#türkcemedokunma Muttersprache ist ein Grundrecht

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Der Konsulatsunterricht ist ein Ergebnis der bilateralen Vereinbarungen der Länder.

Dies erfolgt durch gegenseitige Entsendungen von Lehrern in die jeweiligen Staaten, Türkei entsendet 500 Lehrerinnen und Lehrer nach Deutschland und im Umkehrschluss entsendet Deutschland 94 Lehrerinnen und Lehrer in die Türkei.

Der türkische Staat hat sich um die sprachliche Entwicklung der türkischen Kinder durch die Erteilung des Konsulatsunterrichts bemüht. Ein anderweitiges derartiges Bemühen der Politik insbesondere in Berlin lag nicht vor. Es war aber auch kein großes Interesse diesbezüglich vorhanden.

Die Politik hat keinerlei Anstrengungen unternommen oder gar Lösungen unterbreitet, um den nachweislich bestehenden Bedarf am Türkischunterricht zu befriedigen. Stattdessen  entsteht nun eine Debatte über die Aufhebung des Konsulatsunterrichts.

Hier soll den türkischstämmigen Kindern die Möglichkeit genommen werden, in den Nachmittagsstunden ihre  „Muttersprache“ vermittelt zu bekommen.

Es ist nicht ganz nachvollziehbar, warum jetzt das seit 30-40 Jahren existierende und sehr gut funktionierende System nicht mehr der richtige Weg der Sprachvermittlung sein soll.

Den vermeintlichen Einfluss des türkischen Präsidenten Erdogan als Vorwand zu nehmen scheint mehr als armselig, da sich die inhaltliche Stoffvermittlung seit 2009 überhaupt nicht verändert hat.

Ein Vorschlag, wie man ohne die Lehrerinnen und Lehrer aus der Türkei den Türkischunterricht gestalten kann, wird nicht geliefert.

Die verfehlte Integrationspolitik durch Druck, Separation und Repressalien der vergangenen Jahrzehnte möchte man scheinbar wiederholen. Die Problematik des Konsulatsunterrichts wäre doch das geeignete Mittel um aus den Fehlern der Vergangenheit vernünftige Schlüsse zu ziehen.

Wenn man Errungenschaften der Vergangenen Jahre ohne triftigen Grund beschneiden will, darf man sich nicht wundern, wenn die in Berlin geborenen türkischen Kinder sich benachteiligt fühlen.

 Für eine gesunde Einwanderungsgesellschaft ist es wichtig und notwendig, dass sich Migrantenkinder über Sprache und kulturelle Herkunft definieren und als gleichberechtigte Partner am gesellschaftlichen Leben teilnehmen…

Wir möchten an alle verantwortlichen Appellieren, den eingeschlagenen falschen Weg aufzugeben und wieder Vernunft walten zu lassen.



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