die an sich hochwirksamen Reserve-Antibiotika nicht mehr helfen. Über das Putenfleisch können es multiresistente Krankheitserreger aus der Massentierhaltung bis in unsere Küchen schaffen. Das steigert das Risiko, dass Humanantibiotika unwirksam werden! Verbraucher:innen sind vor allem dann gefährdet, wenn bei der Zubereitung des belasteten Geflügelfleisches resistente Keime über die Haut in den Körper eindringen oder auf andere Lebensmittel geraten und mitgegessen werden. Wir müssen unbedingt verhindern, dass es zu noch mehr Resistenzen kommt und die letzten Reserve-Antibiotika bei uns Menschen nicht mehr wirken!

Lidl und Aldi haben angekündigt, erst im Laufe von 9 Jahren (!!!) aus dem Verkauf von Fleisch aus den Haltungsstufen 1 und 2 auszusteigen. Das ist viel zu spät! Wir fordern gemeinsam mit Euch: Ausstieg aus der Massentierhaltung! Stoppt den Verkauf von Billigfleisch mit antibiotika-resistenten Keimen aus der Massentierhaltung bei Lidl und Aldi! JETZT SOFORT! Gemeinsam können wir Druck aufbauen und die Konzerne wie auch die Politik zum Handeln bewegen. Mit Eurer Stimme und Eurem Kaufverhalten könnt Ihr etwas verändern!

Wir zählen auf Eure Unterstützung!

Reinhild und die Deutsche Umwelthilfe

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