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20 Mio. Menschen akut von Hunger bedroht - Bundesregierung und EU müssen jetzt helfen!

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Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien warnt derzeit davor, dass in Afrika bis zu 20 Millionen Menschen verhungern werden, wenn keine rechtzeitige Hilfe kommt (Quellen: Zeit Online und BBC). Darunter befinden sich auch allein 1,4 Millionen Kinder, die dieses Jahr sterben könnten, wenn sich nichts ändert. Vor diesem Hintergrund haben die Bundesregierung sowie die EU bereits gesonderte Mittel zur Verfügung gestellt (Quelle: Bundesregierung und EU). Dennoch kann dies nur der erste Schritt sein. Seit Jahrzehnten kehrt Hunger immer wieder nach Afrika zurück. Die Gründe dafür sind vielfältig und unter anderem nicht nur auf Dürreperioden, sondern auch auf Korruption und mangelnde Demokratie, bewaffnete Konflikte und Bürgerkriege zurückzuführen (Quelle: Aktion Deutschland Hilft). Aus diesem Grund fordern wir die Bundesregierung auf, nicht nur kurzfristige Hilfe zu leisten sondern vor allem den Fokus auch auf nachhaltige und längerfristige Maßnahmen zu legen, selbst wenn dies den eigenen wirtschaftlichen Interessen kurzfristig schaden könnten. Wir fordern, dass die Bundesregierung humanitäre Verantwortung übernimmt und ihren internationalen Einfluss z.B. in der EU nutzt, um endlich Verbesserungen zu erreichen. Wirtschaftliche oder gar politische Interessen dürfen kein Grund für das Leid von Millionen von Menschen sein!

Teufelskreis aus Armut und Hunger durchbrechen

Die genannten Gründe für die wiederkehrende Hungersnot sind keinesfalls unbekannt. Dennoch ist es bis heute - trotz des erneut bestätigten Ziels, den Hunger 2030 weltweit überwinden zu wollen (Quelle: Spiegel Online) - noch nicht gelungen, den Teufelskreis aus Armut und Hunger zu durchbrechen. Das vielschichtige Problem Hunger kann nicht mit einzelnen humanitären Hilfszahlungen besiegt werden. Zwar können durch klimaangepasste Anbaumethoden, dürreresistentes Saatgut oder Wasserspeicherungssysteme die Auswirkungen zukünftiger Dürren entgegengewirkt werden. Allerdings müssen in den betroffenen Ländern auch die wirtschaftlichen und politischen Bedingungen geschaffen werden, Nahrungsmittelknappheit und Hungersnöte zu beenden und verhindern. Ähnlich sieht es auch Ulrich Kelber* (MdB und Parlamentarischer Staatssekretär), der auf Anfrage per E-Mail u.a. mitteilte:

"Eine wirklich langfristige, nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in den betroffenen Ländern wird aber auch davon abhängen, ob es gelingt die Bürgerkriege in den Ländern einzudämmen oder gar zu beseitigen".

Bundestagswahlkampf nutzen: Abgeordnete an Verantwortung erinnern

Medial wird die Not der Menschen meist nur dann aufgegriffen, wenn es wie momentan fast schon zu spät ist. Eine kontinuierliche und umfassende Berichterstattung kommt ansonsten eher zu kurz. Umso wichtiger ist es, die Entscheidungsträger an ihre Verantwortung auch gegenüber den Menschen im Sudan, in Somalia und den anderen Ländern Afrikas die mit Hunger zu kämpfen haben zu erinnern. Die Bundestagswahl im September dieses Jahres rückt stetig näher und noch haben die meisten Parteien keine endgültigen Wahlprogramme veröffentlicht.

Bitte unterzeichnen Sie also nicht nur diese Petition, um dem Anliegen Gehör zu verschaffen. Wenden Sie sich an Ihre lokalen Bundestagsabgeordneten (diese finden Sie hier) und fragen Sie, was diese vorhaben, um die Situation zu bewältigen und wie sie planen, das Thema Hunger in Afrika und dessen Bekämpfung in den Bundestagswahlkampf einzubringen. Eine konkrete E-Mail Anfrage wäre zum Beispiel:

"Sehr geehrte/r Frau/Herr Abgeordnete/r,


als Abgeordnete/r meines Wahlkreises wende ich mich mit dieser dringenden Anfrage an Sie. Der UN-Nothilfekoordinator Stephen O’Brien warnt derzeit davor, dass in Afrika bis zu 20 Millionen Menschen verhungern werden, wenn keine rechtzeitige Hilfe kommt (Quellen: http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/hungersnot-un-hungertote-krise-vereinte-nationen-yemen-suedsudan-somalia-nigeria und http://www.bbc.com/news/world-africa-39238808 ) Darunter befinden sich auch allein 1,4 Millionen Kinder, die dieses Jahr sterben könnten, wenn sich nichts ändert. Auch wenn die Bundesregierung und die EU kurzfristig bereits Hilfe zugesagt haben, kann dies meiner Meinung nach nur der erste Schritt sein. 

Das Problem Hunger in Afrika besteht seit Jahrzehnten, sowohl die UN als auch die EU waren bisher jedoch nicht in der Lage, dort nachhaltig und zielführend aktiv zu werden. Lösungsvorschläge und -ansätze gibt es von Seiten der Forschung und vor allem der Hilfsorganisationen und NGOs vor Ort in vielfältiger Art und Weise. Dennoch hat man oft das Gefühl, dass die Not der Menschen nicht vorrangig ist sondern andere wirtschaftliche und/oder politische Interessen im Vordergrund stehen. Auch im langsam anlaufenden Wahlkampf habe ich das Gefühl, dass dieses Thema - wenn überhaupt - nur zweitrangig eine Rolle spielt.

Meine Fragen daher:

  1. Stimmen Sie der Aussage zu, dass die Bundesrepublik Deutschland in den betroffenen Gebieten humanitäre Verantwortung übernehmen und ihren Einfluss in Internationalen Organisationen und der EU entsprechend nutzen sollte, auch wenn dies eventuell eigenen wirtschaftlichen Interessen widerspricht?
  2. Falls ja, welche konkreten Schritte wären nötig, um dort zu helfen und in welcher Art und Weise planen Sie, das Thema im anstehenden Bundestagswahlkampf anzusprechen?
  3. Welche Maßnahmen wären aus Ihrer Sicht besonders sinnvoll, um den Menschen vor Ort wirklich zu helfen? 

Hunger ist neben Krieg nach wie vor zudem einer der stärksten Gründe für eine Flucht. Sollte die humanitäre Krise an sich nicht ausreichen als Grund für Unterstützung: Bei der aktuellen Politik der Bundesregierung und demKurs der EU sollte es also mindestens auch mit Blick auf die Flüchtlingskrise im Interesse beider liegen, hier zu helfen. 


Ich würde mich über eine ausführliche Antwort und vor allem die Einleitung nötiger Schritte sehr freuen. 

Mit freundlichen Grüßen"

Unterstützen Sie zudem bitte Initiativen wie die Aktion Deutschland Hilft, Help e.V. oder die Welthungerhilfe

Vielen Dank!

 


*Hinweis: Ulrich Kelber wurde an dieser Stelle angeschrieben, weil er der langjährige Bundestagsabgeordnete in meiner Heimatstadt Bonn ist. An der Erstellung dieser Petition oder der Formulierung der damit verbundenen Forderungen war und ist er nicht involviert. Eine Stellungnahme von Abgeordneten anderer Parteien wurde bislang nicht eingeholt. 



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